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WEC: Silverstone

Menezes: Toyota trödelt vorsätzlich

Toyota bezeichnete die LMP1-Rivalen beim WM-Auftakt als konstant schneller; auf der Strecke war davon freilich nichts zu bemerken.

Mit einem Sieg mit über einer Runde Vorsprung haben die Toyota-Hybride beim Saisonauftakt zur Langstrecken-WM 2019/20 erneut zugeschlagen. Trotz Anpassungen an der 'Equivalence of Technologies' ließen die Toyota TS050, obwohl 99 kg schwerer als die Ginetta G60 und 108 kg schwerer als die Rebellion R13, ebendiesen Konkurrenten nicht den Funken einer Chance.

Im Training markierte Toyota 1:39er-Zeiten, im Rennen war man plötzlich zwei Sekunden schneller. Die Fahrer der Japaner zeigten sich davon überrascht, Rebellion-Piloten wie Gustavo Menezes weniger: "Es ist ziemlich klar, dass sie noch mehr in der Hinterhand hatten. Die sind sehr gut darin, diese Spielchen zu spielen." Ein klarer Vorwurf der Bummelei also, um die wahren Kräfteverhältnisse zu kaschieren.

Durch den neu eingeführten Erfolgsballast soll es so nicht weitergehen: In Fuji könnten die Toyota dadurch um rund eine halbe Sekunde pro Runde eingebremst werden. In Silverstone betrug der Vorsprung von Toyota auf Rebellion auf den jeweils besten Runden allerdings 1,1 Sekunden. Menezes glaubt nicht, schon in Japan siegfähig zu sein.

"Meines Erachtens wird es noch ein weiteres Rennen dauern. Japan ist Toyotas Heimrennen – und da werden sie alles daransetzen, zu gewinnen. Auch sollte Fuji ihrem Auto mehr als unserem entgegenkommen. Wir sind gut in Hochgeschwindigkeitskurven, weniger beim Beschleunigen aus engen Kurven heraus. Ich bin für Shanghai optimistischer. Das soll aber nicht heißen, dass wir in Fuji nicht alles geben werden."

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