RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Absolute Spannung bei der „Safari“

Altmeister Stig Blomquist auf Ford Escort kämpft um den Sieg, der Österreicher Sepp Pointinger führt weiterhin die Klasse bis 1.600 ccm an.

Noch zwei Tage bis zum Zieleinlauf der East African Safari Rally und es ist absolut offen, ob der Gesamtsieg dieser schwersten Rallye für historische Automobile im Lande bleibt. Denn
in Führung liegt zwar nach wie vor der Kenyaner Rob Collinge (Datsun 260 Z), aber Ford-Escort-Pilot Stig Blomquist konnte gestern auf seiner Aufholjagd durch die „Hölle des Nordens“ von Eldoret durch die Cherangani Hills (auf über 3.000 m Seehöhe) und das Kerio Valley bis zum Etappenziel am Fuße des Mount Kenya in Nanyuki einige Minuten gutmachen. Sein Rückstand beträgt zwar noch etwas über 20 Minuten, allerdings gelten bei der Safari-Rallye andere Maßstäbe als bei europäischen Rallyes. Collinge darf sich keinen Fehler erlauben und muss hoffen, dass ihm Probleme erspart bleiben.

Wie schnell es gehen kann, zeigt der Fall des Belgiers Gerard Marcy. Nach sechs Tagen noch auf Platz 2 vor Blomquist, verlor der Ford-Escort-Pilot heute rund drei Stunden wegen eines Problems mit der Lichtmaschine und fiel auf Platz 17 zurück.

Pointinger führt überlegen die Klasse bis 1600 ccm an

Der Österreicher Sepp Pointinger, der sich am Steuer seines Ford Escort 1600 GT immer wieder mit seinem englischen Co-Piloten Peter Hall abwechselt, führt sensationell die Klasse bis 1600 ccm an. Der Vorsprung auf den Mitsubishi Colt Lancer von Minesh Rathod aus Kenya beträgt bereits eindrucksvolle 3,5 Stunden. In der Gesamtwertung liegen Pointinger/Hall auf Platz 18.
„Am vierten Tag ist die Batteriehalterung in der 16. Prüfung gebrochen, wenig später ist das Armaturenbrett herausgefallen und später ist auch noch Tripmaster ausgefallen. Ein interessanter Tag. Den Rasttag im Masai Mara-Nationalpark hatten wir wirklich notwendig", berichtet Pointinger. "Am übernächsten Tag auf dem Weg nach Eldoret ist plötzlich in der 21. Prüfung die Bremse ausgefallen, in der Folge hatten wir drei Abflüge und allein damit sicher mehr als eine halbe Stunde verloren. Und heute? Heute gab es auf der dritten Prüfung, als es vom Bogoria-See nach Norden gegangen ist, so viele steile Anstiege, dass wir in den niedrigen Gängen fast den Motor überdreht hätten. Ständig war der Öldruck im Keller, die Öllampe hat immer wieder geleuchtet, aber wir mussten einfach durch. Und der Motor hat glücklicherweise das Drama unbeschadet überstanden.“

Ausgeschieden ist hingegen der dreifache Weltmeister Juha Kankkunen (Datsun 260 Z). Von 44 gestarteten Teams werden im Moment noch 32 in Wertung geführt.

 1. Rob Collinge/Anton Levitan, Datsun 260Z             12:55:00h
2. Stig Blomqvist/Ana Goni, Ford Escort RS1600 + 00:20:15h
3. Frederic Dor/Paul Howarth, Porsche 911 + 00:30:48h
4. John Lloyd/Paul Amandini, Porsche 911 + 00:42:37h
5. Iain Freestone/Preston Ayres, Ford Escort RS 1600 + 01:03:32h
6. Graham Alexander/David Stewart, Datsun 260Z + 01:05:55h
7. Björn Waldegård/David Cavanagh, Porsche 911 + 01:07:49h
8. Simon Glover/Russ Langthorne, Ford Escort RS 1600 + 01:27:23h
9. Anthony Ward/Ievan Thomas, Ford Escort RS 1600 + 01:38:50h
10. Jonathan Savage/Quentin Savage, Datsun 260Z + 01:55:46h

News aus anderen Motorline-Channels:

East African Safari 2005

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach SP3

Blitzstart des Herausforderers

Bei der heute gestarteten Rebenland Rallye in Leutschach liegt nach drei Prüfungen nicht der Favorit Simon Wagner, sondern Michael Lengauer vorne

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht ORM2

Zehntelsekunden-Krimi im Rebenland!

Ein unglaublich packendes Duell zwischen Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) und Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX), das sich erst auf der allerletzten Sonderprüfung entschied, prägte die ORM2 bei der Rebenland-Rallye. Am Ende hatte Günther Knobloch um einen Wimpernschlag die Nase vorne.

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 1 (SP2)

Fünffachspitze für Toyota

Angeführt von Oliver Solberg liegen nach zwei von 20 Wertungsprüfungen in Kenia fünf Toyota-Fahrer in den Top 5 - Hyundai führt das Verfolgerfeld an

WRC-Premierensieger Katsuta

Weltmeister und Rivalen feiern ihn

Takamoto Katsuta feiert seinen ersten WRC-Sieg: Besonders die Reaktionen von Ott Tänak und Kalle Rovanperä zeigen, wie viel dieser Erfolg bedeutet

"Man ist nur noch Passagier"

Warum die Safari-Rallye 2026 zur Lotterie wird

Heftige Regenfälle verwandeln die Safari-Rallye in Kenia in eine unberechenbare Schlammschlacht: Selbst erfahrene WRC-Stars erwarten eine der härtesten Ausgaben