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Rallye-ÖM: BP Ultimate Rallye

Alpenglühen mit Atembeschwerden

Koni und Christoph Friesenegger wurden Dritte unter allen Mitbewerbern mit historischen Rallyewagen und dürfen auch über dieses Ergebnis sehr erfreut sein.

Erfreulicherweise hat sich auch diesmal wieder eine starke Formation an historischen Rallye-Fahrzeugen im Lavanttal eingefunden, die stilistische Qualität ist hier unverändert sehr hoch, was gerade bei einer so charaktervollen, wenn auch sehr schwierigen Streckenführung wie jener der BP Ultimate-Rallye im Lavanttal hervorragend zur Geltung kommt.

Es ist fraglos, dass Koni Friesenegger einer der treuesten Vertreter im Bewerb der Historischen ist, und diese Beständigkeit sollte sich in diesem Jahr sehr bezahlt machen: Er beendete den Lauf als Dritter unter allen Historischen-Teilnehmern.

Seit einiger Zeit fährt Koni Friesenegger ja wieder mit seinem Bruder Christoph, so wie schon in seinen Anfangsjahren, und auch ein weiterer Praxistest hat bewiesen, dass man sie unbedingt zu den Favoriten in ihrer Kategorie zählen muß. Schon vom Beginn weg hielten sie sich hier auf der guten zweiten Position und nutzten konsequent ihre langjährige Lavanttal-Erfahrung.

Einen Umstand gab es allerdings, der den Mostviertlern das Attackieren stark erschwerte: Die Motorleistung ihres bewährten, 35 Jahre alten Opel Kadett GT/E war gegenüber dem „Normalwert“ deutlich reduziert, sodaß Gerhard Openauer, der Führende mit seinem Ford Escort RS 2000, an dem man nach der ersten Prüfung noch dicht dran war, zusehends enteilte. Als Ursache für das ominöse Leistungsdefizit wurde kurz vor Schluss ein verstellter Gaszug entdeckt, der die Vergaser nur zu maximal drei Viertel öffnen ließ. Und was das vor allem auf den langen, steilen Bergaufpassagen bedeutet, die man bei der BP-Rallye im Lavanttal eben besonders häufig hat, kann man sich leicht vorstellen.

Dennoch wurde wie gewohnt attackiert, nachhaltig und mit sehr viel Kampfgeist, sodass der zweite Platz unter den Historischen nach dem ersten Tag recht gut abgesichert schien. Zunächst ging es auch so weiter, und zeitenmäßig konnte man sporadisch durchaus auch ähnliche SP-Ergebnisse schaffen wie Gerhard Openauer.

An einen Positionswechsel nach Vorne war natürlich kaum noch zu denken, aber immerhin sah es danach aus, als ob man sich mit dem geschwächten Opel gegen einen möglichen Druck von Hinten ausreichend abschirmen könne. Aber dann wurde es noch einmal richtig stressig: Den bärenstarken Sierra Cosworth von Kurt Göttlicher, der am Schluss richtig in Fahrt kam, konnte man gerade noch abfangen, aber auch Karl Wagner mit dem Porsche 911 erwischte eine extrem gute Schlussphase.

So gut, dass er sogar die Spitze der Historischen übernahm. Da nützte es auch nichts mehr, daß man den Wurm in der Gassteuerung des Kadett letztendlich noch fand. Fazit: Koni und Christoph Friesenegger wurden Dritte unter allen Mitbewerbern mit historischen Rallyewagen und dürfen auch über dieses Ergebnis sehr erfreut sein.

Bis auf das hartnäckige „Atemleiden“ zeigte sich der Opel Kadett GT/E einmal mehr als enorm zuverlässig, die gute Vorbereitungsarbeit der Mechaniker wurde bestätigt. Die Zielsetzung für die BP Ultimate-Rallye im Lavanttal (man erinnert sich: möglichst weit nach Vorne kommen und dem Publikum ein wahrhaftes Rallye-Erlebnis zu bieten) hat man klar erfüllt, man kann wieder sagen: Gut ist’s gangen, viel is g’schehn. Wo Koni und Christoph Friesenegger auftauchen, ist es eben niemals langweilig.

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