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Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Schwerer Kampf, großer Sieg

Markus Benes ging hochmotiviert in den Saisonauftakt bei der IQ-Jänner-Rallye, ein Sieg in der Gruppe H krönte schließlich den Einsatz.

Mit großen Erwartungen und enormer Motivation ist Markus Benes in die auch in der Gruppe H dramatische Schlacht der IQ-Jännerrallye 2004 gezogen, letztendlich holte er bei seiner Liebslingsrallye auch den Gruppensieg. Davor lag allerdings ein harter, dafür aber auch spannender Kampf.

Markus muß wohl geahnt haben, daß das seine Rallye werden würde und er hier gewinnen könne, und so nahm er die Rallye zielsicher und mit sauber kontrolliertem Risiko in Angriff, das er bis zum Schluß beibehielt. Und da wird bekanntlich zusammengezählt.

Es war nicht das übliche Benes-Furioso, sondern eine eher unauffällige, aber fehlerlose Fahrt ohne einem einzigen Ausrutscher, Steher oder Dreher. Das war bei einer Rallye wie dieser sehr wichtig. Auch das Auto war perfekt, die intensive Vorbereitungsarbeit hat sich offenbar bezahlt gemacht.

Seinem taktisch klugen Einsatz ist es zu danken, daß Markus am Ende vorne lag, auch wenn er nicht von Anfang an dominierte. Nicht einmal zwei verhältnismäßig schwache Zeiten auf beiden Durchläufen der SP Pregarten, die überhaupt nicht nach seinem Geschmack war, konnten Markus aus der Ruhe bringen. Nach SP 1 lag er auf Platz 6 in der Gruppe H, doch danach holte er mächtig auf.

Der Audi 90 Quattro von Christian Prammer war schnell im Klassement überholt, gegen die Mazdas von Johannes Keferböck, Heinz Einberger und Karl Schiefermüller sowie gegen den überraschend stark fahrenden Debütanten Christof Klausner mit dem Audi Ur-Quattro war es schon etwas schwerer.

Am Ende der ersten Etappe hatte Markus sich gegen alle seine Gruppe H-Konkurrenten durchgesetzt, mit Ausnahme von Johannes Keferböck. Eine falsche Reifenwahl kostete beim ersten Durchlauf der Nachmittags-SP rund eine Minute, dafür wurde beim zweiten Umlauf dank der erstklassigen Ansage von Norbert Wannenmacher im Nebel einiges wieder aufgeholt.

Am Samstag lag Markus weiterhin auf Platz 2, ehe Johannes Keferböck zurückfiel. Damit holte er sich die Gruppe H-Führung, wobei ihm jedoch Lokalmatador Schiefermüller, sein nun härtester Verfolger, im Nacken saß. Doch auch eine heftige Schlußattacke seitens Karl Schiefermüller mochte das Gruppen-Klassement nicht mehr umstürzen: Markus blieb vorne, Schiefermüller mußte sich mit Platz 2 begnügen, der Audi Quattro von Christoph Klausner wurde Dritter.

Im Gesamtklassement bedeutete dies bei dieser hochkarätig besetzten und von nur wenig Ausfällen gekennzeichneten IQ-Jännerrallye 2004 Platz 16. Zieht man nur die Österreicher in Betracht, war es Platz 8. Bemerkenswert auch, dass Markus Benes mit Ausnahme von Kris Rosenberger bester Nicht-Mitsubishi-Fahrer in der "Österreicher-Wertung" wurde.

In jedem Fall ein großartiger Erfolg, der in einem hohen Maß für die Niederlagen des Vorjahres entschädigt und gezeigt hat, dass Markus unter "seinen" Verhältnissen (Schnee, Schnee und nochmals Schnee...) der Fahrer ist, den es zu schlagen gilt.

Genossen haben Markus Benes und Norbert Wannenmacher auch die Fahrt über die Zielrampe, wo wieder einmal die allgemein großartige Stimmung zum Ausdruck gekommen ist, von der die IQ-Jännerrallye begleitet war. Auch über den Ablauf der Rallye war Markus voll des Lobes:

"Ich war bei der Australien-Rallye, und die gilt als eine der bestorganisierten Veranstaltungen in der Weltmeisterschaft. Aber das hier kommt dem ziemlich nahe." Somit: Eine wunderbare Rallye, ein erfolgreicher Saisonstart, das Team Benes kann der Saison 2004 mit Zuversicht entgegensehen.

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