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Neuer Mitsubishi L200 - erster Test

Lust auf Laster

Midsize-Pick-ups erfreuen sich auch in Europa immer größerer Beliebtheit, da kommt der neue Mitsubishi L200 gerade recht. Erster Test.

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Midsize-Pick-ups erfreuen sich auch in Europa immer größerer Beliebtheit, nicht nur auf der Baustelle, im Weinberg oder auf der Pirsch, sondern aufgrund ihrer steuerlichen Begünstigung (vosteuerabzugsfähig, in Österreich zusätzlich NoVA-befreit) auch bei Freiberuflern.

Kein Neuland für Mitsubishi: Seit 40 Jahren ist der L200 mit knapp fünf Millionen Fahrzeugen in 150 Ländern der Erde eine feste Größe als Arbeitstier und Freund für jedes Abenteuer.

Mit dem neuen L200 wollen sich die Japaner ein Stück vom wachsenden Erfolg diese Fahrzeugklasse sichern. Für einen starken Auftritt wurden ihm eine neue Optik, weitere Assistenzsysteme, ein verbessertes Fahrwerk und bissigere Bremsen mit auf den Weg gegeben.

Die Front des um zwei Zentimeter verlängerten und jetzt 5,30 Meter langen L200, dessen Ladefläche unverändert mindestens 1,52 Meter misst, wirkt mit der größer dimensionierten Schürze rustikaler. Von weich gezeichneten Rundungen nahmen die Designer Abschied. Aus den schmalen Scheinwerfern blinkt er angriffslustig und mit einiger Fantasie kann man unter der um vier Zentimeter angehobenen Motorhaube sogar gebogene Hörner wie bei einem Stier ausmachen. Robustere Stoßfänger, breitere Trittbretter und scharfe Kanten am Heck lassen zusätzlich keinen Zweifel an seinem wahren Einsatzgebiet aufkommen.

"Kundenumfragen weltweit haben ergeben, dass der L200 kerniger und robuster werden soll", betont Bernard Loire, seit dem vergangenen Jahr Präsident und CEO von Mitsubishi Motors Europa, anlässlich der Präsentation der sechsten Generation des L200 in Andalusien. Jetzt entspräche sein optischer Auftritt auch seinen realen Fähigkeiten, ist Loire überzeugt.

Weltweit wird der L200 nur noch als Club Cab und als Double Cab, aber nicht mehr als Single Cab angeboten. Der Innenraum wirkt hochwertiger, die neu konturierten Vordersitze sind bequem. Weil er in erster Linie aber immer noch Arbeitstier und kein weichgespülter Lifestyler sein soll, standen weder Leiterrahmen noch Blattfedern zur Diskussion.

Auch jetzt geht es knochig auf unwegsamer Strecke mit Geröll und Schlaglöchern zur Sache. Um genügend Kraft braucht man sich bei dem neuen 2,2 Liter Vierzylinder-Turbodiesel mit 150 PS und 400 Nm maximalem Drehmoment keine Sorgen zu machen. Akustisch deutlich vernehmbar kommt er nach einem spürbaren Turboloch nachdrücklich zur Sache. Die Lenkung ist so leicht wie das Fahrwerk rustikal.

Eine neue Offroad-Traktionskontrolle mit vier wählbaren Fahrmodi, eine Bergabfahrhilfe und der permanente Allradantrieb in Kombination mit einer Geländeuntersetzung sowie die neue 360-Grad-Kamera nehmen die Sorge, im unwegsamen Gelände zu versagen.

Auf einen ziemlich winzigen Touchscreen - nicht viel größer als ein marktübliches Smartphone quer gelegt - erscheint auf nach dem Druck auf eine Lenkradtaste das Abbild der unübersichtlichen Umgebung, in die sich der L200 gerade vortastet.

Wieder zurück auf dem Asphalt, assistieren fahrerfreundliche Systeme wie ein Auffahrwarnsystem inclusive Fußgänger-Erkennung, Notbremsassistent sowie ein Fernlicht-, Totwinkel - und Ausparkassistent. Ein umfangreiches Zubehörprogramm macht den L200 zum passenden Partner überall da, wo Robustheit und Zuverlässigkeit gefragt sind. Eine Anhängelast von 3.500 Kilogramm prädestiniert den L200 darüber hinaus als Zugmaschine für zwei Pferde oder ein großes Boot. Die Preisliste startet bei 29.690 Euro.

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