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Audi Q3 Sportback - erster Test

Auf der Welle

Der Audi Q3 Sportback soll als Crossover-Coupé frischen Wind in die Q3-Reihe bringen und auf der SUV-Erfolgswelle reiten. Erster Test.

mid/rhu

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Bis zum Ende der Motorhaube ist der neue Audi Q3 Sportback mit seinem Bruder Audi Q3 identisch. Geboten sind also ein ziemlich großer Singelframe-Kühlergrill mit darunter angeordneten, trapezförmigen Lufteinlässen, schmale Scheinwerfer, auf Wunsch mit Matrix-Technologie.

Dann beginnen die Unterschiede: Den Neuen kennzeichnen eine flacher gestellte Frontscheibe, ein elegant geschwungenes Dach samt angeschlossenem Spoiler und eine deutlich in Richtung Knackigkeit modifizierte Heckpartie.

Die nach unten abschließende Spange ist in der Chromoptik-Variante ist allerdings ein bisschen gewollt cool ausgefallen, in Schwarz wirkt sie deutlich stimmiger. Obwohl: Auch dieses Design-Detail fällt wie die etwas abgesenkte Seitenlinie im Q8-Stil wieder mal unter das Thema Geschmack - und darüber kann man ja bekanntlich munter und stundenlang streiten.

Um 29 Millimeter ist der Sportback flacher als der "Original"-Q3, um 16 Millimeter länger und um sechs Millimeter schmaler. Das klingt nicht nach viel, doch im direkten Vergleich wirkt das pure SUV doch eine ganze Portion behäbiger.

Die inneren Werte des Sportback sind weitgehend mit denen des Bruders identisch. Der Kofferraum hinter der verschiebbaren Rückbank fasst ordentliche 530 bis 1.400 Liter, das Cockpit ist auf Wunsch voll digital ausgeführt. Konnektivität und Infotainment sind auf demselben Stand. Nur dass jetzt optional die Dienste von Amazons Alexa in Anspruch genommen werden können - beispielsweise auch in Kombination mit dem smarten Zuhause. Den Zugriff auf mehr als 80.000 Skills soll die virtuelle Helferin ermöglichen.

Zum Start im Oktober bietet Audi den Q3 Sportback mit einem Vierzylinder-Benziner mit 150 PS und einem gleich starken TDI an, beide Maschinen sind mit Frontantrieb kombiniert. Dazu kommt später ein 1.5 TFSI mit Riemenstarter-Generator und 48 Volt-Mildhybridtechnik, die durch eine ganze Reihe von Einzelmaßnahmen um die 0,4 Liter Sprit je 100 Kilometer sparen soll.

Spitzenmotorisierung ist zum Einstand des Coupé-SUV der 2.0 TFSI mit 230 PS und S tronic-Getriebe und Allradantrieb, der beim ersten Kennenlernen einen angenehm kultivierten und munteren Eindruck machte, aber nicht so wirkte, als wisse er gar nicht, wohin mit all seiner Kraft. Auf den Testfahrten von Basel durch den Schwarzwald mit einigen Bergetappen komsumierte das Aggregat laut Bordcomputer rund zehn Liter Super je 100 Kilometer - weniger ist definitiv möglich, etwa wenn der Fahrmodus Economy gewählt wird.

Beim Fahrwerk und Lenkung setzt Audi einen Schwerpunkt auf Dynamik. So sind grundsätzlich die direkte, in schnellen Kurven aber etwas indifferent wirkende Progressivlenkung, das Sportfahrwerk und das Fahrdynamiksystem Audi drive select mit sechs Fahrprofilen installiert. Als aufpreisfreie Alternative bietet Audi auch ein Komfortfahrwerk an. Und: Optional ist auch noch ein Fahrwerk mit Dämpfer-Regelung plus Bergabfahrassistent zu haben.

Die Preisliste für den Q3 Sportback startet in Deutschland bei 36.000 Euro für den 150-PS-TFSI mit Zylinderabschaltung. Die beiden gleich starken Diesel kosten mit Allradantrieb und Sechsgang-Handschaltung oder mit Frontantrieb und 7-Gang-S tronic jeweils ab 40.200 Euro erhältlich. Das 230 PS-Spitzenmodell startet bei 46.200 Euro. Gleich zur Markteinführung legt Audi auch noch die etwa mit Matrix-LED-Licht, dem S Line-Paket oder 20-Zöllern ausstaffierte Edition One auf. Deren Basispreis soll laut der Ingolstädter knapp unter 60.000 Euro liegen.

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