4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

K-Modelle komplettiert

Skoda rundet seine SUV-Familie mit dem dritten K-Modell nach unten ab: Auf Kodiaq und Karoq folgt der Kamiq. Wir testen das praktische City-SUV.

mid/asg

Die Beliebtheit der Auto-Gattung SUV steigt ungebremst weiter. Insbesondere kleinere Exemplare, deren Verbreitungsgebiet eher die City und deren Umgebung ist, fahren voll im Trend.

Auch VW-Tochter Skoda rundet ihre SUV-Familie jetzt nach unten mit dem dritten K-Modell ab. Auf Kodiaq und Karoq folgt der Kamiq. Bei der Namensgebung bleiben die Tschechen konsequent: SUV-Namen beginnen mit einem "K" und enden mit einem "Q". Ebenso konsequent verzichten sie bei dem kleinen Crossover auf einen Allradantrieb.

Optisch erinnert der 4,24 Meter lange Kamiq an den zivilen, technisch eng verwandten, Skoda Scala, wirkt aber mit seinen sechs Zentimetern mehr an Höhe und großzügiger Bodenfreiheit gewollt robuster. Die zweigeteilten Scheinwerfer mit dem obenliegenden Tagfahrlicht erinnern etwas an das Gesicht von Citroën. Bei Bedarf sorgt ein optionaler Unterbodenschutz für noch mehr SUV-Optik. Als erstes Skoda-SUV in Europa ziert die Heckklappe der Markenschriftzug, der wie schon beim Scala das Logo ersetzt.

Im Inneren wartet der Kamiq mit einem optionalen 10,25 Zoll großem virtuellen Cockpit und einem freistehenden 9,2 Zoll-Bildschirm auf. Die Instrumententafel und die vorderen Türverkleidungen profitieren von geschäumtem Oberflächenmaterial und fühlen sich gut an. Ganz auf Hartplastik verzichten die Tschechen natürlich nicht, dennoch wirkt das Interieur insgesamt wertig.

Das Platzangebot vorne wie hinten ist dank des Radstands von 2,65 Meter gut, auch für größere Passagiere bleibt hinten genügend Kopf und Kniefreiheit, allerdings ist die Fondbank im Gegensatz zum VW T-Cross nicht verschiebbar.

Das Gepäckraumvolumen beträgt bei umgeklappten Rücksitzen fast 1.400 Liter. Eine für einen Kleinwagen schon beeindruckende Hausnummer und ein Renommee der Tschechen.

Bei voller Besetzung bleiben für das Gepäck hinter der auf Wunsch elektrisch schließenden Heckklappe 400 Liter Ladevolumen - im Klassenvergleich kein so epochaler Wert wie das Maximalvolumen, aber auch eher am oberen Ende der City-SUV angesiedelt.

Der optionale Türkantenschutz (Bild links), der beim Öffnen der Türen automatisch ausklappt, vermeidet in engen Parklücken Schäden an eigenen und an fremden Fahrzeugen und gehört zu den "Simply Clever" Ideen, die das Leben in einem Skoda einfacher machen.

Wie auch der Eiskratzer hinter dem Tankdeckel, die herausnehmbare Taschenlampe an der Seitenwand des Kofferraums, die putzigen kleinen Abfalleimer für Fahrer und Beifahrer in den Türen sowie die Taste im Gepäckraum, über die sich die optionale schwenkbare Anhängerkupplung elektrisch entriegeln lässt.

Der Skoda Kamiq wird zum Marktstart im Spätsommer mit zwei Turbo-Dreizylindern mit 95 PS oder 115 PS sowie einem 1,6 Liter Diesel mit ebenfalls 115 PS angeboten. Die Kraftübertragung erfolgt bei der Einstiegsmotorisierung ausschließlich über eine Fünfgangschaltung, die anderen Motoren können alternativ zu einem Sechsgang-Schaltgetriebe mit einem Siebengang-DSG kombiniert werden. Zum Herbst kommt ein 1,5 Liter TSI 150 PS dazu.

Auf kurviger Strecke im Elsass sorgt der gut gedämmte Dreizylinder mit 115 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe im Zusammenspiel mit einer angenehm direkten Lenkung für soliden Vortrieb bei agilem Kurvenfahrverhalten. Bei gröberen Steigungen geht der gleich starke Selbstzünder allerdings mit deutlich mehr Nachdruck ans Werk.

Der Preis für den Skoda Kamiq startet in Deutschland mit 95-PS-Benziner und Einstiegsausstattung Active bei 17.950 Euro. Serienmäßig an Bord sind unter anderem ein City-Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, ein Spurhalte- und Fernlichtassistent, aber keine Klimaanlage. In Österreich wird sehr wohl serienmäßig klimatisiert, dafür beträgt der Einstiegstarif für den 95 PS starken Kamiq 1.0 TSI Active 19.570 Euro.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Limitiert auf 2.500 Exemplare

Der Elfer wird zum Wüstenfuchs

911 Dakar nennt Porsche den ersten und bislang einzigen Offroad-Elfer aller Zeiten. Wer will, kann sogar 170 km/h im Offroad-Modus fahren.

Double Cab Pick-Up mit BMW-Power

Ineos Grenadier Quartermaster enthüllt

Robust, praktisch und im Gelände unschlagbar; das und nicht weniger verspricht Grenadier für ihr nunmehr zweites Modell, den Quartermaster. Dieser kann ab 01. August in Österreich bestellt werden.

Dritte Sitzreihen in Autos sind oft nur Notlösungen; gerade geräumig genug für Kinder und kurze Strecken. Hier nicht. Im größten Defender aller Zeiten haben tatsächlich acht Erwachsene Platz. Ja verdammt, in der dritten Sitzreihe gibt’s sogar Sitzheizung und ein eigenes Panoramadach!

Marktstart ist bereits dieses Jahr

Ford Ranger Raptor enthüllt: bulliger Look, viel Power

Die letzten werden die ersten sein, heißt es doch: Während er "normale" Ranger erst 2023 auf den Markt kommt, darf der nun vorgestellte Ranger Raptor, samt seinen 288 PS und feinstem V6-Sound bereits dieses Jahr mit uns in Sand und Dreck spielen. In manchen Märkten gar schon im Sommer.

150.000 Euro nur für den Umbau

Das ist der delta4x4 Rolls Royce Cullinan

Ein Rolls-Royce parkt fast immer in der Garage oder steht an der Pforte eines Palast-Hotels parat. Doch geht es auch ganz anders, wie die Off Road-Experten von delta4x4 demonstrieren.

Der späte Vogel überfährt den Wurm

Ford Ranger Raptor im Test

Die Autowelt ist im Umbruch. Und dann ist da Ford. Die hauen, vermutlich ala „wann, wenn nicht jetzt noch schnell“, die Neuauflage ihres Pick-up-Bestsellers mit dem Motor aus dem Ford GT, einem Bodykit aus Bubenträumen und dem Fahrwerk eines Baja-Rennwagens raus. Komplett vorbei am Markt? Vielleicht. Trotzdem großartig? Verflucht ja.