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Im Tiefflug zum Höhenflug

„Wenn es noch einmal gut läuft, ist in der heurigen Meisterschaft noch vieles möglich und eine Überraschung drinnen“, meint Andreas Waldherr.

Nachdem der Saisonauftakt im Lavanttal für Andreas Waldherr und sein VW Golf Kit-Car witterungsbedingt noch nicht optimal verlief, zeigte sich der Wettergott diesmal von seiner gütlichen Seite. Mit den prognostizierten frühlingshaften Bedingungen für die Region rund um Pinggau (Steiermark) stieg natürlich die teaminterne Erwartungshaltung proportional mit dem Thermometer und den Sonnenstunden. Die Bosch Rallye im Wechselgebiet rund um Pinggau ist ja – neben der BP Ultimate Rallye – so etwas wie das zweite Heimspiel für die Paarung Waldherr/Jeitler und entsprechend motiviert ging man in den ersten Tag.

Tag 1 – Von Höhenflügen und den Tücken eines Rundkurses

Bereits auf den ersten drei Sonderprüfungen zeigte Andreas Waldherr mächtig auf: Dreimal Platz Zwei hinter dem überraschend stark fahrenden Franz Wittmann jun., der jedoch mit seinem Gruppe A Mitsubishi EVO VI in der österreichischen Meisterschaft nicht punkteberechtigt ist, waren ein fulminanter Start in die Rallye.

Doch dann kam die verflixte Sonderprüfung 4, der Rundkurs Rohrbach – Kleinschlag. Hochmotiviert und beflügelt von den tollen Zeiten wollte man einfach zuviel und mehrere kleine Fehler bedeuteten letztendlich rund 23 Sekunden Rückstand auf die schnellste Zeit. Mit einigem Frust ging es dann auf die Sonderprüfung 5, die – welch eine Ironie des Schicksals – ident mit der Sonderprüfung 4 war!

Und wieder – nunmehr unter der Belastung dort bereits einmal wichtige Sekunden verspielt zu haben – gelang keine perfekte Fahrt. Erneut musste man 29 Sekunden Rückstand notieren und fand sich nach einem tollen Beginn am Ende von Tag 1 auf dem 6. Gesamtrang wieder. Eine gute Gelegenheit um am Samstag – Tag 2 der Rallye – im Tiefflug auf Punktejagd zu gehen!

Tag 2 – Von einem starken Beginn und einem tollen Finish

Neu motiviert und vor den Augen von zig-tausend Fans entlang der Sonderprüfungen, mobilisierte das Duo Waldherr/Jeitler alle verfügbaren Pferdestärken des VW Golf Kit-Car und fand auch noch ein paar Zehntel-Sekunden im Aufschrieb, oder hat der Beifahrer gar schneller vorgelesen? Auf jeden Fall folgte ein Feuerwerk mit drei Sonderprüfungs-Bestzeiten am Samstag!

Prüfung um Prüfung knabberte man am Vorsprung der davor liegenden Fahrer. Als erster musste Markenkollege Kris Rosenberger dem drängenden Andreas Waldherr Platz machen und bereits in der Auftakt-SP Platz 5 abgeben. Mit drei sensationellen Bestzeiten auf den Prüfungen 7, 11 und 12 ging der Vormarsch unaufhörlich weiter.

So sicherten sich Waldherr/Jeitler nach einem verkorksten Freitag Abend noch Platz 3 in der Gesamtwertung und Platz 2 in der Wertung für die österreichische Meisterschaft, mit einem Rückstand von 29 Sekunden auf den davor liegenden Raimund Baumschlager.

Die Bosch Rallye 2007 bot eine ausgezeichnete Gelegenheit um Fans und Sponsoren Spannung zu bieten und die Leistungsfähigkeit des Duos Waldherr/Jeitler auf ihrem top-vorbereiteten VW Golf Kit-Car zu unterstreichen. Aktuell liegt man nunmehr nach drei Wertungsläufen auf Rang Drei der österreichischen Rallyemeisterschaft 2007. Der nächste Lauf zur Meisterschaft findet am 15./16. Juni bei der Castrol Rallye im Raum Judenburg statt. Und wie sagt Andreas Waldherr: „Wenn es dort noch einmal gut läuft, ist in der heurigen Meisterschaft noch vieles möglich und eine Überraschung drinnen …“

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