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Kahle dominiert

Der erste Tag der Pneumant-Rallye verläuft ohne Überraschungen, Matthias Kahle führt vor Sandro Wallenwein, in der Gr.N hat Hermann Gaßner die Nase vorne.

Mit einem souveränen Tagessieg von Matthias Kahle / Peter Göbel (Skoda Octavia WRC) und einer knappen Entscheidung im packenden Duell um die zweite Position endete die erste Etappe der ADMV-Pneumant-Rallye.

Beim dritten Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) liefen hinter Kahle, der als Tabellenführer anreiste, Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer mit einem Rückstand von 2:36,6 Min. im Recaro-Lancer als Zweitplatzierte im Ziel ein.

Auf 105,0 Kilometern über beinharte Schotter-Strecken rund um Lutherstadt Wittenberg konnte sich der Stuttgarter erst mit einem Schlussspurt gegen Maik Stölzel / Thomas Windisch im privat eingesetzten Octavia WRC durchsetzen.

Einen ebenfalls bis zuletzt spannenden Fight erlebte die Super-1600-Meisterschaft, in der der amtierende Champion Carsten Mohe mit Co-Pilot André Kachel im Renault Clio den Tagessieg holte. Sven Haaf / Michael Wenzel (Citroën Saxo Super 1600) eroberten die zweite Position im Feld der heiß umkämpften Klasse. Riesen-Pech hatten dagegen die bis kurz vor dem Etappen-Ziel an zweiter Position liegenden Niki Schelle / Katrin Becker im Suzuki Ignis Super 1600, die auf der letzten WP des Tages mit einem Hinterachs-Defekt aufgeben mussten.

„Das ist eine Rallye für Männer“, hatte der sechsfache Sieger der Pneumant-Rallye, Matthias Kahle bereits beim Start des dritten Laufs zur DRM lapidar festgestellt. Die selektiven Schotter-Prüfungen rund um die geschichtsträchtige Stadt in Sachsen-Anhalt forderten höchsten Einsatz.

„Die WPs sind enorm trocken und werden dadurch tief ausgefahren“, beschrieb Kahle seinen Eindruck. Die besten Karten hatte hier, wer Material schonend und trotzdem schnell unterwegs war – etwa Sandro Wallenwein. „Durch meine saubere Fahrweise komme ich vielleicht im tiefen Sand etwas besser zurecht als die Konkurrenten“, freute sich der Lancer-Pilot im Ziel. Er hatte sich in einem Parforceritt auf der letzten Prüfung noch die zweite Position gesichert, profitierte dabei allerdings auch von einem Reifendefekt bei Olaf Dobberkau / Tanja Geilhausen (ebenfalls Lancer):

„Vier Kilometer vor dem Ziel der WP hatten wir eine Reifenpanne“, ärgerte sich der Schleusinger. „Damit war die zweite Position im Gesamtklassement weg.“ Als Drittplatzierte gehen Maik Stölzel / Thomas Windisch (Skoda Octavia WRC) in die Übernachtungspause. Auch sie lagen zwischenzeitlich an zweiter Position, müssen aber vorerst mit einem Rückstand von 5,4 Sekunden auf Wallenwein leben. „Ich war auf der letzten Prüfung wohl etwas zu vorsichtig“, ärgerte sich Stölzel.

Klasse-Fight in der Super-1600-Meisterchaft

Den Tagessieg in der Super-1600-Meisterschaft konnten die amtierenden Meister für sich verbuchen: Carsten Mohe / André Kachel (Renault Clio) eroberten als Gesamt-Neunte mit einem Vorsprung von 47,2 Sekunden auf Sven Haaf / Michael Wenzel (Citroën Saxo) die vorläufige Führung. „Das ist ein einigermaßen beruhigender Vorsprung“, analysiert Mohe, „aber morgen kann noch alles passieren.“

Dabei haben die Konkurrenten bereits am ersten Tag zur Aufholjagd geblasen. Suzuki-Pilot Niki Schelle, der zwischenzeitlich die zweite 1600er-Position einnahm, schied allerdings kurz vor dem Etappenziel vorzeitig aus. Entsprechend verärgert schilderte der Bayer: „Was für ein Pech! Auf der letzten Prüfung des Tages ist unsere Hinterachse kolabiert. Und das ausgerechnet, nachdem wir uns mit zwei Klassen-Bestzeiten die zweite Position in der Super-1600-Meisterschaft gesichtert hatten.“

Ebenfalls auf die zweite Etappe haben wohl Sven Haaf / Michael Wenzel (Citroën Saxo) den Angriff auf die Spitze vertagt. „Wir hatten heute für die letzten beiden Prüfungen eine nicht ganz optimale Reifenwahl“, erklärt der Citroen-Pilot, „dadurch haben wir vielleicht noch die entscheidenden Sekunden verloren.“

Gaßner führt in der Gruppe N

Seine Führung in der Gruppe N gab Hermann Gaßner auch in Wittenberg nicht her: Der amtierende Deutsche Rallye-Meister lief als bestplatzierter Pilot der seriennahen Gruppe N auf fünfter Position im Ziel ein. Mit Co-Pilot Siggi Schrankl im Kathrein-Lancer konnte er seine Verfolger Tobias Olsson / Jörgen Carlsson (Mitsubishi Lancer Evo VII) zuletzt auf eine Minute distanzieren.

In der „kleinen“ seriennahen Division (Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) liegen vor der abschließenden zweiten Etappe Peter Zehetmaier / Oliver Schumacher (Honda Civic Type R) vor ihren Markenkollegen Michael Stapel / Jürgen Breuer in Führung.

Die seit diesem Jahr neu ins Leben gerufene Division für seriennahe Dieselfahrzeuge konnten Siegfried Steinacker / Marco Goppel vorerst für sich entscheiden. Hier gehen Markus Fahrner / Marcus Poschner (Skoda Fabia RS TDI) als Verfolger auf die 96,2 WP-Kilometer am Samstag.

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