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„Die Menschen wollen, dass ich gewinne!“

Auf einem Ford Fiesta S2000 gibt der Argentinier sein IRC-Debüt – und will die Rallye gewinnen. Beim Shakedown jedoch reichte es nur für Rang fünf.

Michael Noir Trawniczek

„Es wird eine Herausforderung, aber wir wollen den höchsten Podestplatz erringen“ – eine Kampfansage von…Federico Villagra! Der aus der Weltmeisterschaft mehr oder weniger bekannte Munchi’s Ford-Pilot gibt an diesem Wochenende in seiner Heimat Argentinien sein IRC-Debüt auf einem Ford Fiesta S2000.

Beim Shakedown freilich, auf einer 6,23 Kilometer langen Teststrecke in der Nähe von Carlos Paz, lag der 40-jährige noch rund zwölf Sekunden hinter dem Bestzeithalter Juho Hänninen im Werks-Skoda Fabia S2000 zurück.

Doch da gibt es die „Crowd“, für die Superspecial in Carlos Paz werden rund 12.000 Fans erwartet – und Villagra weiß: „Diese Menschen wollen, dass ich hier gewinne. Und sicher fahre ich einzig und allein, um zu gewinnen. Ich möchte den Sieg! Und nicht nur hier in Argentinien, ich möchte ihn überall!“

Tatsächlich verfügt Villagra über gewisse Vorteile, nämlich einer ausgezeichneten Streckenkenntnis und mit dem Fiesta S2000 über ein starkes Fahrzeug. Und so landete er beim Shakedown trotz des erwähnten Rückstands auf Platz fünf, noch vor dem PWRC-Weltmeister des Jahres 2006, Nasser Al-Attiyah im Barwa Skoda Fabia S2000. Ob ein Federico Villagra jedoch IRC-Größen wie Juho Hänninen oder Kris Meeke schlagen kann, bleibt abzuwarten…

Daniel Oliveira, der brasilianische Stohl Racing-Schützling, markierte auf seinem Peugeot 207 S2000 die neuntschnellste Shakedown-Zeit.

Weil in der Nacht zuvor heftige Gewitter tobten, war die Shakedown-Strecke schlammig und an manchen Stellen recht heimtückisch. Probleme gab es bei Guy Wilks und auch Kris Meeke – beide touchierten einen Felsen und beschädigten dabei einen Querlenker. Das Wetter erschwerte bereits die Besichtigung – dichter Nebel vereitelte am Donnerstagmorgen die Besichtigung der legendären „La Cumbre“-Prüfung. Die Piloten und ihre Beifahrer mussten diese am Nachmittag nachholen. Weil die SP am Sonntagmorgen absolviert wird, ist zu befürchten, dass es ähnlich schlechte Bedingungen geben wird und die SP 9 folglich abgesagt werden muss.

Update: Die Rallye wurde am Freitagabend um 17 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ) mit der vier Kilometer kurzen Superspecial in Carlos Paz eröffnet. Die schnellste Zeit markierte Kris Meeke vor seinem Peugeot-Markenkollegen Bruno Magalhaes, dahinter die drei Skoda-Piloten Wilks, Hänninen und Kopecky. Lokalmatador Federico Villagara belegte mit 7,8 Sekunden Rückstand Platz sechs. Stohl Racing-Pilot Oliveira auf Rang acht.

Richtig los geht’s am Samstagmorgen um 8.13 Uhr Ortszeit (12.13 Uhr MEZ) mit der 16,5 km langen SP 2. Am Samstagvormittag werden ins gesamt vier Sonderprüfungen absolviert.



Shakedown-Zeiten

 1. Hänninen       Skoda        5:16.9
 2. Kopecky        Skoda        5:24.3
 3. Wilks          Skoda        5:26.5
 4. Meeke          Peugeot      5:28.7
 5. Villagra       Ford         5:28.8
 6. Al-Attiyah     Skoda        5:32.1
 7. Magalhaes      Peugeot      5:33.2
 8. Bernardi       Mitsubishi   5:35.5
 9. Oliveira       Peugeot      5:44.3
10. Padilla        Mitsubishi   5:46.8


SSP 1

 1. Meeke           Peugeot     2:32.8
 2. Magalhaes       Peugeot      + 1.4
 3. Wilks           Skoda        + 2.2
 4. Hänninen        Skoda        + 2.9
 5. Kopecky         Skoda        + 2.9
 6. Villagra        Ford         + 7.8
 7. Baldoni         Mitsubishi   + 8.4
 8. Oliveira        Peugeot      + 9.3
 9. Al-Attiyah      Skoda        + 9.4
10. Pozzo           Subaru       + 9.5       

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