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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Sieg mit bitterem Beigeschmack...

Auch wenn die zwei Hauptkonkurrenten ausfielen: Norbert Filippits/Christoph Friesenegger fuhren in Kärnten eine tolle Rallye und gewannen die Dieselwertung.

Nach den ersten vier Sonderprüfungen des ersten Tages fühlte sich das Team Filippits/Friesenegger gar nicht wohl. Erstens, weil Teamkollege Hannes Danzinger zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Technik-Defekt ausgefallen war und zweitens, weil es für Filippits aus beruflichen Gründen keine Möglichkeit gegeben hatte, mit dem VW Golf IV TDI KitCar zu testen.

So mussten die ersten Sonderprüfungen als Testfahrten für Filippits herhalten. Zusätzlich nahm auch ein neuer Beifahrer an seiner Seite Platz: Nachdem er sich wie geplant nach der Bosch-Rallye von seiner bisherigen Co-Pilotin Dany Bayer getrennt hatte, war mit Christoph Friesenegger ein toller neuer Beifahrer gefunden worden.

Doch auch hier waren die ersten SPs ein „Kaltstart“, es braucht halt einfach Zeit, bis man sich aufeinander eingespielt hat. Mit der Wut über die gefahrenen Zeiten im Bauch, ging Filippits dann auf der fünften Sonderprüfung richtiggehend der Knopf auf: Der Rückstand auf den Diesel-Leader Michi Böhm konnte in nur einer SP von 57 auf 24 Sekunden reduziert werden.

Filippits: „Da hat dann fast alles gepasst, wir waren gleich schnell wie Wallenwein im EVO VIII und fuhren die 16 Gesamtzeit. Ab da fühlte ich mich wohler, richtiggehend befreit. Danke an meinen Beifahrer, der mich alles andere als gebremst hat…“

Michi Böhm musste annehmen, dass das Team Filippits/Friesenegger am zweiten Tag weiter Druck machen würde um ihn zu überholen. Offensichtlich riskierte der Fiat-Pilot zuviel und flog auf der ersten SP des zweiten Tages ab. „Leider,“ so Norbert Filippits, „weil es ein toller und fairer Zweikampf zwischen uns beiden geworden wäre. Gott sei Dank ist dem Michi nix und dem Auto nicht viel passiert!“

Anschließend wurde die Rallye sicher auf dem ersten Platz beendet und die SPs wurden zum Sammeln von Testkilometern genutzt: Luftdruck, Reifen und Elektronik standen auf dem Prüfstand. All das geschah allerdings bei guten SP-Zeiten: So wurde auf der letzten, 26 Kilometer langen Prüfung, die 16. Gesamtzeit gefahren – was Auftrieb für die nächsten Einsätze des Teams Filippits/Friesenegger gibt!

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