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Bergrallyecup: Lobming/Voitsberg

Letzte Entscheidungen beim Saisonfinale

Auch 2019 wird die Traditionsstrecke im weststeirischen Lobming/Voitsberg Austragungsort des Saisonfinales des Bergrallyecups sein.

Fotos: H. Rieger

Dabei kommt es auch zu einer Premiere, denn Werner Jud und das Team Jud Motorsport fungieren zum ersten Mal als Gastgeber dieser Serie. Es sollte ein spannendes Finale werden, denn in insgesamt sechs Klassen wird der Cupsieger erst beim letzten Rennen ermittelt. Ein Mann könnte zudem einen neuen Rekord aufstellen: Noch nie ist es jemandem gelungen, in einer Saison sowohl alle Klassen- und Tagessiege zu erringen als auch bei allen Läufen einen neuen Streckenrekord aufzustellen. Karl Schagerl (VW Golf TFSI-R) könnte dies gelingen; damit würde er Geschichte schreiben.

Die Titelentscheidung in der Klasse Spez. TW. E1 bis 2.000 cm³ wird auch diesmal ein echter Krimi: Jürgen Halbartschlager (VW Golf 1 Typ 17)führt mit fünf Punkten Vorsprung auf den Steirer und Titelverteidiger Michael Wels (VW Scirocco). Bei einem Sieg von Wels genügt Halbartschlager ein dritter Platz zum Titelgewinn. Dass sich René Warmuth (VW Polo) in der Klasse Spez. TW E1 bis 1.600 cm³ mit elf Punkten Vorsprung und sechs Siegen in Folge den Titel noch wegschnappen lässt, glauben wohl nur die größten Pessimisten. In dieser Division geben, zumindest für diesen Lauf, Lokalmatador Michael Schnidar im Honda Civic V-Tec und Andreas Krammer (Alfasud) ein Comeback. Auch in der Klasse der Spez. TW. E1 bis 1.400 cm³ wird es eine enge Kiste zwischen Johann Blecha (Suzuki Swift) und Günter Strohmeier (Alfasud TI), es steht 108:104 Zähler zugunsten Blechas.

In der Division N bis 2.000 cm³ gilt es für den Breitenauer Wolfgang Schutting (Renault Clio Williams) nur durchzukommen, ein Ausfall wäre hingegen dramatisch. Ob Chris-André Mayer in der Klasse A bis 2.000 cm³ in Lobming startet, ist noch ungewiss; falls nicht, ist Helmut Harrer, beide Honda Civic Type R, alter und neuer Cupsieger dieser Division. Ein Fragezeichen gibt es auch noch beim Führenden der historischen Klasse über 2.500 cm³ Harald Neuherz (Audi S1 Quattro) – weil der Hatzendorfer an Wochenenden oft als Musiker mit seiner Gruppe unterwegs ist, hätte der Kärntner Gerald Glinzner (Porsche 911) bei mindestens drei Startern beim letzten Rennen und damit voller Punktezahl noch die Chance auf den Titel.

Mit guten Aussichten auf Topplatzierungen gehen auch die weststeirischen Lokalmatadore in den letzten Lauf der heurigen Saison: Gastgeber Werner Jud (VW Golf 2) muss in der stark besetzten Spez.-TW.-Klasse bis 2.000 cm³ einen derzeit ausgezeichneten sechsten Gesamtrang verteidigen. Karl-Heinz Schauperl aus St. Martin, derzeit Dritter, steuert mit seinem VW Käfer Richtung Podium in der Klasse Spez. TW E1 über 2.000 cm³ 2WD. Gefährlich werden könnte ihm noch der Gleisdorfer Manuel Seidl (Porsche 997 GT3 Cup), der seinen vierten Sieg in Folge anpeilt.

Hinter August Gratzers Start im Lancia Beta Montecarlo, derzeit Zweiter in der historischen Klasse bis 2.500 cm³, steht nach dem Ausritt in Hofstätten noch ein Fragezeichen, sonst könnte er eventuell auf das Lancia Beta Coupé zurückgreifen. Lokalmatador Helmut Fähnrich (Opel Corsa GSI) hat am Ende der Saison einen Top-15-Platz in der stark besetzten Zwei-Liter-Klasse im Visier. Mit diesen Top Voraussetzungen sollte ein spannender Rennsonntag garantiert sein. Am Samstag vor dem Rennen hat man im Festzelt ab 20 Uhr bei einer Party mit musikalischer Unterhaltung die letzte Chance des Jahres auf ein Benzingespräch der besonderen Art mit den Fahrern.

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