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Porsche Supercup: Monza

Matt Campbell gewinnt turbulentes Rennen

In Monza sicherte sich Porsche-Junior Matt Campbell (Fach Auto Tech) seinen zweiten Saisonsieg im Porsche Supercup – Preining wird Achter.

Fotos: Porsche

Zaid Ashkanani (MRS GT Racing) und Mattia Drudi (Dinamic Motorsport) belegten in einem ereignisreichen, neunten Meisterschaftslauf die Plätze zwei und drei. In der Gesamtwertung wird es vor dem großen Saisonfinale in Mexiko, bei dem zwei Läufe mit dem 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup ausgetragen werden, nochmal richtig spannend: Den Meisterschaftsführenden Michael Ammermüller (Lechner MSG Racing Team) trennen nur drei Punkte von Porsche-Junior Dennis Olsen (Walter Lechner Racing Team), denn Olsen belegte im Rennen Platz fünf und Ammermüller Platz zehn. Olsen gewann in Monza jedoch vorzeitig die Rookie-Wertung.

Das Wochenende auf der Rennstrecke vor den Toren Mailands hielt für die 31 Piloten des Porsche Supercup einige Überraschungen bereit. Nach einem Freien Training am Freitag bei strahlendem Sonnenschein regnete es am darauffolgenden Tag in Strömen. Das für mittags angesetzte Qualifying konnte aufgrund des auf der Strecke stehenden Wassers aus Sicherheitsgründen nicht gefahren werden. Entsprechend galt das Ergebnis des Freien Trainings als maßgeblich für die Startreihenfolge. Campbell freute sich über die Pole-Position, die er in einen Start-Ziel-Sieg umwandelte. „Ich bin wirklich glücklich, dass ich dieses Rennen gewonnen habe. Nach der ersten Runde gab es eine kurze Safety-Car-Phase, weil ein Auto im Kiesbett stand. Mein gelungener Re-start war dann der Schlüssel zum Erfolg, denn ich konnte einen Vorsprung rausfahren und ihn mit ins Ziel nehmen“, sagte der 22 Jahre alte Australier.

Hinter Campbell gelang Ashkanani mit Platz zwei sein bislang bestes Supercup-Ergebnis: „Es war mein Saison-Ziel endlich auf das Podium zu fahren. Zwischenzeitlich hatten wir etwas Pech, aber das Team hat nie den Glauben an mich verloren. Jetzt kann ich etwas zurückgeben.“ Seinen italienischen Heimvorteil nutzte Drudi. Der 19-Jährige startete von Platz sechs und konnte bis auf Platz drei vorfahren. „Das war ein wildes Auf und Ab. Zwischenzeitlich lag ich auf Platz sieben und konnte immer wieder Boden gut machen. Als ich dann die Auslaufrunde Richtung Podium fuhr, habe ich auf die Tribünen geschaut. Dort war alles voller Zuschauer und ich bekam Gänsehaut“, sagte Drudi.

Ersatzfahrer Jaap van Lagen (MOMO-Megatron Team Partrax) überquerte nach 14 Runden als Vierter die Ziellinie. Porsche-Junior Dennis Olsen (Walter Lechner Racing Team) wurde Fünfter: „Was für ein Rennen! Zunächst einmal bin ich froh, dass ich die Rookie-Meisterschaft gewonnen habe. Allerdings auf der Strecke lief einiges unerwartet. Ich hatte Probleme beim Bremsen und verlor so meinen Podiumsplatz, auf dem ich zwischenzeitlich schon lag. In der Meisterschaft ist es ganz eng, aber natürlich möchte ich mir am Ende den Titel sichern.“ 

Als Sechster sah Ryan Cullen (Walter Lechner Racing Team) die Zielflagge vor Robert Lukas (Olimp Racing). Porsche-Junior Thomas Preining (Walter Lechner Racing Team), der als Gaststarter in Monza im Einsatz war und in diesem Jahr im Porsche Carrera Cup Deutschland fährt, kam auf Platz acht ins Ziel. „Am Start war es crazy, aber ich konnte von Platz zehn kommend sogar eine Position gut machen. Allerdings wurde ich dann ausgangs der ersten Kurve getroffen und fand mich plötzlich auf Platz 16 wieder. Von dort habe ich mich wieder nach vorn gearbeitet.“ Daniel Cammish (Lechner MSG Racing Team) wurde Neunter.

Für den Meisterschaftsführenden Ammermüller war es ein Albtraum-Rennen. Der 31-Jährige startete von Platz drei und wurde bereits nach wenigen Metern von Olsen überholt. Im siebten Umlauf kam es dann zu einem Kontakt zwischen Ammermüller und einem anderen Fahrzeug. Der Porsche-Routinier fiel vom vierten auf den elften Rang zurück. Im actionreichen Mittelfeld ereignete sich in der zehnten Runde erneut eine kleine Kollision und Ammermüller musste sich auf Platz 13 wieder einordnen. Nach 80,793 Kilometern erreichte er auf dem zehnten Rang das Ziel. Somit geht der Deutsche mit einem Vorsprung von drei Punkten auf Olsen in das erstmals in Mexiko ausgetragene Saisonfinale des Porsche Supercup. Vom 27. bis 29. Oktober finden auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez die Läufe zehn und elf statt und die Meisterschaft wird dort entschieden.

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