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Rallye-ÖM: Bosch-Rallye

Die große Chance

Shooting-Star Franz Sonnleitner pilotiert ab der Bosch-Rallye einen Mitsubishi EVO VIII (Gr.N), Hermann Gaßner hat seinen Start indes abgesagt.

Der Shooting-Star bekommt seine große Chance: Franz Sonnleitner aus Niederösterreich, regierender Challenge-Gesamtsieger, wird kommendes Wochenende (19., 20. Mai) bei der Bosch Super plus-Rallye im Raum Pinggau mit Co-Pilot Mario Fahrnberger erstmals einen Mitsubishi EVO VIII in der Gruppe N pilotieren!

„Ich habe den Franz heuer bei der Jänner-Rallye kennen gelernt“, sagt Toto Wolff, einer der Initiatoren dieses Projektes, „er lag nach dem ersten Tag mit seinem alten Mitsubishi nur einen Platz hinter mir. Da habe ich mich gefragt – ist er so schnell, oder ich so langsam.“

Mit seinem zehnten Gesamtrang bewies der Scheibbser, dass er sehr schnell Auto fahren kann. Vielmehr als von seiner Schnelligkeit beeindruckt war Wolff aber über seine Konsequenz, Beharrlichkeit und Willen, Sponsorgelder zu finden, um eine Chance in einem modernen Auto zu bekommen.

In Allianz mit dem TRT, dem Verein für Motorsport und Freizeit mit Sitz in Oberösterreich – der ihn seit letztem Jahr unterstützt - machte sich Sonnleitner mit Erfolg auf die Suche nach Sponsoren.

„Als er mir dann sein Projekt mit Fakten präsentierte, haben wir uns entschlossen, ihm die letzte Brücke zu schlagen, um ihm dies zu ermöglichen“, so Wolff.

„Wir“, das sind neben Wolff dessen Hauptsponsor S&T, BRR und die Agentur Bavariasports, die sich um ein professionelles Umfeld, die Vermarktung und PR-Arbeit kümmern wird. Mit an Bord noch Mobilfunkanbieter Hutchison („3“) und Strasser-Markt.

Die Fakten: Sonnleitner wird vorerst einmal die nächsten drei Veranstaltungen (Bosch/Ostarrichi/Castrol) einen Mitsubishi EVO VIII in der Gruppe N fahren. Es handelt sich dabei um das Ex-Auto von Quirin Müller, welches von BRR total revidiert und auf den neuesten technischen Stand gebracht wurde. Sonnleitner wird bei allen drei Rallyes auch voll in das BRR-Programm integriert.

Christian Rosner, CEO der S&T, dem führenden Anbieter von IT-Lösungen und Services in Zentral- und Osteuropa, selbst begeisterter Motorsportler und auch bei den Historischen mit einem Porsche schnell unterwegs:

„Wir wollten eigentlich unser Engagement im Rallyesport auf die Partnerschaft mit Toto beschränken. Das Projekt ist aber so professionell, dass wir uns entschlossen haben, unseren Beitrag in einem überschaubaren Rahmen zu leisten.“

Für den 26jährigen Automechaniker Franz Sonnleitner, verheiratet und Vater von zwei Kindern, geht damit ein Traum in Erfüllung:

„Irgendwie kann ich es noch gar nicht so richtig glauben. Aber ich habe mich bisher immer selbst durchgekämpft – vielleicht ist das der Lohn. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle zum einen all meinen Freunden, die mich bisher so tatkräftig unterstützt haben und damit die Grundlage für diesen Deal geschaffen haben, und zum anderen bei den Verantwortlichen von TRT, die mir mit ihrem Engagement im Vorjahr eine komplette Saison ermöglicht haben.“

Für sein Debüt hat sich Sonnleitner einiges vorgenommen: „Die ersten Prüfungen werde ich dazu nützen, um mich an das neue Auto zu gewöhnen. Und dann versuchen, auch zu zeigen, was ich kann.“ Heute saß Franz erstmals im Auto. Sein kurzer Kommentar: „Einfach geil – ich freu’ mich riesig.“

Für Christian Karlinger, Gründer des TRT, ist dieses Projekt einzigartig: „So etwas hat es in Österreich in dieser Konstellation wohl noch nie gegeben. Aber die vielen Gespräche sind so positiv verlaufen, das ich auch überzeugt bin, dass es Franz gelingen wird, diese Chance zu nützen.“ Und fügt hinzu: „Egal, wie alles ausgeht – wir werden Franz auch in Zukunft zur Seite stehen und ihn unterstützen.“

Absage von Hermann Gaßner

News gibt es von Gr.N-Staatsmeister Hermann Gaßner, der Bayer wird die Bosch-Rallye auslassen und erst bei der Ostarrichi-Rallye wieder mit von der Partie sein, das Duell gegen Achim Mörtl wird also verschoben.

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