RALLYE

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Sonnige Tage

Die Steiermark, besser gesagt die Castrol Rallye, war für das VW Motorsport Team Austria von Dr. Helmuth Czekal auf jeden Fall eine Reise wert.

Und das nicht nur Dank der sommerlichen Temperaturen an den beiden Rallyetagen – denn die umfangreichen Arbeiten an den beiden Fahrzeugen des Teams, dem VW Polo S2000 von Andreas Waldherr/Bernhard Ettel, sowie dem VW Scirocco TDi von Daniel Wollinger/Martin Kleibenzettl, vor der Rallye, erwiesen sich als wichtige Fortschritte im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit.

Andreas Waldherr, dessen Polo S2000 fahrwerkstechnisch überarbeitet wurde, konnte den Rückstand auf den Werks-Skoda S2000 von Raimund Baumschlager bzw. die aktuelle Spitze in der österreichischen Rallyemeisterschaft deutlich reduzieren. Gesamtrang vier – nur 7,5 Sekunden hinter dem als Maximalziel definierten dritten Podiumsplatz – stimmen zuversichtlich und bestätigen die Arbeit des Teams und der Techniker in den vergangenen Wochen.

„Wir haben fahrwerkstechnisch einen großen Schritt nach vorne gemacht und ich habe das Gefühl, dass wir in diesem Punkt nun sehr gut aussortiert sind. Mit dem neuen Set-Up habe ich aber auch realisieren müssen, dass es uns offensichtlich an Motorleistung fehlt. Denn erstmals konnte ich wirklich an die vermeintlichen fahrwerkstechnischen Grenzen des Fahrzeuges gehen und da ginge doch noch einiges in Richtung höherer (Kurven-)Geschwindigkeiten. Endlich bekomme ich vom Fahrwerk jene Rückmeldungen, die ich brauche um schnell fahren zu können. Darum werden wir im Hinblick auf die Maribor Rallye auch noch an der Motorabstimmung arbeiten, damit wir vielleicht noch die eine oder andere Sekunde finden. Ansonsten bin ich mit meiner Leistung und der Performance des VW Polo S2000 sehr zufrieden. Das Auto war top-vorbereitet und lief die ganze Rallye über problemlos. Außer ein paar Kotflügelverbreiterungen, die im Eifer des Gefechtes an diversen Schikanen abhanden gekommen sind und ersetzt werden mussten, konnten wir das Service auf reine Standardarbeiten reduzieren. Das spricht eindeutig für die Zuverlässigkeit des VW Polo S2000.“, fasst Andreas Waldherr die Castrol Rallye aus seiner Sicht zusammen.

Waldherr sieht aber auch die Zukunft realistisch. So ist es für ein Privatteam, das sämtliche Entwicklungsarbeiten für die Asphaltversion des VW Polo S2000 alleine realisieren muss, praktisch unmöglich den vorhandenen Abstand zu einem vom Werk (weiter) entwickelten Skoda S2000 zu egalisieren. Trotzdem steht man zum Projekt mit dem VW Polo S2000 und schon in der Legende hat David gegen Goliath gesiegt. Vielleicht gelingt ja auch dem VW Motorsport Team Austria-Duo Waldherr/Ettel noch eine solche Heldentat.

Die Castrol Rallye bescherte dem VW Motorsport Team Austria aber auch eine besondere weitere Freude: Daniel Wollinger, mit Co-Pilot Martin Kleibenzettl, kommt mit dem VW Scirocco TDi des Teams immer besser in Fahrt und sorgte letztendlich für den ersten Sieg in der Dieselwertung mit dem neuen Fahrzeug! Mit diesem Sieg schob sich Daniel Wollinger auch an die Spitze der Dieselwertung in der österreichischen Rallyemeisterschaft 2010.

Dazu Daniel Wollinger: „Wir sind natürlich noch immer in der Lern- und Entwicklungsphase mit dem neuen VW Scirocco TDi, aber die gefahrenen Sonderprüfungszeiten zeigen, dass ich mich immer besser an das Fahrverhalten bzw. Motorcharakteristik des Selbstzünder-Scirocco gewöhne. Auch die Arbeiten am Fahrwerk, die das Team vor der Rallye vorgenommen hat, waren ein großer Fortschritt. Dass es jetzt zum ersten Sieg mit dem neuen VW Scirocco TDi gereicht hat und wir damit auch die Führung in der Dieselwertung in der österreichischen Meisterschaft übernommen haben, freut mich natürlich besonders. Das stimmt mich doch zuversichtlich für die bevorstehenden Rallyes.“

In den kommenden knapp drei Wochen wartet auf das VW Motorsport Team Austria also wieder einiges an Service- und Testarbeit, um wieder entsprechend vorbereitet zur nächsten Runde der österreichischen Rallyemeisterschaft 2010, der Maribor Rallye in Slowenien, anzureisen.

Viel Arbeit für ein kleines, aber starkes, Team, dass sich nach der Castrol Rallye mit Waldherr/Ettel (VW Polo S2000) auf Platz drei in der österreichischen Rallyemeisterschaft 2010 bzw. mit dem VW Scirocco TDi-Team Wollinger/Kleibenzettl auf Position eins in der Dieselwertung wiederfindet.

Die österreichische Rallyemeisterschaft wird am 2./3. Juli 2010 mit der Maribor Rallye in Slowenien fortgesetzt. Und nach aktuellen Planungen soll es auch wieder einen „Abstecher“ der slowenischen Rallye in den Raum Leutschach (Steiermark) geben.

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