RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Viele Ausfälle, OMV-Piloten gewinnen

Popov gewinnt FIA-Cup vor Saibel und Kovar, die 2. ÖM-Tageswertung geht an Vojtech vor Doppelreiter, Brandner Gr.N-Sieger.

Die 25. Auflage der OMV Rally Waldviertel ging heute bei besten äußeren Bedingungen im Raum Horn zu Ende. Zur Jubiläumsveranstaltung kamen an beiden Rallyetagen als Gratulanten nicht weniger als 55.000 Rallyefans in die Bereiche Waidhofen/Thaya, Litschau und Horn.

Die Veranstaltung ging ohne nennenswerte Vorfälle über die Bühne, dementsprechend positiv war daher auch die Bilanz von Organisationsleiter Helmut Schöpf:

„Vorerst gilt mein Dank allen Aktiven für ihr diszipliniertes Verhalten, allen Funktionären, vor allem aber den Sponsoren mit der OMV und dem Land Niederösterreich an der Spitze, sowie allen Gemeinden. Die Wiedereinbindung der klassischen Sonderprüfungen im Langauer Forst auf Schotter am ersten Tag haben sich bestens bewährt. Sowohl Fahrer als auch Zuschauer waren mehr als begeistert. Das solche Klassiker ziehen, beweist die hohe Zuschauerfrequenz schon am Freitag Vormittag.“

FIA Rally Cup: Sieg für Jasen Popov

Nach dem Ausfall des souveränen Leaders Manfred Stohl und dem slowenischen Meister Andrej Jereb sicherte sich der Bulgare Jasen Popov den Sieg des FIA Rally Cups.

Erfreulich ist das Ergebnis aus österreichischer Sicht dennoch, Mario Saibel und Walter Kovar holten sich die Plätze zwei und drei und kommen damit im kommenden Jahr in den Genuss als FIA-Prioritätsfahrer starten zu dürfen.

ÖM: 2. Tageswertung geht an Vojtech

Für die zweite Etappe der ÖM wurden wie auch für den ersten Tag volle ÖM-Punkte vergeben. Den Sieg holte sich dieses Mal Peugeot WRC Pilot Stepan Vojtech vor David Doppelreiter im Skoda WRC und Raimund Baumschlager.

Der Staatsmeister bekam kurz vor dem Ende der vorletzten SP Probleme mit dem Turbolader und dem Getriebe, der Turbo wurde im Service gewechselt, mit angeschlagenem Getriebe musste der Staatsmeister auch die finale SP absolvieren.

In der Gruppe N ging der Tagessieg an Michi Brandner, der Staatsmeister Hermann Gaßner knapp in Schach halten konnte. Ernst Haneder holte sich Platz drei vor Kris Rosenberger. Christian Lippitsch riss sich an fünter Stelle liegend wenige hundert Meter vor dem Ziel ein Vorderrad am Mitsubishi aus und musste aufgeben.

Der Sieg in der Dieselklasse ging am zweiten Tag an den Lokalmatador Andreas Patzl, die Ausfälle bei den Diesel-Boliden - allen voran der frischgebackene Pokalsieger Michi Böhm - waren groß.

Marcus Leeb (Suzuki) stand schon vorzeitig als Meister fest, offen blieb die Frage nach dem Vizemeister zwischen Michael Kogler, der nicht am Start war und Dieter Kienbacher (beide Suzuki).

Der Oberösterreicher konnte durch zwei dritte Plätze im Waldviertel, Kogler noch überholen und damit Gesamtzweiter in der Meisterschaft werden. Die Juniorenwertung im Waldviertel holte sich der Tscheche Jiri Pertlicek jun. auf Suzuki vor Oliver Apfelthaler auf Honda.

In der Rallye-Challenge fiel die Entscheidung heute zu Gunsten von Franz Sonnleitner auf Mitsubishi. Der zweite Titelanwärter Markus Benes (Mazda) musste bereits auf der ersten Prüfung wegen Turboschaden aufgeben, damit heißt der Sieger in der Austrian Rallye Challenge 2005, Franz Sonnleitner.

In einer hauchdünnen Entscheidung holte sich Josef Pointinger (Ford) den Sieg im OSK Historic Rally Pokal. Der Waldviertelspezialist machte es sich aber nicht leicht. An beiden Tagen ausgefallen, aber am Schlusstag wieder in die Rallye auf der letzten Prüfung eingestiegen, genügte Pointinger zum Sieg. Dies knapp mit nur einem Punkt Vorsprung auf Hans Georg Lindner( Ford), der jedoch im Waldviertel nicht am Start war.

Die Liste der Ausfälle ist übrigens lange, über 50 Teams mussten an beiden Tagen vorzeitig aufgeben. Mit Toto Wolff im Toyota WRC und Andreas Waldherr im VW KitCar gab es am zweiten Tag auch zwei prominente Ausfälle. Wolff musste nach einem Austritt seinen Wagen wegen Kühlerschaden abstellen, während Waldherr in eine Garage donnerte.

Endstand in der österreichischen Staatsmeisterschaft
(nach Abzug von zwei Streichresultaten)

Gruppe A: 1. Baumschlager 98 Punkte, 2. Hideg 69, 3. Mörtl 68, 4. Waldherr 61, 5. Doppelreiter 49, 6. Holzmüller 44 Zähler

Gruppe N: 1. Hermann Gassner 92 Punkte, 2. Haneder 72, 3. Zellhofer 53, 4. Willi Stengg 47, 5. Lippitsch 38, 6. Rosenberger 29, 7. Brandner 26

Diesel: 1. Michael Böhm 92 Punkte, 2. Hannes Danzinger 72 Zähler

Juniorenwertung: 1. Leeb 106 Punkte, 2. Dieter Kienbacher 73, 3. Michael Kogler 72, 4. Oliver Apfelthaler 43, 5. Jiri Perticek 38

Aktuelle Fotos finden Sie in der rechten Navigation!

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: OMV Waldviertel

- special features -

Weitere Artikel:

Darunter gleiche Technik

Warum Toyota auf Celica und Yaris setzt

Die Celica kehrt in die WRC zurück, der Yaris bleibt: Toyota erklärt, warum künftig zwei verschiedene Modelle zum Einsatz kommen und wer sie fährt

Peter Klein Kolumne

Je größer die Schwierigkeit…

...die man überwindet, desto größer ist der Sieg! - motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erzählt von seinem neuerlichen Besuch bei Marcel Neulinger - sein Bericht klingt zuversichtlich...

WRC-Rückkehr in die USA

WRC: Diese Region wird zur Rallye-Bühne

Die WRC kehrt 2027 in die USA zurück, nun stehen weitere Details fest: Knoxville wird Rallye-Zentrum, der zeremonielle Start erfolgt in Nashville

ARC, Herbstrallye: Bericht Kiehtreiber

Nothing’s gonna stop us

Die Saison 2026 verlief für René Kiehtreiber mit zwei Ausfällen und vier erfolgreich beendeten Rallyes sehr wechselhaft, zum Abschluß wollten er und sein Stamm-Copilot es noch einmal genau wissen.

EHRC Gravel, Brunello: Vorschau Schindelegger

Eine große Karriere endet bald

52 Jahre! Seit Helmut Schindelegger den Führerschein besaß, war er auch Teil der österreichischen Rallyeszene. Und nun, nach 52 Jahren, erklärt er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport und fährt damit auch die letzte Rallye in Österreich.