RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Ich will um den Titel fahren"

Die Tage von Mikko Hirvonens Nummer-1-Status bei Ford scheinen gezählt, Jari-Matti Latvala will laut eigener Aussage 2011 um den Titel fahren.

Jari-Matti Latvala bekam von seinem Ford-Team vor der Saison 2010 eine klare Ansage: Mikko Hirvonen ist unser Mann, der mit Sébastien Loeb um den Titel fighten soll, du bist die Nummer zwei.

Der junge Finne konnte zwar immer schon mit seinem Speed überzeugen, oft genug landete er mit seinem Focus aber auch im Aus. Also musste er bei Ford die Nummer-zwei-Rolle übernehmen - auch, damit der Erfolgsdruck ein bisschen von ihm genommen wurde.

Nun ist die Saison vorbei, und aus der Nummer zwei 2010 ist sehr wahrscheinlich der Titeljäger 2011 geworden. Latvala holte in der abgelaufenen Saison zwei Siege - in Neuseeland und beim prestigeträchtigen Heimlauf in Finnland - sowie vier weitere Podiumsplätze. Damit wurde der 25-Jährige Vizeweltmeister hinter Sébastien Loeb, und kündigt selbstbewusst an: "Nächstes Jahr will ich um den Titel fahren."

Und sein Teamchef Malcolm Wilson traut ihm das nach dieser erfolgreichen Saison durchaus zu. Eines ist jedenfalls klar: Als klare Nummer zwei wird Latvala im nächsten Jahr wohl nicht mehr agieren müssen.

"Dass Jari Zweiter in der Fahrerweltmeisterschaft wurde, ist für das Team und vor allem für ihn ein herausragendes Ergebnis", so Wilson gegenüber 'Autosport'. "Ja, es gab ein paar Enttäuschungen, aber in diesem Jahr ist er wirklich erwachsen geworden. Er ist mehr gereift, als wir erwartet hatten."

Der Sieg in Finnland sei "der Wendepunkt von Latvalas Karriere" gewesen, erklärt der Ford-Teamchef weiter: "So wie das in den vergangenen Jahren bei vielen Fahrern der Fall war. Er hat dort gewonnen, er hätte Japan gewinnen können, dann hat er in Frankreich vier Bestzeiten hingelegt und hätte in Wales gewinnen können. Das ist alles äußerst positiv. Jari hat gezeigt, dass er die Pace hat, um im nächsten Jahr an der Spitze mitzukämpfen. Und im nächsten Jahr wird es zweifellos einen sehr engen und interessanten Fight geben."

Latvalas neue Stärke stimmt Ford optimistisch für 2011. Denn nun hofft man, zwei Eisen im Feuer zu haben, die Siege holen können und sich dabei gegenseitig auch noch anspornen. Und auch Teamkollege Hirvonen, der eine schwierige Saison als Gesamtsechster beendete, sieht die neue "Konkurrenz" im Team positiv.

"Er war wirklich, wirklich gut", sagt Hirvonen bei 'wrc.com' über Latvala. "Er war immer schon schnell, und jetzt war er auch wirklich konstant. Von daher verdient er diesen Platz definitiv. Das macht mich für das nächste Jahr noch hungiger. Natürlich wird es schwieriger, weil es ein engerer Kampf mit Jari-Matti und allen anderen wird. Aber aus Teamsicht ist das sehr gut. Natürlich wollen wir nicht so enden, dass wir gegeneinander kämpfen. Aber jetzt sind wir zwei schnelle und konstante Fahrer und das kann für alle nur gut sein."

Dem pflichtet Latvala selbst zu: "Ich war der Schwachpunkt, weil es mir an Konstanz gefehlt hat. Vielleicht hatte ich den Speed, aber nicht die Konstanz. Jetzt passt es auch in diesem Bereich. Und ich denke, wird sind für einen großen Fight im nächsten Jahr gerüstet."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.