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ÄRBO Rallye Steiermark: Bericht Gruber

Spaß-Gesellschaft mbH

Vierter Platz mit guten Haltungsnoten für Sepp Gruber und Günter Hain: Das Ergebnis steht für eine makellose Gesamtleistung.

Die Partnerschaft von Sepp Gruber und Günter Hain funktioniert auf eine ganz simple Weise: Beide haben Spaß, also beteiligen sich Fahrer und Beifahrer im gleichen Ausmaß an den Kosten. Auch bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye 2006 kam der Spaß nicht zu knapp, und dem konnten auch die geradezu bescheidenen 150 PS des verwendeten Ford Escort RS 2000 keinen Abbruch tun. Man kann mit so viel – bzw. wenig – Leistung sogar um den Sieg bei den Historischen mitfahren, wie sich an den nur unwesentlich höher motorisierten Wagen von Hans-Georg Lindner und Alois Nothdurfter gezeigt hatte.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich auch: Sepp Gruber und Günter Hain waren von dieser Gruppe gar nicht so weit weg. Schon auf der ersten Prüfung, als sie Drittschnellste gewesen waren, noch vor Mit-Favoriten Zeiringer (Porsche) und sogar vor dem späteren Sieger Lindner, hatten sie ein ordentliches Tempo hingelegt. Im weiteren Verlauf setzten sie im Interesse des sicheren Durchkommens auf konstante Schnelligkeit, wobei ihnen auf der vierten Prüfung, wiederum dem Rundkurs Treglwang, eine Bestzeit gelang. Ebenso unterstreichen zwei zweitbeste und eine drittbeste SP-Zeit im späteren Verlauf, daß Sepp Gruber und Günter Hain auf jeden Fall zu jenen Historischen-Teams gehören, die es zu favorisieren gilt.

Da es während der gesamten Rallye keine Schwierigkeiten am Auto gab, womit sich die positiven Erwartungen in punkto Zuverlässigkeit zu hundert Prozent bestätigt hatten, konnte auch das Endergebnis beeindrucken: Den Überfliegern Hans-Georg Lindner und Alois Nothdurfter konnte zwar nur sporadisch Widerstand entgegengesetzt werden, die waren diesmal eindeutig um eine Nummer zu stark, aber der Abstand zum Drittplazierten Johannes Huber mit seinem Porsche 911 war mit knappen 18 Sekunden zwar deutlich, aber nicht übertrieben groß.

Ein vierter Platz mit guten Haltungsnoten also, bestimmt ein Ergebnis, das eine makellose Gesamtleistung repräsentiert, auch wenn man nicht genau weiß, wie es am Ende ausgesehen hätte, wenn Gernot Zeiringer angekommen wäre und Sepp Pointingers Rallye nicht so problembehaftet gewesen wäre. Mit seinem Porsche – letztes Jahr war er damit Zweiter – hätte Sepp Gruber wahrscheinlich um den Sieg bei den Historischen mitfahren können. Wenn er angekommen wäre, was nach den bisherigen Erfahrungswerten mit dem Fahrzeug höchst unsicher gewesen wäre.

Zusammenfassend kann man sagen, daß Sepp Gruber und Günter Hain mit ihrem Ford Escort RS 2000 eine willkommene Bereicherung der ARBÖ-Steiermark-Rallye 2006 gewesen sind, wobei man einmal mehr erkennen konnte, daß man auch mit verhältnismäßig wenigen PS sehr schnell sein kann und publikumswirksam driften kann. Es wäre natürlich ein Spaßgewinn, wenn Sepp Gruber in der nächsten Zeit wieder öfter bei den Historischen in Österreich auftauchen würde.

Vor allem dann, wenn das derzeit in Vorbereitung befindliche Projekt, ein Ford Sierra XR4i, demnächst konkrete Formen annehmen sollte. Es bleibt eine spannende Frage, ob es gelingen wird, die Vorteile von bodenständiger Ford-Technik mit dem typischen Pep aus sechs Zylindern zu verbinden. - Eine Frage, die das Rallye-Publikum mit Sicherheit interessieren wird.

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