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Australien muss warten

Statt Road-Trains in "Down Under" darf Fredi Leitner weiterhin Tanklastzüge quer durch Österreich steuern: Platz 4 in der Dieselklasse!

Der ausführliche Test vor der Castrol-Rallye, die am vergangenen Wochenende in der Region Judenburg-Pölstal stattfand, hat sich für den Krieglacher Fredi Leitner ausgezahlt: Trotz einiger kleiner Probleme am Auto konnte er mit dem betagten VW Golf III Diesel KitCar eine gute Leistung abliefern – sogar den dritten Rang in der Dieselklasse hatte er bereits in der Tasche, als ihn großes Wetterpech vom sichergeglaubten Stockerlplatz verdrängte…

Alfred Leitner hatte ja bereits mit der „Auswanderung“ nach Australien gedroht, wenn er beim vierten Rallye-Staatsmeisterschaftslauf der Saison erneut vorzeitig ausscheiden würde. Doch nach dem ausführlichen Test, der von Andi Waldherr und dessen Team WMS-Motorsport durchgeführt wurde, hielt der geschichtsträchtige Diesel-Golf dieses Mal im großen und ganzen problemlos über die gesamten 150 SP-Kilometer.

Lediglich am ersten Tag gab’s kleinere Probleme, wie Co-Pilotin Nina-Irina Wassnig erzählt: „Fredi kam gut ins Fahren, wir waren super unterwegs – doch dann wurde der Motor plötzlich sehr heiß und wir mussten einfach langsamer fahren, um keinen Motorschaden zu riskieren.“ Das Problem wurde im Service jedoch umgehend behoben, dieses Mal übrigens von der Mechaniker-Truppe rund um Rene Vontsina, die bei Alfred Leitner bleibenden Eindruck hinterließ: „Ein großes Kompliment und ein Dankeschön an die Jungs. Da merkt man sofort, dass Profis am Werk sind, einfach toll, wie alles funktioniert hat!“

Danach lief es richtig gut, vor allem am zweiten Tag waren die Zeiten des Steirers mehr als achtbar – kein Wunder, wollte er doch bei der Rallye seines Hauptsponsors Castrol unbedingt zeigen, dass schon zu Beginn der Saison mehr möglich gewesen wäre, wenn das Auto gehalten hätte. Zwei Sonderprüfungen vor Schluß hatte das Duo Leitner/Wassnig jedenfalls den dritten Rang in der Dieselklasse sicher, doch dann begann es auf der vorletzten Sonderprüfung, nur wenige Autos vor Fredi Leitner, wolkenbruchartig zu regnen.

„Es war einfach unglaublich“, erzählt ein etwas enttäuschter Pilot von den entscheidenden Minuten, in denen er den dritten Platz in der Dieselwertung verlor: „Es hat ein paar Autos vor uns zu regnen begonnen und als ich dann auf die Strecke ging, wurde aus dem Regen eine Sturmflut. Auf den Schotterabschnitten kamen mir Sturzbäche entgegen, das Wasser kam teilweise über die Motorhaube, es war einfach unglaublich. Dann sind uns zu allem Überfluß natürlich auch noch die Scheiben angelaufen – Nina musste sich abschnallen und die Scheiben wischen, damit ich überhaupt weiterfahren konnte!“

Genau ein Auto nach Alfred Leitner wurde die SP dann neutralisiert, die letzte Sonderprüfung aufgrund der starken Regenfälle überhaupt abgesagt – doch da war es bereits zu spät, der dritte Platz in der Dieselklasse verloren. So sieht der VW-Pilot die Castrol-Rallye mit einem weinenden und einem lachenden Auge: „Es tut gut, dass wir zeigen konnten, dass wir schnell sind und in der stark umkämpften Dieselwertung aufs Podest fahren können. Andererseits trauere ich dem durch das Wetterpech verlorenen Stockerlplatz schon ein bisserl nach. Aber es kommen bald andere Rallyes, da haben wir bestimmt mehr Glück.“

Die nächste Rallye nach der Sommerpause wird übrigens die BP Ultimate Rallye von 07. bis 08. September 2007 sein, Start- und Zielort der Rallye ist Krumbach in Niederösterreich.

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