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GT Masters: Lausitzring

Gipfeltreffen zwischen GT-Masters & DTM

Motorsport-Festival vom Feinsten auf dem Lausitzring: Die DTM und das GT-Masters absolvieren ein gemeinsames Wochenende.

Fotos: ADAC Motorsport

Rene Rast, Markus Winkelhock, Maxime Martin, Maximilian Götz oder Stefan Mücke - für viele Fahrer und Teams aus dem GT-Masters und der DTM gibt es am nächsten Wochenende (19.-21. Mai) beim Motorsport-Festival auf dem Lausitzring ein großes Wiedersehen mit alten Bekannten. Nach der gelungenen Premiere des Rennsport-Highlights im vergangenen Jahr bestreiten die beiden Rennserien erneut zusammen ein Rennwochenende.

Gleich mehrere Piloten wechselten vom GT-Masters in die DTM. Einer von ihnen ist Rast. Der Deutsche gewann 2014 die "Liga der Supersportwagen" und bestreitet in diesem Jahr für Audi seine erste komplette Saison in der DTM. "Meine Zeit im GT-Masters war sehr wichtig für meine Karriere. Der Titelgewinn 2014 war mein erster mit Audi", so Rast. "Im Jahr danach bin ich zum Audi-Werksfahrer aufgestiegen und bin im Audi R18 e-tron quattro beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gestartet."

Vergleichbar sind für Rast die beiden Rennserien nur schwer: "Die Renndauer ist ähnlich lang. Aber im GT-Masters teilt man sich das Auto mit einem Teamkollegen und geht daher bei der Abstimmung Kompromisse ein, in der DTM ist man alleiniger Herr über sein Auto. In der DTM ist der Druck höher und der Zeitplan viel enger."

Unterschiedliche Fahrweisen

Die Fahrzeuge verlangen auch unterschiedliche Fahrweisen. Rast: "Die GT-Sportwagen sind schwerer und haben weniger Abtrieb, deswegen ist es wichtig, den Kurvenausgang gut zu erwischen, um auf den Geraden schnell zu sein. Die DTM-Autos dagegen sind leichter und haben mehr Abtrieb. Man kann mit ihnen mehr Schwung in die Kurven mitnehmen. Sie fahren sich daher fast wie Formelautos."

Auch Martin und Götz stiegen über das GT-Masters in die DTM auf. Martin gewann zwischen 2009 und 2012 insgesamt fünf Rennen im GT-Masters, bevor er 2014 in die DTM wechselte und dort als BMW-Werksfahrer bisher zwei Siege einfuhr. Götz, der GT-Masters-Champion von 2012, trat in den vergangenen beiden Jahren in der DTM an und kehrt 2017 mit dem Mercedes-AMG Team HTP Motorsport in die "Liga der Supersportwagen" zurück.

Er freut sich auf das Wiedersehen mit den alten Kollegen: "Es ist immer schön, die Jungs zu treffen. Ich bin nach wie vor mit ihnen sehr eng in Kontakt. Ich werde die Gelegenheit nutzen und in der Box vorbeischauen. Der Lausitzring liegt mir, ich bin dort 2016 in der DTM in die Punkte gefahren, und auch dem Mercedes-AMG GT3 sollte er liegen."

Mücke mit drei Ex-DTM-Fahrern

Auf das DTM-Podium schaffte es auch Patrick Huisman: "Von den Fahrern, gegen die ich von 2001 bis 2003 gefahren bin, ist nur noch Mattias Ekström dabei", so der Niederländer, der einen Nissan GT-R NISMO GT3 pilotiert. "Es ist toll, ihn mal wieder zu sehen. Ich hoffe auf ein gutes Wochenende, denn der Lausitzring ist eine der Strecken, die dem Nissan am besten liegen."

Rahel Frey, eine von zwei Pilotinnen im GT-Masters, fuhr 2011 und 2012 ebenfalls in der DTM. Sie pilotiert wie ihre Kollegin Mikaela Ahlin-Kottulinsky einen Audi R8 LMS. Die Schwedin verfügt zwar nicht selbst über DTM-Erfahrung, doch ihr Großvater Freddy Kottulinsky startete 1987 in der Serie.

Gleich drei ehemalige DTM-Piloten setzt das Mücke-Team ein: Während Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock und Frank Stippler in der "Liga der Supersportwagen" einen Audi R8 LMS pilotieren, startet ihr Teamkollege Stefan Mücke mit einem Mercedes-AMG GT3. Aber auch der Rennstall von Peter Mücke, der in diesem Jahr im GT-Masters debütiert, trat bereits in der DTM an. Im vergangenen Jahr gewann das Team sogar das Sonntagsrennen auf dem Lausitzring.

"Das GT-Masters ist eine wirklich hochwertige Serie und eine spannende Herausforderung für uns", so Teamchef Peter Mücke. "Es gibt andere Rennserien, in denen man relativ einfach gewinnen kann. Das war nicht unser Ziel. Im GT-Masters liegt dagegen die Messlatte sehr hoch. Wir gehen das erste Jahr daher realistisch an: Wir wollen konstant gute Ergebnisse einfahren."

Zwei weitere Rennställe haben eine erfolgreiche Vergangenheit in der DTM. Sowohl das Mercedes-AMG-Team Zakspeed (1987 mit Eric van de Poele) als auch das BMW-Team Schnitzer (1989 mit Roberto Ravaglia und 2012 mit Bruno Spengler) holten dort den Fahrertitel. Schnitzer startet 2017 erstmals in der "Liga der Supersportwagen". Beim Saisonauftakt in Oschersleben Mitte April gelang den Bayern ein sensationeller Einstand: Nach dem Sieg im Sonntagsrennen reist das Pilotenduo Ricky Collard und Philipp Eng als Tabellenführer in die Lausitz.

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