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Motorrad-WM: Buriram

KTM experimentiert und holt einen Punkt

Bradley Smith hat in Buriram eine neue Verkleidung getestet und damit einen WM-Punkt geholt; Espargaró ging am Ende die Kraft aus.

Bildquelle: Gold and Goose

KTM hat mit einem 15. Platz von Bradley Smith einen WM-Punkt aus Thailand mitgenommen. Pol Espargaró war nach seinem erneuten Sturz in Aragonien und der anschließenden Schlüsselbein-OP noch nicht zu 100 Prozent fit. Außerdem hatte der Spanier im Februar auch die Testfahrten in Buriram verletzungsbedingt verpasst, die Strecke war ihn also komplett neu.

Deswegen lag wieder einmal die Entwicklungsarbeit ausgerechnet beim scheidenden Briten. KTM probierte eine neue Verkleidung aus: Smith fuhr mit einem neuen Flügel vor der "Airbox" sowie neu geformten Elementen an der Seite. Mit Espargaró wollte man keine Neuerungen ausprobierenm – man befürchtete wohl, zu wenige oder falsche Rückschlüsse zu erhalten. Bis Motegi in knapp zwei Wochen hat Espargaró nun Zeit, um sich zu erholen und zu alter Stärke zurückzufinden, denn im Rennen ging ihm die Kraft aus.

Bis zur 21. Runde hielt der Spanier den 18. Platz, aber dann musste er das Ducati-Duo Simeon und Torres sowie Tom Lüthi ziehen lassen. Espargarós Rundenzeiten wurden gegen Ende gleich um drei bis vier Sekunden langsamer. "Ich bin zu einem Punkt gekommen, an dem ich erledigt war und nicht mehr attackieren konnte", erklärte dieser seinen Einbruch. Nachdem er sich beim Start in Kurve drei verbremst hatte, kam Espargaró der Gruppe mit seinem Bruder Aleix und Smith näher. Punkte waren in Sichtweite, aber dann folgte der körperliche Einbruch.

"Es war ein recht gutes Comeback", zog er dennoch ein optimistisches Fazit. "Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber es war gut, zurück zu sein. In Japan werde ich wahrscheinlich wieder zu annähernd 100 Prozent fit sein." Mit Platz 21 hat Espargaró nichts Zählbares aus Thailand mitgenommen. "Drei Viertel des Rennens hat er es gut gemacht", fand Teammanager Mike Leitner aufmunternde Worte, "dann konnte er nicht mehr pushen. Hoffentlich haben wir in Japan zwei fitte Fahrer, damit wir uns ein besseres Ergebnis erarbeiten können."

Somit lag es erneut an Smith, der KTM zu Saisonende verlassen muss, ein gutes Ergebnis zu holen, was nicht so einfach war. "Es war wie in Aragonien. Wir waren mit dem weichen Reifen über eine Runde schnell, aber im Rennen gab es mit dem harten Pneus größere Probleme", analysierte der Brite sein Wochenende. "Mir ist wieder ein guter Start gelungen, ich war Zehnter. Beim Beobachten der Konkurrenz habe ich gesehen, dass wir immer noch die gleichen Probleme haben."

"Dann hatte ich in den letzten Runden ein gutes Duell mit Redding. Es war etwas seltsam, wenn man so hart um den letzten WM-Punkt kämpfen muss, aber so konkurrenzfähig ist die MotoGP derzeit. Es war nicht einfach, diesen einen Punkt zu ergattern." Auf dem Zielstrich hatte Smith lediglich 0,2 Sekunden Vorsprung auf den ebenfalls geschassten Aprilia-Piloten Redding. Die Zeit bis Japan wird KTM zur Analyse nutzen. "Ich denke, wir werden bis dahin Antworten und Lösungen finden", glaubt Smith.

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