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Crossover Kia XCeed - im ersten Test

Hoffnungsvoller Nachwuchs

Am 21. September steht erstmals der Kia XCeed beim Händler. Ein Auto, das die speziellen Merkmale von SUV und Coupe in sich vereinigt. Erster Test.

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Der Kia XCeed positioniert sich im immer noch wachsenden Segment der CUV/SUV, in einem Bereich, der einst vom Nissan Qashqai entdeckt wurde: dem Crossover. Dabei spielen weniger die Geländetauglichkeit und der Allradantrieb eine Rolle, sondern das Lifestyle-Design und die erhöhte Sitzposition.

Er verbindet sozusagen die Vorzüge eines SUV mit dem sportlichen Auftreten und dem dynamischen Handling einen Kompaktwagens. Ausgestattet ist der Crossover auf Basis des Ceed mit allem, was Kia im Moment an Assistenzsystemen im Regal hat. Besonderen Wert legten die Entwickler auf die Abstimmung des Fahrwerkes, das nicht nur sportlich anspricht - was auf den Küstenstraßen bei Marseille zu erfahren war - sondern auch schlechte Straßenbeläge klaglos schluckt.

Schon äußerlich hebt sich der kia XCeed deutlich von seinen Schwestermodellen ab: Coupeartige Dachlinie, bullige Heckansicht und um 3,7 Zentimeter höhere Bodenfreiheit geben dem Crossover ein ganz eigenes Ansehen. Gegenüber der Limousine ist er um 8,5 Zentimeter gewachsen. Der Radstand (2,65 Meter) ist gleich geblieben, die Karosserieüberhänge vorne und hinten wurden länger. Das bedeutet, dass Fahrer, Beifahrer und Fondpassagiere deutlich mehr Kopf-, Bein- und Schulterfreiheit genießen. Außerdem kann der XCeed mehr Gepäck unterbringen (426 Liter), übrigens auch mehr als die meisten Mitbewerber.

Der Innenraum lässt keine Wünsche übrig - besonders die zum Verkaufsstart angebotenen "Launch Edition" sorgt mit gelben Applikationen auf schwarzem Kunststoff für ein modernes Gesicht. Mit dem neuen 12,3-Zoll-HD-Display feiert im Cockpit des XCeed das erste voll digitale Kombiinstrument von Kia Premiere. Der 10,25-Zoll große Bildschirm des Navigationssystems lässt sich in bis zu drei Sektionen unterteilen. Er bildet zugleich die Schnittstelle zu den neuen Online-Diensten von Kia, auf die es, wie für die Technik, sieben Jahre Garantie gibt.

Motorisiert ist der XCeed mit den Aggregaten, die man auch von den Schwestermodellen kennt, drei Benzinern und zwei Dieseln. Das Leistungsspektrum reicht von 115 bis 204 PS - alle Aggregate erreichen die Euro 6d Temp-Norm. Der schnellste XCeed ist der mit dem 204 PS starken 1.6 Liter-Benziner, der in 7,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer sprintet und es bis zu 220 km/h schafft. Neben dem Schaltgetriebe bietet Kia für die stärkeren Motorisierungen optional ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit Sportmodus an.

Zu haben ist der Kia XCeed in vier Versionen. Schon die Einstiegsversion "Titan" (Deutschland: "Edition 7") ist gut ausstaffiert. Über die Varianten "Silber" (D: "Vision") und "Gold" (D: "Spirit") geht es schließlich zur Topausstattung "Platin" (D: "Platinum").

Die Ausstattung schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Die Einstiegsversion mit kleinem Benziner gibt es in Österreich ab 21.790 Euro (D: 21.390 Euro), für den Platin müssen mindestens 31.990 Euro (D: 33.640 Euro) auf den Tisch gelegt werden.

Noch ein SUV-artiges Fahrzeug in einem Segment, das von Kia schon mit Sportage, Stonic und Niro gut besetzt ist. Ist da nicht eine Kannibalisierung zu befürchten? Laut Kia sprechen die drei SUV und der Crossover jeweils unterschiedliche Kundenschichten an.

Dabei werden wohl der 1.6 Liter-Benziner (65 Prozent) und der 1.4-Liter Benziner (15 Prozent) den Großteil der Verkäufe ausmachen. Aber auch die Diesel behaupten sich und sind über die gesamte Marke hinweg gesehen auf dem Vormarsch. Insgesamt haben sich die Selbstzünder-Verkäufe um vier Prozent gesteigert, bei den Privatkunden sind es sogar 17 Prozent.

Alternative Antriebe werden auch für die Ceed-Familie eine zunehmende Rolle spielen. Ab 2020 wird es alle vier Modelle als Mild-Hybride geben; außerdem werden der Ceed SW (Kombi) und der XCeed auch mit einem Plug in-Hybrid angeboten.

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