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Neuer Seat Tarraco - erster Test Seat Tarraco 2018

Neue Größe

Der Seat Tarraco schließt als neues Topmodell die SUV-Palette der Marke nach oben ab. Wir bitten das 4,74-Meter-Auto zum ersten Test.

Georg Koman

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Nach Jahren der Durststrecke geht es Seat so gut wie noch nie. Im erfolgreichsten Exportmarkt Österreich wird der Marktanteil zum Jahresende erstmals über fünf Prozent liegen (Deutschland: 3,6 Prozent). Nur im Heimland Spanien liegt der Marktanteil mit 8,2 Prozent höher.

Mitverantwortlich für den Höhenflug ist neben gutem Design, fairen Preisen und fünf Jahren Fahrzeuggarantie vor allem die aktuelle SUV-Offensive. Nach dem mittelgroßen Ateca und dem kleinen Arona folgt nun der große Tarraco.

Technisch gesehen ist der neue Tarraco (= antiker Name der katalanischen 130.000-Einwohner-Stadt Tarragona, der in einer groß angelegten Online-Wahl vom Publikum favorisiert worden war) ein um 38 Zentimeter verlängerter Ateca und damit gleich lang wie Skoda Kodiaq und VW Tiguan Allspace.

Klarerweise kommt einem die Silhouette bekannt vor. Seat begnügte sich aber nicht damit, den Ateca einfach zu verlängern, sondern verpasste dem Tarraco ein völlig eigenständiges Front- und Heckdesign. Vorne läuft die Sache statt kleinem Kühlergrill und großem Lufteinlass darunter (wie bei Arona und Ateca) nunmehr genau umgekehrt. Auch das Heck geriet mit seinem durchgehenden LED-Leuchtenband absolut eigenständig. Sowohl der neue Sechseck-Kühlergrill als auch das Leuchtenband sollen zu künftigen Seat-Markenzeichen werden.

Der Tarraco wird übrigens der erste Seat sein, der nicht im - inzwischen ausgelasteten - Stammwerk in Martorell bei Barcelona gebaut wird, sondern in Wolfsburg.

Das Platzangebot des 4,74-Meter-SUV ist großzügig - vorne genauso wie hinten. Die Fondbank lässt sich nicht nur geteilt umklappen, sondern auch verschieben, was einem die Wahl zwischen viel Beinraum und viel Kofferraum, oder weniger Beinraum und noch mehr Kofferraum lässt.

Das Ladevolumen ist so oder so riesig und beträgt zwischen 720 und 1.920 Litern. Um 920 Euro Aufpreis kann man den Tarraco auch als Siebensitzer bestellen, ganz hinten ist dann aber nur Platz für Kinder.

Auch das Cockpit wurde nicht vom Ateca übernommen, sondern neu und jedenfalls edler gestaltet. Es dominiert ein schöner Touchscreen im Tablet-Stil, der perfekt im Sichtfeld positioniert ist. Dazu gibt es auf Wunsch digitalisierte Armaturen.

im Gegensatz zu seinen Brüdern von Skoda und VW ist der neue Seat straffer gefedert, das ist einfach dem sportlicheren Ruf der Katalanen-Marke geschuldet. Straffer heißt in diesem Fall mehr Feedback beim Kurven, aber immer noch genügend Komfort. Auch die direkt-präzise Lenkung geht als angenehm sportlich durch.

An Elektro-Wächtern gibt es Notbrems- und aktiven Spurhalteassistenten serienmäßig, Totwinkel-Assistent, Verkehrszeichenerkennung, Stau-Assistent, Radar-Tempomat und Fernlicht-Automatik sind optional erhältlich.

Die Antriebspalette umfasst benzinerseitig zwei Motoren: einen 1.5-Liter-TSI mit vier Zylindern und 110 kW/150 PS in Verbindung mit 6-Gang-Schaltgetriebe und Vorderradantrieb (ab 33.490 Euro) sowie einen 2.0-Liter-TSI mit 140 kW/190 PS, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb (ab 45.290 Euro).

Gedieselt wird mit dem bewährten 2.0-Liter-TDI, der ebenfalls mit 110 kW/150 PS, Schaltgetriebe und Vorderradantrieb (ab 37.790 Euro), oder mit 140 kW/190 PS samt Allrad und DSG-Automatik (ab 48.890 Euro) erhältlich ist. Im Jahr 2020 soll ein 210 PS starker Benziner mit Plug-in-Hybrid folgen.

Der neue Seat Tarraco ist ab sofort bestellbar, ausgeliefert wird er ab Februar 2019. Zu Beginn gibt es einen "Frühbucherbonus" von 1.500 Euro, zusätzlich auch noch Boni für Leasing, Versicherung und Service. Bei Beanspruchen aller Vergünstigungen lautet der Einstiegspreis 29.990 Euro. Und bis Mitte des Jahres 2019 gibt es für jede Motorisierung den elektrischen KickScooter eXS gratis dazu, der auch ohne Auto erhältlich ist - dann allerdings um 599 Euro.

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