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Rallycross-WM: Hockenheim

Mattias Ekström schlägt erneut zu

Drittes Rennen, dritter Sieg: Mattias Ekström wiederholt beim Lauf der Rallycross-WM in Hockenheim seinen Sieg aus dem Vorjahr.

Fotos: FIA World RX

Mattias Ekström (EKS-Audi) bleibt in der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) 2017 weiter ungeschlagen. Der Schwede gewann am Sonntag auch das Rennen in Hockenheim und machte damit nach seinen Erfolgen in Barcelona und Montalegre einen Hattrick komplett. Bei schwierigen Bedingungen mit leichtem Regen setzte sich Ekström im Finale souverän gegen Johan Kristoffersson (PSRX-Volkswagen) und Timmy Hansen (Peugeot-Hansen) durch und wiederholte damit auch seinen Sieg aus dem Vorjahr.

"Hier in Hockenheim zu gewinnen ist ein unbeschreibliches Gefühl. Drei Siege in Folge in diesem Jahr. Im Fußball sagt man Hattrick dazu! Das fühlt sich richtig, richtig gut an, vor allem weil wir in den vier Qualifyingläufen viele Probleme hatten", freut sich Ekström. "Durch meinen Doppeleinsatz mit der DTM konnte ich nicht viel Zeit mit dem Team verbringen und mithelfen, diese in den Griff zu bekommen."

"Aber die Jungs haben sich seit Donnerstag die Nächte um die Ohren gehauen und wieder einmal einen großartigen Job gemacht. Danke!", so Ekström, der nach der Zieldurchfahrt direkt in sein DTM-Auto umsteigen musste. Auch die Konkurrenz zog vor dem perfekten Saisonstart des Titelverteidigers den Hut. "Dritter Sieg im dritten Rennen, ich weiß nicht, wie er es macht", staunt Timmy Hansen.

Regen sorgt für chaotische Halbfinals

Kurz vor dem Start der Halbfinals hatte in Hockenheim leichter Regen eingesetzt, der Kevin Hansen (Peugeot-Hansen) umgehend zum Verhängnis wurde. Während der Aufwärmrunden schlug der junge Schwede am Eingang der Zielgeraden in die Reifenstapel ein. Hektisch musste sein Team im Anschluss versuchen, den an der rechten Seite beschädigten Peugeot zu reparieren. Auch Ken Block (Hoonigen-Ford) wäre beim Aufwärmen an derselben Stelle fast in den Reifenstapeln gelandet.

Die rutschigen Bedingungen sorgten auch im ersten Halbfinale für große Turbulenzen. Nach einer Berührung mit Reinis Nitiss (EKS-Audi) drehte sich Kevin Hansen in der ersten Runde in der Anfahrt zur Sachs-Kurve und räumte dabei Kevin Eriksson (MJP-Ford) und Nitiss ab. An der Spitze setzte sich Kristoffersson in der zweiten Runden mit einem robusten Manöver und mehreren Berührungen gegen Loeb durch, der in den ersten Runden zu kämpfen hatte und in dritten Umlauf nach einem Verbremser in der Sachs-Kurve ins Kiesbett rutschte. Damit war der Weg frei für die beidem PSRX-Teamkollegen Kristoffersson und Petter Solberg, auch Loeb kam als Dritter noch ins Finale.

Nicht weniger turbulent ging es im zweiten Halbfinale zu. Timo Scheider (MJP-Ford) schob in der ersten Runde Block an, doch das wurde dem Deutschen zum Verhängnis. Block drehte sich in einen Reifenstapel und blieb quer auf der Strecke stehen. Dadurch war diese auch für Scheider blockiert und das Halbfinale für beide gelaufen.

Ekström im Finale unangefochten

An der Spitze lag zunächst Timmy Hansen, doch in Runde zwei fuhr der Schwede gegen einen der Reifenstapel, die Block verschoben hatte. Dabei wurde Hansens Peugeot am rechten Kotflügel vorne beschädigt, dennoch verteidigte er seine Führung. Allerdings hing ihm Ekström im Heck, der bereits die Joker-Runde gefahren war. Nachdem Timmy Hansen in der letzten Runde in der Sachs-Kurve ins Kiesbett rutschte, war die Entscheidung gefallen. Ekström gewann vor Timmy Hansen und Heikkinen.

Im Finale setzte sich Ekström nach dem Start in der ersten Kurve gegen den von der Pole-Position gestarteten Kristoffersson durch. Timmy Hansen versuchte ebenfalls in der ersten Kurve nach vorne zu kommen, musste sich aber auf Rang drei einreihen. Damit waren die Positionen im Grunde bezogen, zittern musste Ekström um seinen dritten Saisonsieg nicht mehr.

Mit Platz zwei erzielte Kristoffersson sein zweites Podiumsresultat in dieser Saison. "Letztlich bin ich zufrieden mit dem Ausgang des Wochenendes. In Q1 und Q2 hatte ich ein paar Probleme. In Q3 und Q4 ging es dann besser, aber ich hatte nie das Gefühl, dass mein Tempo schnell genug war", so der Schwede, der damit auch Rang zwei in der WM-Wertung festigte.

Nächstes Rennen schon in sieben Tagen

Zufrieden war auch Hansen nach seinem bisher besten Ergebnis in dieser Saison. "Das war ein harter Tag, aber letztlich ist es das erste Podium für mich. Ich habe versucht, Mattias hinter mit zu halten, aber bei diesen Bedingungen passieren leicht Fehler", so Hansen, der ein rein schwedisches Podium komplettierte. Auf den Rängen vier bis sechs kamen Solberg, Loeb und Toomas Heikkinen (EKS-Audi) ins Ziel.

In der WM-Wertung liegt Ekström nach seinem Sieg-Hattrick mit 85 Punkten in Führung. Durch das Punktesystem, welches auch Erfolge in den Qualifyings und Halbfinals belohnt, ist sein Vorsprung aber nicht so groß, wie nach drei Siegen bei drei Rennen zu erwarten wäre. Mit 16 Punkten Rückstand liegt Kristoffersson noch in Schlagdistanz, Dritter ist mit 22 Punkten Rückstand Solberg.

Weiter geht es mit der Rallycross-WM schon in der nächsten Woche. Dann steht vom 12. bis 14. Mai im belgischen Mettet das vierte Saisonrennen auf dem Programm.

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