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Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Allgrip flash - im Test Suzuki SX4 S-Cross 2017

Gestärkte Front

Dank neuem Frontdesign wurde der Suzuki SX4 S-Cross zum Charakterkopf. Wir testen die Facelift-Version mit 140-PS-Benziner, Allrad und Automatik.

Text: Michael Noir Trawniczek
Fotos: Sabine Sommer

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Beim Facelift des 2013 eingeführten Suzuki SX4 S-Cross wurden Motorhaube und Frontschürzen heftig modifiziert, neue Scheinwerfer implementiert.

Der deutlich massivere Kühlergrill verleiht dem Kompakt-SUV eine kraftvolle Aura, die Streben des Kühlergrills sind nun vertikal statt wie bisher horizontal angelegt. Aus einem eher unscheinbaren Mitläufer wurde ein Eyecatcher.

Zudem fügte man zwei neue Benzin-Motoren mit Turboaufladung ("BoosterJet") hinzu: Der aus dem Baleno bekannte Einliter-Dreizylindermotor und jenes 1,4 Liter-Vierzylinder-Aggregat, das sich in unserem Testwagen befindet. Dieser ist auch mit Allradantrieb und einer 6-Gang-Automatik ausgestattet.

Unser Testauto rollt in der geradezu luxuriösen Top-Ausstattung „Flash“ an. Diese inkludiert Klimaautomatik, Navigation, Lederpolsterung, LED-Scheinwerfer, Panorama-Glasschiebedach, adaptiven Tempomat, automatisch abblendenden Innenspiegel, Sitzheizung vorne, Schaltwippen, Audio-System mit Smartphone-Anbindung, schlüssellosen Zugang, Licht- und Regensensor, Berganfahrhilfe, Fahrer-Knieairbag, Einparkhilfe vorne und hinten sowie Rückfahrkamera und 17 Zoll Alu-Felgen.

Beim Einstieg erwartet einen ein ergonomisch gelungenes Cockpit. Das in der Mittelkonsole angebrachte Infotainmentsystem ist bekannt aus dem Vitara und lässt sich dank des großzügig ausgefallenen Touchscreens sehr gut bedienen.

Die Ledersitze bieten guten Halt, auch die Übersicht stimmt. Die Passagiere verfügen selbst im Fond über ausreichend Bewegungsfreiheit, so lange hinten nur zwei Personen Platz nehmen.

Das Ladevolumen beträgt zwischen 430 und 1.269 Liter, ein guter Durchschnittswert im Segment der kompakten SUV.

Der 140 PS starke Vierzylinder-Benziner mit variabler Ventilsteuerung (VVT) und Direkteinspritzung gibt sein optimales Drehmoment von beachtlichen 220 Newtonmetern zwischen 1.500 und 4.000 U/min ab. Er ist ein ruhiger Geselle, der jedoch schon bei niedrigen Touren ordentlich Druck macht, ein Turboloch ist so gut wie nicht zu bemerken.

Im Gegensatz zu den Diesel-Aggregaten mit Doppelkupplung liefert Suzuki beim Benziner eine echte Wandler-Automatik, die sich bezahlt macht, denn sie schaltet absolut ruckfrei. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Allgrip 10,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 200 km/h angegeben.

Das Fahrwerk ist sportlich straff, jedoch nicht übertrieben hart abgestimmt - das Kompakt-SUV liegt wie ein Brett auf der Straße, lediglich bei schneller Kurvenfahrt entsteht ein winziger Hang zum Untersteuern.

Die Lenkung ist äußerst direkt und dank dem Allgrip-Allradantrieb gibt es stets Traktion, auch auf leichten Offroad-Strecken ist der SX4 S-Cross ein verlässlicher Partner.

Der kleine Wendekreis von 10,8 Metern macht sich nicht nur in der Großstadt bezahlt. Beim Einparken helfen Parksensoren und Rückfahrkamera. Nervig ist lediglich der übermotivierte Abstandswarner, den man aber auch deaktivieren kann.

Der durchschnittliche Verbrauch wird vom Werk mit 5,7 Liter angegeben - bei unserer Testrunde kamen wir auf 6,9 Liter, was auch dem Fahrspaß zuzuschreiben sein könnte, den der Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Allgrip bietet.

Der von uns getestete Suzuki SX4 S-Cross 1.4 Allgrip mit Allradantrieb und Sechsgang-Wandlerautomatik in der Ausstattungsvariante „flash“ kostet 28.490 Euro. Extras gibt es aufgrund der Vollausstattung keine, lediglich die Metallic-Lackierung ist mit weiteren 490 Euro zu bezahlen.

Plus
+ gutes Raumangebot
+ angenehmes Fahrverhalten
+ vorhandenes Offroad-Talent
+ aufgeräumtes, übersichtliches Cockpit
+ fein justerte Wandler-Automatik
+ kleiner Wendekreis

Minus
- wenige Assistenzsysteme erhältlich

Resümee
Suzuki hat den SX4 S-Cross an der Front massiv geschärft, sodass er nun einen deutlich eigenständigeren Eindruck hinterlässt. Das Interieur ist gut verarbeitet und das Cockpit übersichtlich. Mit 140-PS-Benziner und dem Allradantrieb verfügt man jederzeit über ausreichend Kraft und Grip. Auch der Kaufpreis geht angesichts der Vollausstattung absolut in Orndung.

Weitere Testdetails:

Preise, Ausstattung und Technik
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