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Rallye-ÖM: Schneebergland

Platzt zwei in der 2WD-Wertung verteidigt

Bei einer der schwersten Rallyes konnte Abarth 500-Pilot Michael Böhm mit einem dritten Platz in der 2WD-Wertung Platz 2 in der 2WD-Tabelle halten.

Foto: Robert May

Mit einer sensationellen Leistung des gesamten Teams konnte die Scuderia Abarth Austria bei einer der schwersten Rallyes dieser Saison, der Schneebergland Rallye, den zweiten Platz in der 2WD Wertung behaupten und mit einigen zweiten Zeiten auch zeigen, dass der kleine Abarth 500 obwohl es werksseitig keine Erfahrungen auf Schotter und somit auch kein set-up für Schotter gibt mit den stärkeren Konkurrenten mithalten kann.

Das Techniker-Team der Scuderia Abarth Austria hat das Set-up perfekt getroffen und Erfahrungen vom Rallye-Sprint, der zwei Wochen vorher stattfand umgesetzt.

Bei den ersten vier Sonderprüfungen am Freitag gab es keinerlei technische Probleme, der Abarth lief perfekt und die Zeiten waren ausgezeichnet. Durchwegs siebente Gesamtzeiten und nur drei, vier und sieben Sekunden hinter Neubauer oder Danzinger.

Nach DSP vier lag Michael Böhm am ausgezeichneten siebenten Gesamtrang und an der dritten Stelle in der 2WD Wertung, also auf Kurs. Berist seit der dreitnen SP klagte Böhm über Probleme mit der Kupplung und verlor beim Start jeweils wertvolle Sekunden. Im Service nach SP 4 konnte das Mechanikerteam das Problem orten und provisorisch reparieren. So konnten die letzten Sonderprüfungen am Freitag noch absolviert werden und der Zeitverlust hielt sich in Grenzen. Platz acht gesamt war eine gute Ausgangsbasis für den Samstag auf Schotter.

Bereits bei der ersten Sonderprüfung das Samstags zeigte sich, dass der kleine Abarth auf Schotter sehr schwer zu fahren war und der kurze Radstand ein absoluter Nachteil ist. Die Kupplung funktionierte zwar, aber Vorsicht war angesagt.

So mussten rutschten Böhm /Tomasini die Allradboliden von Waldherr und Mayer ziehen lassen und rutschten auf den zehnten Gesamtplatz, konnten aber den dritten 2WD-Platz festigen. In SP acht gelang die zweitschnellste 2WD Zeit noch vor Neubauer und der Abstand zu Fritz Waldherr schrumpfte auf 1,5 Sekunden.

Nach SP neun war das Scuderia Abarth Team bereits wieder auf Platz neun und war guter Dinge. In SP zehn dann plötzlich eigenartige Geräusche aus dem Getriebe und ein vierter Gang, der ganz einfach den Dienst versagte. Im Service wurde beraten und das Team entschied weiter zu fahren, auch wenn das Risiko einen Getriebeschadens angesichts der brutalen Schotterpassagen sehr hoch war.

Mit dem nötigen Feingefühl und ohne vierten Gang schaffte Michi Böhm in SP 12 eine tolle 2WD Zeit, nur 2,6 Sekunden hinter Neubauer. An Angriff war nun nicht mehr zu denken, galt es eine gute Platzierung und ein halbwegs funktionierendes Getriebe ins Ziel zu bringen. Man schaffte noch aus eigener Kraft Fritz Waldherr zu überholen und profitierte, wie die anderen Teilnehmer auch, von den Ausfällen von Harrach und Lietz.

Platz sechs nach der allerletzten, der 18ten Sonderprüfung war der Lohn der Arbeit für das gesamte Team, das sich bei Hitze und zuletzt starkem Regen für dieses Ergebnis einsetzte. Leider gab es bei der Anfahrt zur letzten Zeitkontrolle ein Problem und man stempelte um eine Minute zu spät, was zehn Strafsekunden bedeutete. Das bedeutete Platz sieben, 4,8 Sekunden hinter Waldherr, der sich über das “Geschenk” freute.

Somit war aber mit Platz drei in der 2WD Meisterschaft das Plansoll erfüllt in der zweite Gesamtrang abgesichert.

Michael Böhm: “Wir haben von beginn an das Tempo mitgehen können, allerdings haben uns auf die Spitze einige Sekunden gefehlt. Trotz der Probleme mit der Kupplung am Freitag und am Samstag mit dem Getriebe haben wir den angestrebten Podestplatz erreichen und eine tolle Gesamtplatzierung erzielt. Damit bleibt die 2WD Meisterschaft spannend und wir werden weiterhin alles geben und ganz vorn zu landen. Jetzt konzentrieren wir uns auf Admont.”

Teamchef Christian Böhm:” Die Leistung des gesamten Teams war einfach fantastisch. Wir konnten anfangs vorne mitfahren und hatten dann durch einige technische Probleme das tempo rausgenommen, um wichtige Punkte ins Ziel zu bringen, was auch gelungen ist. Dass nebenbei auch noch eine ausgezeichnete Gesamtplatzierung herausgekommen ist zeigt das Potential von Auto und Fahrer.”

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