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Der „Bayern-Express“ rollt weiter

Einige Absagen reduzierten das Feld der nationalen Pirelli-Lavanttal-Rallye, die im Rahmen der 2. Etappe des Staatsmeisterschafts-Laufs absolviert wurde, leider auf nur acht Teams, wovon sieben mit Challenge-Reifen ausgerüstet, also punkteberechtigt waren.

Das schon bei der Ostbayern-Rallye spürbar gewordene Interesse aus Bayern manifestierte sich in zwei Startern aus unserem Lieblings-Nachbarland, wobei beide noch nie bei derart extremen Verhältnissen auf derart schwierigen Sonderprüfungen unterwegs gewesen waren. Obwohl er angekündigt hatte, mit Reserven zu fahren, da er sich einen Abgang aufgrund einer Verpflichtung am kommenden Wochenende in Bayern nicht leisten könne, war der Challenge-Führende, der Rosenheimer Markus Stadler der überlegene Mann und feierte am Ende einen ganz klaren Sieg, womit er seinen Vorsprung auszubauen vermochte, da die Zwei-Liter-Klasse mit vier Teams wieder deutlich stärker besetzt war als die Allrad-Kategorie.

Dort hatte der beruflich in Bayern lebende Kärntner Gerhard Pegam als einziger einigermaßen den Speed, um mit Stadler mithalten zu können, nach zwei Ausritten ging allerdings zwei Prüfungen vor Schluß der Motor ein.
Platz 2 holte dadurch Challenge-Titelverteidiger Wolfgang Franek, der den Bayern Franz Auer sicher in der Hand hatte und sich damit für die Niederlage bei der Ostbayern-Rallye zu revanchieren vermochte.

Markus Benes begann auf den teilweise vereisten Gebirgsstraßen ein wenig zu vorsichtig, sein Attacke auf Auer kam viel zu spät, um noch mehr als Platz 4 möglich zu machen.
Unglücklich und glücklich zugleich der Traisener Herbert Pichler, der in der vorletzten Prüfung mit dem Heck voran in einen Wald flog, wobei es ihn beim Aufprall so sehr in die Gurte preßte, daß er keine Luft mehr bekam und kurz ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Co-Pilot Leopold Obermaier beendete dann die Prüfung für ihn, im Ziel war dem Fahrer der Schreck noch deutlich anzumerken. Nach dem Kupplungsschaden in Ostbayern hatte er aber wenigstens wieder einmal die Zielflagge gesehen.

Wieder nicht im Ziel aber der Salzburger Erich Althuber, der zwar stark begann, aber dann nicht nachlassen wollte, als in der 3. Sonderprüfung der Ventilator ausfiel. Das Resultat war eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung.

Endergebnis Nat. Pirelli-Lavanttal-Rallye:

1. Stadler/Hiendlmayer D 1:21:43
2. Franek/Brodesser A + 1:40
3. Auer/Peter D + 2:00
4. Benes/Schmirl A + 2:42
5. Schmidt/Schmidt D + 15:59
6. Pichler/Obermaier A + 16:55

Zwischenstand:

1. Stadler 55,18
2. Franek 41,91
3. Auer 38,73
4. Benes 32,15
5. Knauer 25,36

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