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Sperrer ist Favorit

Manfred Stohl rechnet trotz seines Sieges beim Saisonauftakt nicht damit, seinen Rivalen Raphael Sperrer in Kärnten erneut zu besiegen.

Manfred Stohl hat den ersten Lauf zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft vor zwei Wochen Revue passieren lassen und auch schon analysiert. Der Sieg bei der Burgenland-Rallye war zwar höchst erfreulich, ist jedoch kein Anlass dafür, dass man überzeugt ist, nun immer vor Sperrer ins Ziel zu kommen. Doch die Pause zwischen den ÖM-Läufen eins und zwei wurde intensiv genützt, um das Ford Focus WRC weiter zu verbessern und die Fahrwerksabstimmung zu optimieren.

Die Prognose für die Pirelli-Lavanttal-Rallye fällt vorsichtig aus: „Es hätte keinen Sinn, wenn wir uns jetzt selber in den Sack lügen. Wir wissen ganz genau, dass uns ein Missgeschick von Sperrer diesen Sieg ermöglich hat. Ich denke, dass wir mit dem Ford noch nicht ganz dort sind, wo wir hinwollen. So muss ich mich erst selbst an die Grenzen herantasten. Und das ist ganz schön schwierig, weil ich nicht weiß, wo die Grenzen dieses Autos überhaupt sind. “

Bevor es nach Kärnten geht, wurde noch getestet. Dabei setzte der 29 Jahre alte Pilot auf den Ideenreichtum der englischen Rennsportingenieure, denn es liegt jetzt an den Ford-Leuten selbst, das WRC noch weiter zu verbessern. Es ist entscheidend, die richtige Abstimmung für langsamere Kurven zu finden, denn eines hat man im Burgenland gesehen: Auf schnellen Passagen kann man Raphael Sperrer (Peugeot 206 WRC) Paroli bieten.

Der Favorit heißt für Manfred Stohl Raphael Sperrer: „Natürlich werden wir alles daran setzen, dass wir wieder gewinnen. Aber realistischerweise hat Raphael im Lavanttal die besseren Karten. Noch dazu ist es für mich eine jener Rallyes in Österreich, die ich überhaupt nicht kenne. Das heißt: Wenn ich am Ende nur zehn Sekunden hinter Sperrer liege, kann ich vollauf zufrieden sein und mit diesen Ergebnis für die nächsten Rallyes aufbauen. Außerdem: Bin ich knapp an ihm dran, habe ich die Chance, dass ich es ausnützen kann, falls er wieder ein kleines Problem bekommt.“

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