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Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Der Start des Rallye-Spektakels rückt näher

Baumschlager und Harrach wollen die zahlreichen WRC's ärgern, auch in der Gruppe N ist mit Rosenberger, Gaßner, Zellhofer & Co Action zu erwarten.

Nur mehr sieben Tage bis zum Start der 22. IQ-Jänner-Rallye (9. und 10. Jänner) in der Messestadt Freistadt, im Mühlviertel.

Der Saisonauftakt der heimischen Rallyemeisterschaft und der tschechischen Rallyemeisterschaft könnte möglicherweise schon zum Saison-Höhepunkt in Österreich werden. Insgesamt haben 100 Teams aus acht Nationen ihre Nennung abgegeben. Studiert man die Nennliste (in der rechten Navigation), dann kann man im Feld viel Qualität erkennen. Acht FIA-B Fahrer sind ebenso dabei, wie 17 nationale Prioritätsfahrer.

Gruppe A - Baumschlager & Harrach gegen die WRC-Armada

Im Kampf um den Gesamtsieg hat Österreich mit Raimund Baumschlager/ Klaus Wicha, sowie Beppo Harrach/ Michael Kölbach), beide auf Mitsubishi, die beiden heißesten Eisen im Feuer. Baumschlager laboriert seit den Weihnachtsfeiertagen noch immer leicht an den Folgen einer fiebrigen Grippe:

„Es geht mir zwar noch nicht so rosig, mein Start ist aber nicht gefährdet. Ich werde aber noch etwas mehr Kraft für diese schwierige Rallye brauchen. Vom Wetter her passt derzeit alles, ich wünsche mir viel Schnee, damit haben wir eine kleine Chance gegen die PS-Monster aus Tschechien.“

In die gleiche Kerbe schlägt Harrach: „Natürlich wäre Schnee bei meiner Meisterschaftspremiere in der Gruppe A sehr vom Vorteil. Ich fahre mit meinem Auto heuer auf die Meisterschaft, Ziel ist es vorrangig, Mundl Baumschlager ein bisschen zu ärgern. Wir fahren im Mühlviertel, mit Ausnahme des Motors und der Reifen, nur ein etwas modifiziertes Gruppe N Auto.“

Die eindeutigen Favoriten auf den Gesamtsieg kommen aber aus unserem Nachbarland. Nr. 1 ist sicher der regierende tschechische Meister Vaclav Pech jun. Er bringt viel internationale Erfahrung mit und sollte mit dem Ford Focus WRC sehr gute Chancen haben.

Auch Vizemeister Karel Trneny (Skoda Octavia WRC) und Jan Kopecky (Skoda Fabia WRC) haben Möglichkeiten aufs Podest zu fahren. Großes Fragezeichen ist Tomas Enge, der von seinen erfolgreichen Rundstreckeneinsätzen in der Formel 3000, in die Rallyeszene wechselt. Er pilotiert ein Ford Focus WRC und hat beim Rallyesprint in Prag vor wenigen Wochen die Nase vorne gehabt.

Fachleute bezeichnen auch den Polen Leszek Kuzaj auf Toyota Corolla WRC als gefährlichen Außenseiter in diesem Klassefeld.

Die weiteren Österreicher die in der Gruppe A zu erwähnen sind, Gottfried Kogler Johann Holzmüller, Markus Egger und Bernhard Jahn als absoluter Lokal-Hero.

Gruppe N: Gaßner, Zellhofer, Rosenberger & Co

Aber nicht nur die Gruppe A Piloten sind für Spitzenplätze gut. Bleiben die derzeitigen winterlichen Bedingungen, dann muss man auch die Topfahrer mit ihren Autos aus der Gruppe N unbedingt beachten. Hier sind der Deutsche Meister Hermann Gassner (D) und der regierende slowakische Meister Tibor Cserhalmi (beide Mitsubishi Lancer Evo VII) zu erwähnen.

Einer hat sich für heuer sehr viel vor- genommen. Kris Rosenberger feiert mit dem Subaru Impreza WRX von Prodrive, seine Österreich-Premiere. Der Niederösterreicher fährt auf die heimische Meisterschaft und auf den Gruppe N Sieg:

„Für mich ist Gassner das Maß aller Dinge, wenn man seinen Speed fahren kann, hat man Siegchancen. Es ist eine schwierige Rallye, ich rechne mit einigen Ausfällen. Ich werde mich anfänglich an mein neues Auto gewöhnen müssen, dann sehen wir weiter. Von den Österreichern halte ich Martin Zellhofer als schnellsten Mann. Das Wichtigste jedoch ist, der Schnee soll liegen bleiben, wir haben auf eine solche Rallye schon lange gewartet.“

Neben einigen schnellen tschechischen Gruppe N-Fahrern haben aus heimischer Sicht neben Martin Zellhofer auch Lokalmatador Ernst Haneder, Walter Kovar und Karim Pichler, ebenfalls aus Oberösterreich, sowie Franz Wittmann junior (alle Mitsubishi), die Möglichkeit wertvolle erste Meisterschaftspunkte einzufahren.

Junior-Staatsmeisterschaft: Leeb Favorit

Dies trifft auch in der Gruppe N, Klasse N2 für den Titel eines österreichischen Junioren Staatsmeisters zu. Hier ist Marcus Leeb aus Kärnten auf Citroen der Favorit, nicht zu unterschätzen Lokalmatador Markus Weissengruber nach überstandener Grippe, ebenfalls Citroen. Nicht am Start ist Martin Ertl (noch Sponsorprobleme).

Im Kampf um den Rallye Pokal in der Dieselklasse wird das VW Rallye Team Austria diesmal vollzählig vertreten sein. Klarer Favorit ist der dreifache Pokalgewinner Andreas Waldherr, seine härtesten Herausforderer sind die beiden Teamkollegen Christian Lippitsch und Hannes Danzinger. Der Mann der in diese Phalanx einbrechen möchte ist Manfred Pfeiffenberger mit dem Seat Ibiza TDI.

Auch historische Boliden am Start

Erfreulich ist auch das Antreten einiger historischen Fahrzeuge. Namen wie Markus Benes, Karl Schiefermüller, Heinz Einberger (alle Mazda) und Christoph Weber (Lancia) sind den Rallyefans in Österreich ein Begriff.

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