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Rallye-ÖM: ARBÖ

Baumschlager führt

Baumschlager führt nach zwei Prüfungen 5,2 Sekunden vor Harrach, Stohl Dritter. Aigner dominiert 2WD vor den Suzukis, Danzinger vor dem Start out.

Stefan.Schmudermaier@motorline.cc

Bei der letzten Rallye im Schneebergland blieben die beiden Erzrivalen - Beppo Harrach und Raimund Baumschlager - beide ohne Punkte.

Während sich Harrach kurz vor Ende der Rallye ein Rad ausriss und aufgeben musste, legte Baumschlager nach einem Mountainbike-Sturz eine Zwangspause ein.

Bei der vorletzten ÖM-Rallye der Saison stehen beide Piloten wieder am Start und Baumschlager eröffnete die ARBÖ-Rallye mit Bestzeit auf seinen Heim-Sonderprüfungen, sechs Sekunden vor Harrach. Dem reicht allerdings ein 5. Platz um den Titel vorzeitig zu fixieren.

Dahinter sind die Zeitabstände bereits beträchtlich. Manfred Stohl liegt als Dritter über 25 Sekunden zurück, weitere 12,3 Sekunden dahinter Gerwald Grössing.

Auf Platz fünf bereits der schnellste Fronttriebler, wenig überraschend Andi Aigner im Renault Clio, der in der 2WD-Klasse den Ton vor Zellhofer und Neubauer angibt.

Einen schwarzen Freitag erlebte Hannes Danzinger, der Führende in der 2WD-Meisterschaft. An seinem Ford Fiesta R2 trat ein Defekt in der Motorsteuerung auf, Danzinger musste noch vor dem Start aufgeben.

In der 2WD-Staatsmeisterschaft kommt er mit einem blauen Auge davon, da dies sein zweiter Nuller und damit sein zweites Streichresultat ist. Sollte Neubauer gewinnen, wären die beiden punktegleich.

Nach dem Service geht es erneut auf die beiden Sonderprüfungen, die sich in noch rutschigerem Zustand als beim ersten Mal präsentieren werden.

Stimmen der Piloten nach SP 2

Baumschlager: „Die Runde war OK, ich hatte allerdings etwas zuviel Luftdruck, auf der 2. SP war ich kurz neben der Strecke.“

Harrach: "Wir haben vorsichtig begonnen und versucht rund zu fahren, das klappt allerdings nicht, wir cutten jetzt auch wieder. Ich fahre meinen Speed und bin zufrieden.“

Stohl: "Es ist unglaublich rutschig und schwierig, die 2. Runde über diese Prüfungen wird noch schwerer. Ich fahre Attacke, einen Aha-Moment gabs als ich mit Bande fahren musste…

Grössing: "Es läuft gut, wir haben einiges am EVO VII verändert, er ist jetzt mehr Rennwagen als vorher. Wir tasten uns heran…“

Aigner: „Die Bedingungen sind für einen Fronttriebler sehr schwierig, es liegt viel Schotter auf der Straße. Gleich zu Beginn hatten wir ein Problem mit der Intercom, jetzt passts aber wieder. Das Setup ist zu weich, da war ich zu konservativ.“

Saibel: "Ich fahre ja erstmals mit dem EVO X R4 und bin momentan nicht zufrieden. Die Umstellung ist größer als ich mir gedacht habe, die Bremspunkte passen nicht und zudem haben wir einen Zaun touchiert...“

Kovar: „Ich hoffe wir haben den Defektteufel nun besiegt, die letzten Rallyes sind wir ja fast nicht zum fahren gekommen…“

Lietz: „Ich bin nicht ganz zufrieden, wir haben ein kleines Problem mit der Bremse. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns noch steigern können.“

Mrlik: Ich muss mich an das neue Auto gewöhnen, momentan schalte ich noch zu früh, das bin ich vom Diesel so gewohnt. Mit den Zeiten sind wir zufrieden, wir wollen lernen und nichts übertreiben.

Zellhofer: Wir haben eine sehr gute Harmonie, das Auto ist perfekt und die Rallye sehr schwierig.“

Neubauer: "Die erste SP war nicht so gut, wir müssen erst unseren Rhythmus finden. Die zweite hat gepasst, der Rückstand von rund einer Sekunde pro Kilometer auf Andi Aigner ist OK.“

Rigger: Wir haben einen Rhythmus gefunden und wollen dieses Mal unbedingt ins Ziel kommen.“

Böhm: "Man sollte die Rundkurse aus dem Rallyesport verbannen. Ich wollte Walter Kovar ausweichen und bin dabei in den Graben gefahren wo ich einen Kanaldeckel erwischt und die Spurstange beleidigt habe..."

Wollinger: „Wir haben leider Probleme mit einem aussetzenden Motor, zudem lässt die Bremswirkung bei der langen Prüfung stark nach, wir müssen uns das im Service ansehen.“

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