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DTM: Lausitzring

BMW führt, doch Mercedes ist Favorit

Timo Glock (BMW) kommt als Tabellenführender zum Lausitzring, wo Mercedes der erfolgreichste DTM-Hersteller und somit Favorit ist.

Am 19./20. Mai gastiert die DTM am Lausitzring. Nach dem Saisonauftakt in Hockenheim werden die Karten neu gemischt. Timo Glock (44 Punkte) kommt zum ersten Mal in seiner sechsjährigen DTM-Laufbahn als Gesamtführender der Fahrerwertung zu einem Rennwochenende. "Es wäre schön, wenn wir die Führung nach dem Wochenende behalten könnten, aber Mercedes ist dort sehr stark", sagt Glock.

Der BMW-Pilot will also die Führung verteidigen, doch Mercedes-Pilot Gary Paffett (43) ist ihm dicht auf den Fersen. Mercedes ist auf dem Lausitzring in der Favoritenrolle, denn der Kurs in Brandenburg ist für den Hersteller ein erfolgreiches Pflaster: Mit bisher 13 Siegen ist man dort die erfolgreichste Marke. Die Vorzeichen für Mercedes sind auch deshalb gut, weil mit Lucas Auer, Paul di Resta, Gary Paffett und Pascal Wehrlein bereits vier seiner sechs Fahrer in der Lausitz gewonnen haben.

2018 reisen jedoch alle Teams mit geänderten Vorzeichen an, denn die Streckenführung wurde geändert: Zum ersten Mal seit 2004 wird wieder auf dem 4,57 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs gefahren. Diese Streckenvariante ist technisch anspruchsvoll, der glatte und feinporige Asphalt bietet wenig Grip. Bei 14 Kurven und nur wenigen Geraden müssen die 18 DTM-Boliden nach Traktion suchen. Am Ende der Start-Ziel- sowie der Gegengeraden bietet sich dank DRS gute Überholmöglichkeiten.

Lucas Auer kann fast nur Positives über den Kurs vermelden: "Generell verbinde ich mit dem Lausitzring schöne Erinnerungen, da ich dort meinen ersten DTM-Sieg feiern konnte. Entsprechend ist es immer cool, wieder dorthin zurückzukommen. Die Vergangenheit ist zwar keine Versicherung, dass es wieder so gut funktioniert, aber man hat trotzdem ein gutes Gefühl."

Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz gibt die Marschroute vor: "Gary konnte hier bereits drei Mal siegen, Lucas war in den letzten beiden Jahren in der Lausitz erfolgreich, und auch Pascal und Paul haben dort schon Rennen für sich entschieden. Trotz allen positiven Vorzeichen dürfen wir uns aber trotzdem nicht im Optimismus verlieren. Zum einen wissen wir noch nicht, wie sich die Änderungen am Auto auf der Strecke auswirken, zum anderen fahren wir in diesem Jahr einen anderen Kurs als in den Vorjahren."

Für die BMW-Rookies Philipp Eng und Joel Eriksson wird es die DTM-Premiere auf dem Lausitzring, doch die beiden gehen nicht ohne Vorkenntnisse ins Wochenende. "Auf dem Lausitzring war ich in der Vergangenheit immer erfolgreich, im vergangenen Jahr waren wir dort mit dem M6 GT3 im GT Masters gut unterwegs. Meine ersten Runden im DTM-Auto beim Rookietest habe ich ebenfalls dort bestritten. Nun werden wir sehen, wie es dort für uns mit dem M4 DTM laufen wird", gibt sich der noch punktelose Eng abwartend.

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