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Skoda: breit gefächertes Allrad-Angebot

Sicherheit & Fahrspaß

Skoda präsentierte die Fahrkünste seiner Allradmodelle Octavia, Superb, Karoq und Kodiaq on- wie offroad im burgenländischen Stotzing.

Text: Georg Koman; Fotos: Christian Houdek

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Die ersten Versuche mit einem Mehrachsen-Antrieb wurden in der Skoda-Heimat Mladá Boleslav bereits in den späten 1930er Jahren unternommen. Die aktuelle 4×4-Erfolgsstory, deren erstes Kapitel mit einem Octavia Combi 4×4 geschrieben wurde, begann im Jahre 1999.

Seitdem hat Skoda insgesamt mehr als 700.000 Allradfahrzeuge produziert. Zum Octavia gesellten sich später Yeti und Superb, derzeit sind es vier Modelle: Octavia, Superb, Kodiaq und Karoq.

Im Rallye-Bereich feierte Skoda 2017 das erfolgreichste Jahr in der 117-jährigen Motorsport-Geschichte. In der vergangenen Saison sammelte der Fabia R5 in der WRC2-Kategorie der Rallye-WM ebenso Erfolge wie in überregionalen und nationalen Meisterschaften (z.B. Raimund Baumschlager). Die Werksfahrer Pontus Tidemand/Jonas Andersson (S/S) konnten die WRC2 2017 sogar für sich entscheiden.

Alle aktuellen 4×4-Modelle der Marke verfügen über Allradtechnik auf Basis einer elektronisch geregelten Lamellenkupplung der fünften Generation. Das Allradsystem arbeitet elektronisch gesteuert, präzise und schnell. Das Steuergerät errechnet permanent die ideale Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Im Schubbetrieb oder bei geringerer Last erfolgt der Antrieb verbrauchsschonend zu 96 Prozent über die Vorderachse.

Dieses Verhältnis beträgt im 4x4-Betrieb 50:50, bei Extrembedingungen (die Vorderräder befinden sich z.B. auf einer Eisplatte) können auch 96 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse geleitet werden. Sollte nur ein einziges Rad Grip aufbauen können, leitet die Elektronik bis zu 75 Prozent der Power an dieses eine Rad.

Im anspruchsvollen Gelände des ÖAMTC-Offroadzentrums Stotzing (Burgenland) schlugen sich die SUV-Modelle Karoq und Kodiaq denn auch wacker. Trotz widrig-schlammiger Bedingungen kämpften sie sich überall durch, Grenzen setzten bestenfalls die Serien-Reifen.

Einem solchen Test von Antrieb, Bodenfreiheit und Verschränkung unterziehen Normalfahrer ihren Allrad-Skoda wohl selten. Dennoch gilt: Mit 4x4 ist man bei rutschigen Verhältnissen einfach sicherer unterwegs. Was nicht nur Schotter, Schnee und Eis bedeutet, sondern auch schon regennasse Straßen.

Was mit den bodennahen Modellen Octavia und Superb auf den an diesem verregneten Tag nassen Straßen zwischen Eisenstadt und Stotzing (sprich: dem Leithagebirge) gut nachvollziehbar ist.

Biegt man etwa aus einer Nachrangstraße optimistisch rechts ab, weil der auf der Vorrangstraße nunmehr von hinten kommende Verkehr ohnehin weit weg ist, kann man schon einmal gehörig ins Schwitzen kommen, wenn die Vorderräder bloß hilflos scharren, oder die Kraft der Hinterräder lediglich in der Traktionskontrolle verpufft. Nicht so mit Allradantrieb: Gas geben und ab geht es. Nässe interessiert dann weder den Fahrer noch das Auto noch den nachkommenden Verkehrsteilnehmer.

Souveränität pur. Kein Wunder daher, dass der Allrad-Anteil bei Skoda entsprechend hoch ist. Beim Kodiaq sind es weltweit 60 Prozent, in Österreich sogar 80 Prozent. Dazu kommt die erhöhte Anhängelast von bis zu 2.500 Kilogramm, etwa 25 Prozent mehr als bei den Fronttrieblern.

Derzeit gibt es bei Skoda 13 verschiedene Allrad-Varianten. Für Octavia, Superb und Kodiaq auch die um zwei Zentimeter höher gelegten und optisch robusteren "Scout"-Versionen. Der Allrad-Aufpreis beträgt - je nach Modell - zwischen 2.500 und ca. 3.500 Euro. Der günstigste 4x4-Skoda ist der Octavia 2.0 TDI 150 Ambition um 31.700 Euro, der Karoq startet mit gleicher Motorisierung bei 33.720 Euro, Kodiaq und Superb 4x4 gibt es ab rund 35.000 Euro.

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