Motorsport

Inhalt

Formel 2: Jerez

Charles Leclerc gewinnt und ist Meister

Charles Leclerc gewinnt nach einem hektischen Finale das Hauptrennen der Formel 2 und steht damit drei Rennen vor Saisonende als neuer Meister fest.

Fotos: FIA Formula 2

Charles Leclerc (Prema) ist Meister der Formel 2 2017. Der Monegasse gewann am Samstag das Hauptrennen in Jerez und kann nach seinem sechsten Saisonsieg bei den verbleibenden drei Rennen nicht mehr von Platz eins der Gesamtwertung verdrängt werden. Nach einem hektischen Finale kam Oliver Rowland (DAMS) auf Rang zwei ins Ziel, Dritter wurde Leclercs Teamkollegen Antonio Fuoco.

Leclerc übernahm von der Pole-Position aus die Führung und setzte sich früh von seinen Verfolgern Luca Ghiotto (Russian Time) und Sergio Sette Camara (MP) ab, teilweise fuhr der Ferrari-Junior pro Runde 0,7 Sekunden schneller als Ghiotto. Dieser geriert in Runde 11 unter Druck von Rowland, der auf der Start-Ziel-Gerade dank DRS vorbei ging.

In Runde 12 fuhren Leclerc und Rowland, die zu diesem Zeitpunkt durch 11,7 Sekunden voneinander getrennt waren, zu ihrem Pflichtboxenstopp an die Box und wechselten auf Medium-Reifen. Bis Runde 21 hatte sich Leclerc wieder durch das Feld der Fahrer gekämpft, die noch nicht an der Box waren und sah bereits wie der sichere Sieger aus.

Safety-Car sorgt am Ende für Spannung

Doch dann kam sieben Runden vor Rennende nach einer Kollision zwischen Santino Ferrucci (Trident) und Nobuharu Matsushita (ART) in Kurve 1 das Safety-Car auf die Strecke. Damit war Leclercs Vorsprung dahin. Nach dem Neustart musste er um seinen Sieg kämpfen, was ihm auf sichtlich nachlassenden Reifen schwer viel.

Für zusätzliche Aufregung sorgten die beiden überrundeten Fahrer Sean Gelael (Adren) und Louis Deletraz (Rapax), die zwischen den Autos der Spitzengruppe fuhren und auf ihren frischeren Reifen deutlich mehr Grip hatten. Letztlich rettete Leclerc den Sieg aber knapp vor Rowland und Fuoco ins Ziel.

Durch den Sieg vergrößerte Leclerc seinen Vorsprung auf Rowland in der Gesamtwertung auf 68 Punkte. Da bei den letzten drei Rennen maximal noch 59 Punkte vergeben werden, steht der Monegasse als Meister fest. Er ist damit Nachfolger von Pierre Gasly, der die im vergangenen Jahr noch GP2 genannte Meisterschaft gewonnen hatte.

Kein Glück für Binder, Deletraz und Boschung

Vierter wurde Nicholas Latifi (DAMS) vor Artjom Markelow (Russian Time), Jordan King (MP), Ghiotto und Alex Palou (Campos). Der Spanier, der heute seine ersten Meisterschaftspunkte in der Formel 2 gewann, wird damit am Sonntag im Sprintrennen (14 Uhr) in der umgekehrten Startaufstellung auf der Pole-Position stehen. Nabil Jeffri (Trident) und Sette Camara komplettierten die Top 10.

Der Österreicher Rene Binder (Rapax) landete bei seiner Rückkehr in die Formel 2 auf Platz 15, Deletraz wurde nach seiner Kollision mit Matsushita 17. Der zweite Schweizer Starter Ralph Boschung (Rapax) fiel zwölf Runden vor dem Rennende aus.

Drucken
Meister Leclerc im Interview Meister Leclerc im Interview Qualifying Qualifying

Ähnliche Themen:

12.11.2017
ORM: Waldviertel-Rallye

Mit dem Sieg bei der dramatischen Waldviertel-Rallye krönt sich Baumschlager zum 14. Mal zum Staatsmeister – Was er zu seinem Erfolg zu sagen hat.

02.07.2016
GP2: Spielberg

Mitch Evans triumphiert beim turbulenten Hauptrennen der GP2 vor seinem Teamkollegen Gelael, Drama um Gasly und Giovinazzi - Binder in Problemen.

10./11. November 2017

Formel 2: Jerez

Wechselstrom Jaguar elektrifiziert Klassiker: E-Type Zero

Jaguar macht Besitzern eines fahrbereiten E-Type ein ungewöhnliches Angebot: den Umbau auf Elektroantrieb. Inklusive jederzeitigem Rückbau.

Zwei Kleine Intermot: Kawasaki Z125 und Ninja 125

Kawasaki schickt zwei neue Einsteiger-Modelle mit 125 Kubikzentimetern auf die Straße. Den Sportler Ninja 125 und das Naked-Bike Z125.

Quadratisch, praktisch, cool Neuer Suzuki Jimny - im ersten Test

Seit 20 Jahren ist der Jimny der Suzuki für alle Fälle. Jetzt ist die neue Generation da: Schicker, cooler als bisher, aber genauso tough. Erster Test.

ORM: NÖ-Rallye Nachname Zellhofer zwei Mal vertreten

Neben Sohn Christoph ist auch Vater Max Zellhofer ein wichtiger Starter – der Chef von ZM Racing will im Suzuki den 2WD-Sieg holen.