RALLYE

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Weiße Weste bewahrt

Knapp, aber doch, Raimund Baumschlager gewinnt auch die 6. Rallye der Saison und ist seinem Ziele - alle Rallyes zu gewinnen - wieder ein Stück näher gekommen.

Foto: Harald Illmer

Raimund Baumschlager setzte nach der Sommerpause der österreichischen Rallyemeisterschaft dort fort, wo er im Juli aufgehört hatte. Der Oberösterreicher gewann mit seinem Skoda Fabia S 2000 die Arbö Steiermark Rallye vor Beppo Harrach (Mitsibishi Evo IX) und Andeas Waldherr (VW Polo S 2000).

Es war der sechste Sieg im sechsten Lauf. Nur noch ein Erfolg trennt den bereits feststehenden neuen Meister von seinem hochgesteckten Ziel, alle Meisterschaftsläufe in einer Saison zu gewinnen.

Den Grundstein zu seinem insgesamt 9. Sieg in Admont hatte Baumschlager und sein Beifahrer Thomas Zeltner bereits auf den ersten fünf Sonderprüfungen gelegt. Nach Bestzeit beim Nacht-Prolog am Freitag, waren sie auf den ersten vier Tagesprüfungen dreimal Schnellste und bauten den Vorsprung auf Beppo Harrach auf 20,9 Sekunden aus .

„Auf dem Rundkurs in Treglwang bin ich im zweiten Ringerl auf Manfred Stohl aufgelaufen, außerdem habe ich mich bei der Reifenwahl vergriffen“, erklärte Baumschlager dann seinen schrumpfenden Vorsprung auf Harrach, der im Laufe des Tages immer stärker wurde. Vor den letzten vier Prüfungen hatte Baumschlager ein Guthaben von 10,6 Sekunden, dann nur noch 9,5 Sekunden.

„Ich wollte den Vorsprung verwalten und ohne Risiko ins Ziel bringen. Dann wurde es noch einmal eng. Die Konkurrenz in Österreich ist sehr stark, wir fahren auf einem international sehr hohen Niveau. Trotzdem war es für mich eine sehr komische Rallye. Da habe ich zum Beispiel auf dem Rundkurs in Hall beim zweiten Umlauf nach halber Distanz völlig den Rhythmus verloren“, suchte Baumschlager nach einer Erklärung.

In Hall fuhr Baumschlager beim dritten Mal seine fünfte Bestzeit: „Beppo kam mir immer näher und ich musste das Risiko erhöhen, weil ich unbedingt die Rallye gewinnen wollte.“ Auf den beiden abschließenden Prüfungen – Kaiserau und Rundkurs Treglwang – war Harrach jeweils der Schnellste, der Remus-Pilot rettete schließlich einen Vorsprung von 1,8 Sekunden vor Harrach ins Ziel. „Geschafft, die Serie hat gehalten“, jubelte Baumschlager.

Copilot Thomas Zeltner zog so Bilanz: „Es war von den Wetterbedingungen her eine sehr schwierige Rallye, wir hatten teilweise Aquaplaning bei Höchstgeschwindigkeiten. Bei derartigen Verhältnissen hat man wenig Spaß, aber wir müssen damit leben.“

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