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IMSA: 24h von Daytona

Nach 12h: Cadillac führt, Österreicher im Pech

Zur Halbzeit der 24 Stunden von Daytona sind die meisten heimischen Starter ohne Chance auf einen Klassensieg.

Fotos: IMSA/ LAT

Halbzeit beim 24-Stunden-Rennen von Daytona 2020: Nach zwölf Stunden liegen bei der 58. Auflage des US-Langstreckenklassikers sechs von acht DPi-Boliden in einer Runde.
Angeführt wird das Rennen aktuell vom grauen Cadillac mit der Startnummer 5, der in diesem Jahr nicht mehr von Action Express Racing, sondern von JDC-Miller Motorsports eingesetzt wird. Im Cockpit sitzen Sebastien Bourdais, Loic Duval und Joao Barbosa.

Bei der Drei-Stunden-Marke lag der #10 Cadillac von Wayne Taylor Racing (van der Zande/Briscoe/Dixon/Kobayashi) ganz vorn. Doch eine Durchfahrtsstrafe, weil Kamui Kobayashi in der Boxengasse zu schnell war, kostete die Führung.

Kurz darauf kam es zur Kollision zwischen dem #7 Penske-Acura (Taylor/Castroneves/Rossi) und dem #55 Joest-Mazda (Bomarito/Tincknell/Hunter-Reay), nach der sich Helio Castroneves im TV-Interview über Harry Tincknell echauffierte. Während dieser Acura nach Reparatur mehr als 20 Runden Rückstand aufweist, ist der zweite Cadillac von JDC-Miller (Piedrahita/Leist/Miller/Vautier) der einzige weitere DPi, der bei Halbzeit nicht mehr in der Führungsrunde liegt. Ihm fehlt eine Runde.

Mit Einbruch der Dunkelheit übernahm der zuvor bestrafte Cadillac von Wayne Taylor Racing das Zepter. Renger van der Zande brachte das Auto in Führung, Scott Dixon hielt es dort. Doch kurz vor der Zehn-Stunden-Marke verbremste sich Ryan Briscoe mit kalten Reifen. Somit ging die Führung wieder an den von der Pole-Position gestarteten #77 Joest-Mazda (Jarvis/Nunez/Pla) über.

Die Mazda-Freude über die erneute Führung währte aber nur kurz. Denn weil Tristan Nunez während einer Gelbphase überholt hatte, hagelte es auch für dieses Auto eine Durchfahrtsstrafe. Seither bestimmt die Startnummer 5 von JDC-Miller das Geschehen und bildet die Spitze einer Cadillac-Dreifachführung. Wayne Taylor Racing und Action Express Racing mit Conway/Nasr/Derani/Albuquerque runden die Top 3 ab.

Enges Duell BMW vs. Porsche in der GTLM

In der GTLM-Klasse hatte Porsche die Anfangsphase mit seinen 911 RSR-19 dominiert, wobei die Führung zwischen den beiden Besetzungen (Bamber/Vanthoor/Jaminet) und (Campbell/Tandy/Makowiecki) wechselte. Mit Einbruch der Dunkelheit aber übernahm BMW das Kommando, indem Jesse Krohn den M8 GTE mit der Startnummer 24 (Krohn/Edwards/Mostert/Farfus) in Führung fuhr. Anschließend ging es zwischen Augusto Farfus und Earl Bamber eng zu.

Das Duell BMW vs. Porsche tobt weiter. Aktuell sind es John Edwards und Laurens Vanthoor, die es sich so richtig geben. Aber auch Ferrari und Corvette mischen noch mit. Ferrari hat mit dem von Risi Competizione eingesetzten (Rigon/Pier Guidi/Calado/Serra) ohnehin nur ein Auto im Einsatz, aber dieser 488 GTE kommt in der Dunkelheit deutlich besser zurecht als es bei Tageslicht am Samstag der Fall gewesen war.

Corvette hat beim Debüt der neuen C8.R nur noch ein Eisen im Feuer. Während die gelbe mit Garcia/Taylor/Catsburg trotz einer Kollision mit einem GTD-Auto auf P5 hinter dem Ferrari geführt wird, hat die graue mit Gavin/Milner/Fässler aufgrund eines Öllecks schon mehr als 80 Runden verloren.

Und wie bei Corvette, so konzentrieren sich die Siegeshoffnungen auch bei BMW auf nur noch ein Auto. De Phillippi/Eng/Spengler/Herta haben aufgrund von Elektronikproblemen 13 Runden verloren und sind aus der Entscheidung um den Klassensieg raus.

Die GTD-Klasse wird nach stundenlanger Führung für den Pfaff-Porsche (Robichon/Kern/Olsen/Pilet) aktuell angeführt vom Paul-Miller-Lamborghini (Sellers/Snow/Lewis/Caldarelli), gefolgt vom WRT-Audi (Bortolotti/Ineichen/Morad/Vanthoor) und dem Scuderia-Corsa-Ferrari (MacNeil/Vilander/Balzan/Westphal). Aber: Die Top 10 befinden sich in einer Runde - alles ist offen.

Die mit nur fünf Autos besetzte LMP2-Klasse wird bei Halbzeit der Distanz weiterhin dominiert von PR1. Keating/Trummer/Boulle/Aubry haben mittlerweile knapp eine Runde Vorsprung auf die ersten Verfolger. Die kommen von DragonSpeed und heißen Hedman/Hanley/Braun/Newey. Alle anderen liegen schon mehr als fünf Runden zurück.

Drei Gelbphasen bisher - Aus für beide Aston Martin

Drei Gelbphasen hat es bislang gegeben. Für die erste sorgte in der fünften Stunde eine Kollision zweier GTD-Autos. Eric Lux hatte den Precision-Performance-Lamborghini (Gdovic/Lux/Kvamme/Hoggard) verlangsamt, um in die Boxengasse abzubiegen. Der direkt im Windschatten fahrende Alex Riberas im Heart-of-Racing-Aston-Martin (James/Thiim/de Angelis/Riberas) konnte nicht ausweichen und krachte dem Lambo ins Heck.

Für den Aston Martin war das Rennen gelaufen. Und wenig später war auch für den zweiten Aston Martin im Feld Feierabend. Der werksseitig in der GTD eingesetzte Vantage GT3 (Lamy/Gunn/Lauda/Watson) hatte zunächst mit Pedro Lamy am Steuer eine Kollision in Kurve 1 mit der von Nicky Catsburg gefahrenen gelben Corvette aus der GTLM (Garcia/Taylor/Catsburg). Wenig später, als Ross Gunn von Lamy übernommen hatte, sorgte ein Folgeschaden für einen Abflug am Ausgang der Boxengasse - Aus.

Die zweite Gelbphase brachte kurz vor der Acht-Stunden-Marke ein Abflug eines der wenigen LMP2-Autos heraus. Cameron Cassels hatte den Performance-Tech-Oreca (K. Masson/R. Masson/Cassels/Yount) im "International Horseshoe" - der ersten Haarnadelkurve der Strecke - im Reifenstapel versenkt.

Für die dritte Gelbphase sorgte zu Beginn der elften Stunde kein Unfall, sondern der ohne Benzindruck auf der Strecke ausgerollte Gear-Lamborghini des Grasser Racing Teams mit der reinen Damenbesetzung Christina Nielsen, Katherine Legge, Tatiana Calderon und Rahel Frey. Mit mehr als 30 Runden Rückstand ist man aber noch unterwegs. Genau dasselbe passierte ein paar Stunden vorher dem Schwesterfahrzeug mit der Nummer 19 (Richard Heistand, Steijn Schothorst, Franck Perera und Albert Costa).

Im Vergleich zum Wetterchaos des Vorjahres läuft das Rennen bislang deutlich ruhiger ab. Und eines steht fest: Regen wird es auch in der zweiten Rennhälfte keinen geben. Die Bedingungen sind perfekt. Ob der bei 808 Runden stehende Distanzrekord von 2018 gebrochen wird, bleibt aber abzuwarten.

© Motorsport-Total.com
Bericht Bericht Qualifying Qualifying

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