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Unsicherheit ab 2027 Hyundai bekennt sich zur WRC, aber nur bis einschließlich 2026
Hyundai Motorsport

Hyundai bleibt bis 2026 in der WRC - Unsicherheit ab 2027

Hyundai bleibt der Rallye-WM zumindest bis Ende 2026 erhalten, doch der Hersteller zögert mit einem längerfristigen Bekenntnis

Hyundai hat seine bislang deutlichste Andeutung gemacht, dass das Engagement in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) zumindest bis Ende 2026 fortgesetzt wird. Das bestätigte Teamchef Cyril Abiteboul an diesem Wochenende bei der Rallye Sardinien.

"Es ist ein natürlicher Zyklus, der bis ins nächste Jahr reicht. Wir hoffen, dass wir das bald bestätigen können", sagte Abiteboul gegenüber Autosport, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. 2026 ist das letzte Jahr, in dem das aktuelle Rally1-Reglement gilt.

Die Zukunft des koreanischen Herstellers in der WRC war zuletzt ungewiss. Hintergrund war unter anderem die Ankündigung eines Engagements in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ab 2026 mit der Luxusmarke Genesis. Auch die geplanten neuen WRC-Regeln für 2027 sorgten intern für Zweifel.

Ab 2027 noch keine Entscheidung - Kritik am Kurs der FIA

Ob Hyundai auch unter dem neuen Reglement ab 2027 mit dabei ist, bleibt offen. Die vom Automobilweltverband FIA vorgesehenen Änderungen - darunter ein Kostendeckel von 345.000 Euro und ein vereinfachtes technisches Konzept auf Basis der Rally2-Fahrzeuge, passen laut Abiteboul aktuell nicht zu den Zielen des Konzerns.

"Es ist ehrlich gesagt sehr ruhig. Die FIA hat deutlich gemacht, was sie will, und das respektiere ich", so Abiteboul weiter. "Aber ich vertrete einen Hersteller, und es ist schwierig für uns, hier eine Verbindung zu sehen, um Technologien, Konnektivität und alternative Antriebe zu fördern. Das sehen wir im aktuellen Konzept nicht."

Zwar soll ab 2028 der Einsatz alternativer Antriebe möglich sein, doch zunächst starten die WRC-Autos 2027 ausschließlich mit Verbrennungsmotoren.

Fehlende Balance zwischen Werksteams und Tunern

Abiteboul kritisierte zudem, dass die neuen Regeln zu stark auf sogenannte "Tuner" (unabhängige Konstrukteure) ausgerichtet seien, während die aktuellen Rally1-Regularien eher die Hersteller bevorzugten.

"Ich glaube, ein Mittelweg wäre besser gewesen. Aktuell sehen wir keine wirtschaftlich sinnvolle Grundlage, um ein neues Fahrzeug zu entwickeln. Aber wir werden weiterhin mit der FIA diskutieren", sagt er.

Hyundai selbst hat noch nicht mit der Entwicklung eines Fahrzeugs für die neuen WRC27-Regularien begonnen. "Wir sind nun seit 13 Jahren Teil der WRC und würden diese Geschichte gern fortsetzen - aber unter Rahmenbedingungen, die für uns sinnvoll sind", betont Abiteboul.

Motorsport-Total.com

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