MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Lechner siegt, Cecotto Meister

Während sich der Salzburger Robert Lechner den Sieg auf dem Nürburgring schnappt, reicht Johnny Cecotto ein dritter Platz zur Titelverteidigung.

Johnny Cecotto verteidigte mit einem kämpferisch und taktisch klug herausgefahrenen dritten Rang beim neunten Lauf der V8STAR-Rennserie auf dem Nürburgring vorzeitig seinen V8STAR-Titel. Das Rennen gewann der Österreicher Robert Lechner vor dem Dänen Kurt Thiim.

"Das war sicher ein Rennen früher als gedacht, aber ich freue mich natürlich über die Titelverteidigung“, jubelte Johnny Cecotto nach einem 70-minütigen Tourenwagen-Krimi vor einer großen Zuschauer-Kulisse.

Von Startplatz neun aus gestartet lieferte sich der Ex-Formel 1-Pilot und zweifache Motorrad-Weltmeister aus Venezuela zahlreiche Zweikämpfe, fiel zwischenzeitlich während eines langen Boxenstopps weit zurück und kämpfte sich in der Manier eines wahren Champions wieder bis aufs Podium nach vorne.

"Es war ein hartes Rennen, und ich hätte nicht gedacht, dass ich hier die Sache klar machen kann. Es tut mir sehr leid, dass Thomas Mutsch ausgeschieden ist.“ Cecottos größter Kontrahent im Kampf um die Fahrer-Wertung in der V8STAR blieb am Nürburgring ohne Punkte:

Mit einem Folgeschaden an der Kupplung nach einem Defekt im Qualifying musste der 23 Jahre alte Bitburger enttäuscht aufgeben. Zuvor hatte sich der Youngster von MIS Sport Promotion, der in diesem Jahr bereits vier Siege verbucht hat, mit Riesenschritten von Startplatz zwölf aus nach vorne gearbeitet und zeitweise Cecotto hinter sich gelassen.

"Mein Start war gut, die erste Runde phänomenal. Ich war schon Siebter und der Speed hat gestimmt. Die Kupplungs-Explosion kam aus heiterem Himmel. Johnny und Irmscher möchte ich gratulieren: Die haben eine perfekte Saison ohne Ausfall hingelegt“, zollte der Youngster dem Routinier Tribut.

Den Sieg im von zahlreichen Ausbremsmanövern geprägten, spannenden Rennen hatten mehrere Piloten greifbar: Vom Start weg führte Roland Asch, der den aus Reihe eins gestarteten Zakspeed-Piloten Lamy und Lechner sofort die Führung abgeknöpft hatte.

Ein verpatzter Boxenstopp warf den Schwaben jedoch zurück, später bremste ihn ein schleichender Plattfuß. Nachdem sich der ehemalige Formel 1-Pilot Pedro Lamy nach dem Restart verbremste, war der Weg frei für seinen Teamkollegen Robert Lechner.

Der Salzburger trotzte den harten Attacken der Konkurrenz und fuhr seinen ersten Sieg 2002 nach Hause. "Ich bin überglücklich, ganz oben auf dem Stockerl zu stehen. Das war überfällig, denn ich war oft sehr schnell, mir fehlte aber immer wieder das nötige Rennglück. Vielen Dank ans Team“, freute er sich.

Der 10. und letzte Lauf der V8STAR-Rennserie findet am 12.10. im Motopark Oschersleben statt.

Ergebnis:
1. R.LECHNER Zakspeed-V8STAR 0:36.22,844
2. K.THIIM SST-V8STAR + 0.04,537
3. J.CECOTTO Irmscher-V8STAR + 0.14,017
4. P.LAMY Zakspeed-V8STAR + 0.15,893
5. S.WIDMANN SST-V8STAR + 0.40,758
6. C.HOHENADEL Grohs-V8STAR + 0.44,839
7. H.BECKER Zakspeed-V8STAR + 0.53,265
8. B.LEUENBERGER PoleVision-V8STAR + 0.53,645
9. G.GIUDICI Ryll-V8STAR + 0.55,281
10. E.LOHR JAG-V8STAR + 0.59,778

Punktestand nach 9 von 10 Läufen:
1. Johnny Cecotto, 265 Punkte;
2. Robert Lechner und Thomas Mutsch, je 227;
4. Steffen Widmann, 225;
5. Roland Asch, 209;
6. Kris Nissen, 203.

News aus anderen Motorline-Channels:

V8-Star: Nürburgring

Weitere Artikel:

Emil-Frey-Team liefert Überraschung

Pinker Ferrari in der DTM!

Wieso der Emil-Frey-Ferrari in der DTM-Saison 2026 plötzlich pink ist, welcher Hochkaräter Jack Aitken nachfolgt und was aus dem geplanten dritten Auto wird

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war

Der Weltverband FIA hat die Formel-1-Fahrer um Feedback gebeten und zeigt sich offen für Anpassungen: Dennoch sei "neunzig Prozent" der Arbeit bereits gut erledigt

Bortolotti verlässt Abt!

Grasser zeigt neuen Lambo und Duo 2026

DTM-Star Mirko Bortolotti verlässt Abt nach nur einem Jahr und gibt 2026 sein Comeback beim Grasser-Team: Wer im Temerario-Debütjahr sein Teamkollege wird