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Super-Sprint-Challenge: Most

Pedrazza und Milavec siegen in Böhmen

Beim 5. Wertunglauf zur Super Sprint Challenge im Autodrom Most dominierten vor 10.000 Zuschauern erwartungsgemäß die Favoriten in beiden Rennen.

Mit 28 Piloten aus sieben Nationen stellte die Super Sprint Challenge im Autodrom Most nicht nur das Teilnehmerstärkste Feld. Die vielen Positionskämpfe und der hohe Speed in der Spitze machten das Rennwochenende zu einem tollen Erlebnis.

Rennen 1

Im ersten Lauf am Samstagmittag revanchierte sich Emanuel Pedrazza (A) mit einem tadellosen Start- und Zielsieg für sein Ausfallpech auf dem EuroSpeedway Lausitz. Der PRC-Ford-Pilot spielte beim Startduell gegen die Formel 3000-Routiniers Arnold Wagner, Peter Milavec und Henry Büttner seine 600 PS-Power voll aus und dominierte die 13 Runden dauernde Hatz bis ins Ziel.

Auch ein gelöster Wasserdeckel am PRC-Ford und ein Aurutscher kurz vor dem Ziel vermochten Emanuel Pedrazza nicht zu stoppen. Pedrazza: „Vor der letzten Kurve rutschte ich von der Piste und dachte, jetzt ist alles aus. Doch mein Auto fing sich wieder. Erst im Ziel wusste ich genau, ich habe gewonnen.“

Um Platz zwei stritten sich Peter Milavec (A) und Arnold Wagner (D) mit sehenswerten Positionskämpfen. Der Österreicher hatte dieses Mal das bessere Ende für sich und lag im Ziel vor dem Interserie-Champion aus Kruchten.

Wagner: „Ich habe die Handling-Probleme, die schon im Qualifying auftraten, nicht so richtig in den Griff bekommen. Ich bin aber wieder auf dem Podest.“ Dritter in der Division 3 der großen Formel-3000-Boliden wurde Henry Büttner, der mit dem neuen Mader- Cosworth immer besser in Fahrt kommt.

Auf dem „Stockerl“ in der Division 1 stand auch Wolfgang Payr. Der PRC-BMW-Mann konnte Emanuel Pedrazza aber nicht gefährden. Doch für Platz zwei vor dem Britten Tony Sinclair (Jade-Chrysler) reichte es allemal.

Ausfalls-Pech hatte Gerd Beisel, der in Runde sechs seinen PRC-Mugen mit einer gebrochenen Radaufhängung frühzeitig abstellen musste. Lokalmadator Michael Dolak verpasste mit Platz vier nur knapp das Treppchen.

Bei den Sportwagen-Light-Fahrzeugen siegte „Tessitore“ im PRC-Opel. Hauptkonkurrent Burkhard Stricker wurde durch herumfliegendes Öl eingebremst. Jean-Claude Monbaron (CH) verzeichnete am Reynard ein Ölleck und verpasste seinem Landsmann ein veröltes Visier. Trotz dieses Handikaps wurde Stricker Zweiter vor Peter Kormann im PRC-Opel.

Bei den Formel-Light-Rennwagen setzte sich Bernd Rübig (A) im Formel VW durch. Das rundenlange Duell um Platz zwei entschied Heinz Baltensperger (Dallara-Opel) vor Klaus Tanzmann im Reynard-Opel, Manfred Kuhn fuhr auf Platz vier. Den internen Formel-König-Zweikampf gewann Marcel Baierle gegen Thomas Wolfert.

Rennen 2

Sonntagmittag legte Emanuel Pedrazza wie die Feuerwehr los und nahm seinen Verfolgern gleich zu Beginn einige Meter ab. Milavec machte sich zusammen mit Arnold Wagner auf die Verfolgung des Österreichers. Als in Runde Sechs Gerd Beisel wie Tags zuvor durch eine gebrochene Radaufhängung liegen blieb, geriet die Podestjagd der Spitzengruppe aus den Fugen.

Pedrazza und Wagner überholten langsamere Fahrzeuge bei gelber Flagge und bekamen durch die Rennleitung 25 Sekunden aufgebrummt. Dies führte zum Sieg von Peter Milavec, vor Pedrazza und Wagner.

Während Henry Büttner Platz vier erneut verteidigte und in der Division 3 aufs Podest kletterte, kam Tony Sinclair an Wolfgang Payr immer weiter heran. Payr bot alle Kräfte auf um den zweiten Rang bis ins Ziel zu retten.

Ohne Öl auf dem Visier dominierte Burkhard Stricker trotz starker Gegenwehr von „Tessitore“ die Light-Sport-Wagen und revanchierte sich für das Pech vom Vortag. Dritter wurde Georg Hallau von Arndt-Motorsport.

In der Division 4 bis 2,0 Liter der Formelrennwagen drehte Klaus Tanzmann den Spieß um und gewann vor Heinz Baltensperger. Manfred Kuhn wurde Dritter und kletterte mit aufs Podest. Alle drei Formel-Piloten profitierten allerdings vom Ausfall des Samstag-Siegers Bernd Rübig, der in Runde fünf ausschied.

Ende September steht auf dem Masaryk-Ring in Brünn (CZ) die nächste Runde an. Auf dem Motorrad-GP-Kurs könnten in den einzelnen Divisionen bereits Vorentscheidungen um das Championat fallen.

Endergebnis 1. Lauf:

1. E.Pedrazza (A), PRC-Ford 18:34.391 Minuten (174.200 km/h Schnitt)
2. P.Milavec (A), Lola-Ford-Cosworth + 1.859 Sekunden
3. A.Wagner (D), Reynard-Cosworth + 12.314
4. H.Büttner (D), Reynard-Mader-Cosworth + 37.645
5. W.Payr (A), PRC-BMW + 43.084
6. J.-C.Monbaron (CH), Reynard-Judd + 56.504
7. T.Sinclair (GB), Jade-Chrysler + 1:08.390 Minuten
8. M.Dolak (CZ), PRC-BMW + 1:15.161
9. B.Rübig (A), Formel VW + 1:32.414
10 .M.Roberts (GB), Jade-Nissan + 1 Runde

Endergebnis 2. Lauf:

1. P.Milavec (A), Lola-Ford-Cosworth 18:39.950 Minuten (173.335 km/h Schnitt)
2. E.Pedrazza (A), PRC-Ford + 18.721 Sekunden
3. A.Wagner (D), Reynard-Cosworth + 26.055
4. H.Büttner (D), Reynard-Mader-Cosworth + 29.274
5. W.Payr (A), PRC-BMW + 44.312
6. T.Sinclair (GB), Jade-Chrysler + 46.771
7. M.Dolak (CZ), PRC-BMW + 48.807
8. J.-C.Monbaron (CH), Reynard-Judd + 1:49.829 Minuten
9. M.Roberts (GB), Jade-Nissan + 1 Runden

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