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Klaffenböck mit Technik-Pech

Ein Motorschaden der gar keiner war, lässt die Seitenwagenweltmeister Klaus Klaffenböck/Christian Parzer in der Weltmeisterschaft weiter an Boden verlieren.

Die beiden Oberösterreicher erreichten im heutigen Rennen von Misano trotz dieser widrigen Umstände den 5 Platz, haben aber im Gegenzug einen Sieg verschenkt.

Klaus Klaffenböck: „Es ist zum Haare raufen. Alles wäre heute für uns gelaufen. Leider hat uns die Technik wieder einmal zum Narren gehalten und das im wahrsten Sinne des Wortes.“

Zunächst lief alles nach Plan. Vom dritten Startplatz aus ins Rennen gegangen drehten die beiden Titelverteidiger auf Rang drei ihre Runde. Nach dem ersten Drittel des 20 Runden langen Rennens ging Klaffenböck zum Angriff über und übernahm die Führung.

Klaffi: „Wir sind bis zu diesem Zeitpunkt nur um den Kurs gerollt. Nachdem die Reifen ihre Betriebstemperatur hatten, haben wir angegriffen.“ Bis dahin lief also alles nach Plan. Dieser Plan, der am Ende den zweiten Saisonsieg bringen hätte sollen, wurde allerdings in Runde 10 von plötzlich auftretenden Vibrationen im Bereich des Motors durcheinander gebracht und zwar kräftig.“

„Die Vibration kamen so abrupt das ich glaubte der Motor sei kaputt. Um gröberes zu verhindern habe ich ihn gleich darauf abgestellt und das Gespann in die Wiese ausrollen lassen.“

Schon kurz danach war allerdings klar, dass es sich nicht wirklich um einen Motorschaden handelte. Die beiden nahmen das Rennen auf Platz 6 wieder auf, der Rückstand auf die Führenden war mit über 20 Sekunden aber bereits riesengroß.

Beim darauffolgenden Total-Angriff runierte man sich dann auch noch die Reifen, mehr als Platz Fünf war somit nicht mehr drinnen.

Das der zweite Saisonsieg leicht möglich gewesen wäre zeigt alleine der Umstand das die beiden in ihrer schnellsten Rennrunde um 0,5 Sekunden schneller waren als der Rest des Feldes.

Christian Parzer: „Ich weiß nicht genau was mir im Moment größerer Schmerzen bereitet. Das gebrochenen Würfelbein oder der Frust über den entgangenen Sieg.“

Für die Titelverteidigung bedeutet dieses Ergebnis allerdings nichts Gutes. Bei vier ausstehenden Rennen haben die beiden Titelverteidiger aus Österreich schon 34 Punkte Rückstand auf den führenden Jörg Steinhausen.
Klaffi: „Jetzt brauchen wir bei den nächsten Rennen bald alles Glück der Welt um unseren Titel noch erfolgreich verteidigen zu können. Solange es aber rein rechnerisch noch möglich ist werden wir alles versuchen, um dieses Ziel auch zu verwirklichen.“

Endstand:

1.Abbott/Biggs 34:19,837
2.Schlosser/Hänni +4,818
3.Steinhausen/Hopkinson +16,391
4.Hanks/Biggs +33,288
5.Klaffenböck/Parzer +33,571
6.Van Gils/Van Gils +42,822

weiters:

8.Hauzenberger/Crone +58,805
13.Doppler/Wagner + 1Lap

Meisterschaftsstand (nach 6 von 10 Läufen):

1. Steinhausen/Hopkinson 106 Punkte
2. Abbott/Biggs 96
3. Hanks/Biggs 85
4. Klaffenböck/Parzer 72
5. Schlosser/Hänni 68
6. Webster/Woodhead 50

weiters:

11. Hauzenberger/Crone 33
16. Doppler/Wagner 16

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