RALLYE

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Widerstand!

In Anbetracht der technischen Unterlegenheit hat sich das Rallyeteam von Walter Kovar und Werner Kohlbacher bisher blendend geschlagen.

Walter Kovar und Werner Kohlbacher können mit ihrer bisherigen ÖRM-Saison zufrieden sein: Sie liegen derzeit an der vierten Stelle der Meisterschaft, auch wenn sie nur zwei von bisher drei Rallyes gefahren sind (die IQ-Jännerrallye mußte aus Budgetgründen ausgelassen werden). Hinzu kommt, daß der Mitsubishi Lancer Evo VII, den Walter Kovar einsetzt, den Wagen der führenden Größen wie Raimund Baumschlager oder Achim Mörtl deutlich unterlegen ist, denn sowohl in der Entwicklungsstufe als auch im Grad des Tunings unterscheiden sich die Fahrzeuge erheblich.

Zur Zeit läuft es mit der Zuverlässigkeit des Mitsubishi sehr hervorragend, was entscheidend zum guten Erfolg beigetragen hat. Eine große Stärke dieses Wagens liegt vor allem im Fahrwerk, während der Motor und die Bremsen gegenüber den dominierenden Teams sichtbar nachhinken. Hier zeigen sich die Grenzen, die dem ambitionierten Privatteam durch das Budget gesetzt sind.

Das Bemühen von Walter Kovar, Rückstände hinsichtlich der technischen Möglichkeiten durch beherztes Fahren auszugleichen, ist dennoch erkennbar, bei der Bosch-Rallye wäre ihm beinahe ein fünfter Platz in der Gesamtwertung geglückt – was zugleich ein dritter Platz unter allen in der Meisterschaft gewerteten Fahrzeugen hinter Baumschlager (Mitsubishi Lancer Evo IX) und Waldherr (VW Golf Kitcar) gewesen wäre. Ein Reifenschaden kostete jedoch zwei Plätze und ließ die VW-Kitcars von Kris Rosenberger und Hannes Danzinger nach vor fahren. Dennoch: Der Trend ist erfreulich.

Auch wenn grundsätzlich unter den gegebenen materiellen Voraussetzungen die Chancen auf einen Podestplatz eher gering sind, ist die Vorfreude von Walter Kovar und Werner Kohlbacher auf die Castrol Pölstal Judenburg-Rallye doch sehr groß. Das liegt vor allem an den Strecken, die grundsätzlich sehr selektiv sind und auch einen gewissen Schotteranteil haben. Das erhöht die Hoffnung, daß man die eine Sekunde pro Kilometer, die auf ein Top-Auto wie den Mitsubishi Lancer Evo IX fehlt, eventuell doch auffressen kann. Auf Untergründen mit reduzierter Bodenhaftung – siehe Rallyesprint – ist Walter Kovar immer besonders gut dabei. Sollte es auch noch regnen, was im vergangenen Jahr bereits vorgekommen ist, würden die Aussichten noch ein wenig günstiger stehen, denn da reduziert sich der PS-Nachteil erst recht.

Vor allem gegen die frontgetriebenen VW-Kitcars hätte man dann deutlich leichteres Spiel. Und schließlich und endlich weiß man ja nie, ob nicht auch einmal einem Raimund Baumschlager ein Fehler passieren kann, der einen entscheidenden Zeit- oder auch Platzverlust mit sich bringt. Sehr stark könnte mit Sicherheit auch Willi Stengg werden, der mit seinem Mitsubishi Lancer Evo IX (schon wieder so ein starkes Ding!) ebenfalls genannt hat.

Auch sonst blicken Walter Kovar und Werner Kohlbacher der Castrol Pölstal Judenburg-Rallye mit großer Begeisterung entgegen, ihre positive Grundeinstellung sollte ihnen helfen, von Beginn an schnell und fehlerlos zu fahren, um möglichst viele Punkte zu sammeln. Die Rallye ist an sich ein Publikumsspektakel, wobei vor allem der Rundkurs im Stadtinneren von Judenburg als Besonderheit gilt. Da macht es besonders viel Spaß, zu zeigen, was man kann. Auch die persönliche Motivation ist schließlich ein wichtiger Erfolgsfaktor...

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