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Inside out

Der Mitsubishi Outlander präsentiert sich nach der Modellpflege fescher und hochwertiger. Wir fühlen ihm im Fahrbericht auf den Zahn.

mid/ts

Optisch präsentiert sich der 4,70 Meter lange Mitsubishi Outlander nach dem Facelift schicker: Ein paar Chrom-Leisten hier und da, 18-Zoll-Felgen und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger und Schweller verleihen ihm eine Portion des vielbeschworenen "Premium-Charakters".

Operation gelungen also. Die Hauptscheinwerfer arbeiten jetzt außerdem ab der mittleren Ausstattungslinie wie das Tagfahrlicht mit LED-Technik.

Auch im Innenraum gibt sich der Outlander nun hochwertiger. Teile des Armaturenbretts und der Türen sind nun "Soft-Touch"-Oberflächen, die nicht nur gut aussehen, sondern sich auch gut anfühlen.

Gänzlich verbannt hat Mitsubishi das Hartplastik aber nicht. Und die als "Ziereinsätze mit holzähnlicher Oberfläche" bezeichneten Leisten hat Mitsubishi eher halbherzig umgesetzt. Die in der gefahrenen höchsten Ausstattungslinie serienmäßigen Sitze mit Lederbezug sind bequem, bieten jedoch recht wenig Seitenhalt, wenn es einmal schneller in die Kurve geht.

Sowohl optisch als auch haptisch ansprechend ist das neue Vierspeichen-Lederlenkrad. Bei der Umgestaltung der Mittelkonsole und des Armaturenbretts sollten die japanischen Ingenieure aber nochmals Hand anlegen.

Denn die Anordnung der Bedienelemente ist wenig gelungen. Die Schalter für Assistenz-Systeme wie Spur- und Abstands-Warner zum Beispiel sind links hinter dem Lenkrad versteckt und damit während der Fahrt kaum zu bedienen.

Lob gebührt Mitsubishi dagegen für die Musikanlage, die satten Klang liefert und dank Subwoofer im Kofferraum auch basslastige Stücke hervorragend wiedergibt. Die Smartphone-Anbindung ist etwas kompliziert, funktioniert aber einwandfrei. Ebenfalls sehr gut: Eine verbesserte Dämmung macht den Outlander auch bei Geschwindigkeiten weit über 100 km/h fast zu einem Ort der Ruhe.

Beim Outlander kommen wie bisher entweder ein 150 PS starker Zweiliter-Benziner, ein genauso großer und starker 2,2-Liter-Diesel oder der Plug-in-Hybridantrieb zum Einsatz - letzterer wurde überarbeitet.

Ein 2,0-Liter-Benziner mit 89 kW/121 PS und gleich zwei E-Motoren mit jeweils 60 kW/82 PS arbeiten durchaus harmonisch zusammen. Dennoch beschleunigt das große SUV nicht gerade vehement, nämlich in 11,0 Sekunden auf 100 km/h. Benziner und Diesel schaffen diese Übung in jeweils 10,6 Sekunden.

Aufgerüstet hat Mitsubishi in Sachen Sicherheit. So hat der Outlander nun das sogenannte "Unintended Acceleration Mitigation System" an Bord, das beim Anfahren bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h vor Hindernissen bis zu vier Meter vor oder hinter dem Fahrzeug warnt.

Eine neue 360-Grad-Kamera stellt ab der mittleren Ausstattung "Plus" das Fahrzeug aus der Vogelperspektive dar und erleichtert so das Rangieren sowie Parkmanöver in beengter Umgebung. Zudem kann der Fahrer auf einen Park-Assistenten ausweichen.

Der Spurhalteassistent warnt den Fahrer oberhalb von 65 km/h und bei mindestens 2,60 breiter Fahrspur bei unbeabsichtigtem Verlassen akustisch und visuell. Zudem gibt es ein Auffahrwarn-System mit Radareinheit, das auch als Abstandsregel-Tempomat fungiert.

Die Einstiegsvariante "Intense" hat diese Features nicht an Bord, dafür einen schlagkräftigen Preis: Bereits ab 21.390 Euro ist man mit dem frontgetriebenen Benziner dabei, der Diesel kostet in Verbindung mit Allradantrieb und besserer Ausstattung "Intense" ab 29.890 Euro. Der Hybride ist wie gehabt ab 39.900 Euro erhältlich.

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