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Waldherr als neuer Herausforderer?

Nach SP 3 fehlen Andi Waldherr nur rund sieben Sekunden auf den Serienstaatsmeister. Probleme bei Harrach, Stohl & Stengg. 2WD: Danzinger führt.

Michael Noir Trawniczek & Stefan Schmudermaier
Fotos: Daniel Fessl

Bei Gluthitze und strahlendem Sonnenschein wurde am Samstagvormittag die Maribor-Rallye fortgesetzt. Zwei jeweils rund elf Kilometer lange Sonderprüfungen standen auf dem Programm.

Doch wie schon am Freitagabend, auf der rund vier Kilometer kurzen Eröffnungs-SP, wurde die schnellste Zeit nicht von Raimund Baumschlager markiert. Auf SP 2 hieß der Bestzeithalter vielmehr Andreas Waldherr, wenngleich der Serienstaatsmeister nur 1,3 Sekunden zurücklag. Möglicherweise lag es daran, dass es im Skoda Fabia S2000 einen kurzzeitigen Ausfall der Intercom gab.

Auf der dritten Prüfung schließlich war Baumschlager dann nicht zu schlagen, sodass er in der Zwischenwertung mit einem Vorsprung von 7,7 Sekunden die Führung übernahm. Waldherr strahlte trotzdem über beide Ohren, schließlich kam er hier so nahe an den Serienstaatsmeister heran, wie schon lange nicht. Springt Waldherr nun als "neuer" Herausforderer des Staatsmeisters für Andi Aigner und Patrick Winter in die Presche? Waldherr berichtete jedenfalls erfreut: „Wir sind locker gefahren, haben uns sehr gut vorbereitet – wir haben unser Auto von Rallye zu Rallye weiter entwickelt, das macht sich bezahlt. Wir haben Verbesserungen am Getriebe vorgenommen und eine neue Fahrwerkseinstellung verwendet. Da hatten wir offenbar das richtige ‚Handerl’“

Probleme gleich am Beginn

Das wiederum kann man im DiTech Rallye Team nicht behaupten, denn dort musste am Morgen das Differenzial getauscht werden, was Beppo Harrach 20 Strafsekunden einbrachte. Doch es kam noch schlimmer: „Auf der ersten Prüfung ist nach sechs Kilometern das Gas in Vollgasstellung hängen geblieben – da fährst du dann nur mehr gegen das Gas. Ein möglicher Podestplatz ist nun in weite Ferne gerückt.“ Harrach liegt mit rund 45 Sekunden Rückstand auf Platz elf.

Unglücklich lief es auch bei Manfred Stohl, der für die Maribor-Rallye wieder auf den Erdgas-Mitsubishi zurückwechselte. Co-Pilotin Ilka Minor berichtete: „Auf der ersten Prüfung lief es gut, doch auf der zweiten brach die Antriebswelle.“ Die Stohl Racing-Mechaniker hatten alle Hände voll zu tun, die Welle rechtzeitig auszutauschen. Als Minor die Anweisung „Sechs Minuten!“ gab, waren die Arbeiten noch voll im Gange. In der Gesamtwertung rutschte Stohl auf Platz 18 ab, mit einem Rückstand von mehr als einer Minute.

Alles andere als problemlos lief es auch bei Willi Stengg im Subaru. Co-Pilot Thomas Klinger schüttelte den Kopf: „Wir fahren gut, doch die Zeiten sind schlecht. Wir sind ratlos. Jetzt probieren wir eben ein paar Kleinigkeiten aus…“

Gaßner auf Rang drei

Auf Platz drei rangiert der Deutsche Hermann Gaßner senior in seinem Mitsubishi Lancer Evo X. Doch nur sieben Zehntelsekunden dahinter lauert Mario Saibel im verbliebenen MCC-Evo X. „Wir haben vorsichtig begonnen, da ich die Strecke ja noch nicht kenne, denn im Vorjahr bin ich ja hier nicht gefahren“, berichtete Saibel. Am Nachmittag werde man „das Tempo steigern“, kündigte er an. Den Wagen von Andi Aigner, der kurzfristig seine Teilnahme zurückzog, ließ MCC in Linz - Jörg Rigger pilotiert einen frisch lackierten EvoIX, derzeit ist er auf auf Platz 71 zu finden.
Auf Platz fünf liegt der schnellste Mann der gestrigen Zuschauerprüfung, Reinhard Pasteiner, bester Lokalmatador ist erwartungsgemäß Aleks Humar im Subaru vor seinen Landsleuten Peljhan und Logar. Eine gute Leistung zeigte auch Alexander Tazreiter, der nach drei Prüfungen den neunten Gesamtrang belegt.

2WD: Danzinger führt

In der 2WD-Wertung führt etwas überraschend Hannes Danzinger im Ford Fiesta R2, er konnte Hermann Neubauer im Suzuki S1600 und Michael Kogler im VW Golf Kitcar trotz leistungstechnischer Unterlegenheit hinter sich lassen.

In der Klasse der Historischen führt einmal mehr Kris Rosenberg, allerdings lediglich neun Sekunden vor Kurt Göttlicher.

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