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WTCC: Termas de Río Hondo

Ehrlacher gewinnt durch Chilton-Strafe

Tom Chilton verliert durch eine Zeitstrafe den Sieg im WTCC-Eröffnungsrennen in Termas de Rio Hondo - Yann Ehrlacher erbt Platz eins und gewinnt zum ersten Mal.

Fotos: FIA WTCC

Yann Ehrlacher fährt beim Eröffnungsrennen der Tourenwagen-WM in Termas de Rio Hondo zwar als Zweiter ins Ziel, aber der Lada-Pilot durfte in Argentinien über seinen ersten WTCC-Sieg jubeln. Tom Chilton kreuzte die Ziellinie zwar als Erster, doch der SLR-Citroen-Pilot erhielt für ein zu aggressives Überholmanöver eine Zeitstrafe von fünf Sekunden. Diesen Vorsprung konnte Chilton nicht herausfahren und fiel auf den vierten Platz zurück.

Neben Ehrlacher jubelten Mehdi Bennani (SLR-Citroen) und Lokalmatador Esteban Guerrieri (Chevrolet Cruze) auf dem Podest. "Ich konnte es gar nicht glauben", sagt Ehrlacher zu dem Moment, als ihn sein Team per Funk über Chiltons Strafe informierte. "Das Rennen war hart, ich habe gegen Tom am Anfang eine Position verloren", atmet der Franzose durch. Das Ergebnis geht für ihn in Ordnung: "Wenn es eine Strafe ist, dann war es kein faires Rennen. Ich nehme es gerne, ein Sieg ist ein Sieg."

Gleich in der ersten Runde griff Chilton an und schnappte sich die Führung von Ehrlacher. Für dieses Manöver bekam Chilton anschließend die Zeitstrafe. "Yann und ich hatten einen guten Start, wir hatten einen kleinen Vorsprung auf Mehdi", schildert Chilton die Situation aus seiner Sicht. "Ich habe dann die Linie gewechselt und ich glaube nicht, dass er mich so schnell erwartet hatte, weil er nicht viel Erfahrung hat."

"Mir gelang das Manöver sehr gut und ich war auf der Innenseite. Ich habe ihn überrascht, denn er entschied sich für einen späten Scheitelpunkt. Wir haben uns leicht berührt. Das wäre nicht passiert, wenn er mir mehr Platz gelassen hätte. Aber wir haben uns berührt. Ich habe sein Rennen nicht beendet und es gab auch keine Schäden. Es sind Tourenwagenrennen, ich sehe es 50:50. Ich finde die Strafe von fünf Sekunden extrem hart."

Reifenschäden bei Michelisz und Catsburg

Ehrlacher, der Neffe von Ex-Weltmeister Yvan Muller, fiel nach diesem Manöver auch noch kurz hinter Bennani zurück, schnappte sich dann aber wieder den zweiten Platz. Dahinter kam es in Kurve 2 zu einer Kollision zwischen den Honda-Teamkollegen Tiago Monteiro und Norbert Michelisz. Der Ungar musste mit einem Reifenschaden vorne links an die Box. Schließlich kam Michelisz nur auf dem 14. und letzten Platz ins Ziel.

In der siebten Runde erwischte es auch Volvo-Pilot Nicky Catsburg, der im Hauptrennen auf der Pole-Position stehen wird. Bei dem Niederländer kam es vorne links zu einem Reifenschaden. In langsamer Fahrt fuhr Catsburg zurück an die Box und musste aufgeben. Kurz darauf stellte sein Polestar-Teamkollege Nestor Girolami seinen S60 mit Elektronikproblemen auf der Strecke ab. Die beiden Volvo-Piloten waren die einzigen Ausfälle.

Schadensbegrenzung betrieb Thed Björk, der dritte Volvo im Feld. Der Schwede fuhr im Scharmützel der Verfolgergruppe direkt hinter WM-Leader Monteiro als Sechster ins Ziel. In der WM vergrößert der Portugiese seinen Vorsprung auf Björk auf acht Punkte. Catsburg verlor durch den Ausfall wertvollen Boden, hat für das Hauptrennen aber die beste Ausgangsposition. Eine starke Aufholjagd zeigte Münnich-Pilot Rob Huff (Citroen). Von Startplatz zwölf eroberte der Brite Rang sieben. Die Top 10 rundeten Tom Coronel (Chevrolet) und Ryo Michigami (Honda) ab.

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