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Oster-Rallye Bayern

Lustiger Karsamstag

Auf die Frage, wie denn die Oster-Rallye gewesen ist, werden Manfred Hinterreiter und Claudia Buchmayr antworten: „Lehrreich, aber lustig!“

Die Oster-Rallye in Tiefenbach/Niederbayern war trotz ihrer auffallenden Kürze (35 SP-Kilometer, was in Deutschland durchaus den normalen Verhältnissen bei nationalen Rallyes entspricht) äußerst ereignisreich und turbulent.

Das lag natürlich vor allem an den wankelmütigen Wetterverhältnissen, der Winter, der sich saison-untypisch lange Zeit zurückhielt, trat nun verstärkt in Erscheinung. Die Veranstaltung war auch wesentlich stärker besetzt, als man es einer Rallye dieser Größe zutrauen würde.

Manfred Hinterreiter und Claudia Buchmayr fügten sich dem Unausweichlichen – Schneefahrbahnen waren sie ja von der IQ-Jännerrallye gewohnt, und dort waren sie wesentlich extremer. Aber auch die Oster-Rallye war keinesfalls ohne. Man konnte sie schon als Zuverlässigkeitsprüfung in fahrerischer Hinsicht bezeichnen, und das kann man ja durchaus auch als Vorteil sehen.

Es hätte auch, was das Ergebnis betrifft, sehr gut enden können – Manfred Hinterreiter und Claudia Buchmayr waren mehrmals auf den Prüfungen die schnellsten Teilnehmer des Rallye-Club Perg. Für das Heckantrieb-Auto war das auf diesen Strecken schon ein guter Erfolg und ein weiterer Beweis für den zügig voranschreitenden Lernprozeß des noch jungen Rallyeteams.

Leider stellten sich jedoch auch Mißgeschicke ein, die den Triumph der Schnelligkeit auf der Strecke nutzlos machten: Ein Rundkurs wurde zu früh verlassen, was natürlich selten belohnt wird. Eine Sache, bei der auch Profi-Teilnehmer in der Vergangenheit schon oft kräftig danebengegriffen haben.

Der wahre Rückschlag kam erst auf der letzten Prüfung, als Manfred Hinterreiter den Mercedes zu quer anbremste. Dummerweise an einer Stelle, an der ein solcher Fehler besonders schwer bestraft wurde: Das Ende der Strecke war zugleich der Beginn von einem Abhang, die Antriebsachse hing plötzlich in der Luft.

Und noch etwas war dumm: Die Rallye war gut von Zusehern besucht, aber gerade hier befand sich niemand! Dass es überhaupt möglich war, unter diesen Umständen nach acht Minuten schon wieder weiterzufahren, war da schon großes Glück, aber es bedarf wohl keiner großer Erklärungen dafür, dass am Ende nur der letzte Platz herauskam. Manfred Hinterreiter und Claudia Buchmayr nahmen es wie gewohnt mit Humor.

Aus nationaler Sicht immerhin erfreulich: Auch am anderen Ende der Ergebnisliste befand sich ein Österreicher (Manfred Pfeiffenberger, der mit Catharina Schmidt ein großartiges Comeback feiern konnte).

Es wird aber mit Sicherheit auch Manfred Hinterreiter noch die Gelegenheit bekommen, sein Können unter das richtige Licht zu stellen, und da das wahrscheinlich sicher nicht mehr lange dauern wird, wird auch Claudia Buchmayr noch dabei sein. Einen Eindruck als Publikumslieblinge haben sie jetzt schon hinterlassen, und das ist erst ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Denn das ist ja erst der Anfang.

Frühestens bei der Althofen-Kärnten-Rallye, spätestens aber bei der Mühlviertel-Rallye, wird man den Mercedes von Manfred Hinterreiter und Claudia Buchmayr wieder bei einer Rallye bewundern können. Eine lange Wartezeit zwar, aber sie wird gewiß vorübergehen.

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