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Nach schwierigem ersten Tag wurde kräftig aufgeholt

Michael Böhm zum ersten Mal mit dem Abarth 500 auf Schnee und Eis unterwegs – nach einem schwierigen ersten Tag wurde noch kräftig aufgeholt.

Foto: Daniel Fessl

Das Team Scuderaia Abarth Austria mit Michael Böhm und Martin Tomasini haben bei der Jänner Rallye trotz zweimaligem enormen Zeitverlust gezeigt, dass sie Kampfgeist und Talent haben.

In SP eins gab´s gleich die erste kalte Dusche für das Abarth-Duo. Ein Ausrutscher kostete mehr als eine Minute und in der Zeitenliste der 2-WD Fahrzeuge lag Michi Böhm an der nicht gerade aussichtsreichen 10. Stelle, im Gesamtklassement bedeutete dies Platz 81.!!

Was folgte war eine tadellose Aufholjagd ohne allzu großes Risiko. Nach der sechsten Sonder Prüfung lag der kleine Abarth 500 bereits wieder an der vierten Stelle in der 2WD-Wertung und im Gesamtklassement hatten Böhm /Tomasini sage und schreibe 40. Plätze gut gemacht.

In SP sieben folgte dann eine weitere, sehr bittere Enttäuschung. In einer Linkskehre brach das Heck auf Eis aus und der Abarth kam auf einem Schneehaufen zu stehen, bewegte sich weder nach vor noch zurück. Nur mit Mithilfe von Zuschauern gelang es den Abarth nach unendlichen fünfeinhalb Minuten wieder auf die Strasse zu heben.

Die Folge: Platz 14 ! In der 2WD Wertung und Platz 83. Im Gesamtklassement. Trotz dieser aussichtslosen Situation ließ sich Michael Böhm seine positive Einstellung und den Kampfgeist nicht nehmen und legte durchwegs dritte 2WD-Zeiten auf das blanke Eis, und arbeitete sich Platz um Platz nach vorn.

Am Ende des ersten Tages bedeutete dies Platz sieben in der 2WD-Wertung. Die Chance auf einen Podestplatz schien angesichts der harten und mit 14 Mitbewerbern gut besetzten 2WD Klasse eher gering.

Mit einer fehlerfreien Vorstellung am zweiten Rallyetag und konstanten schnellen Zeiten unter den ersten Drei schoben sich Böhm/Tomasini wieder nach vorne.

Schlussendlich wurde die heroische Vorstellung mit dem vierten Platz in der 2WD-Wertung und dem 27 !! Gesamtrang belohnt. Da Raphael Sulzinger, der Zweitplatzierte mit deutscher Lizenz startete, gab es für die Punktevergabe in der 2WD Staatsmeisterschaft doch noch den sensationellen Podestplatz für das Abarth-Team Böhm/Tomasini und wertvolle Punkte.

Michael Böhm: “Wir hatten mit unserm Abarth 500 absolut keine Erfahrung auf Eis und Schnee was die Fahrwerksabstimmung angeht. In SP eins haben wir wahrscheinlich Reifen mit alten Spikes erwischt, die nach kurzer Zeit abgebrochen sind und waren in der Folge verunsichert. Einige kleine Fehler, einer davon kostete mehr als fünf Minuten, haben und dann enorm zurück geworfen."

"So haben wir den ersten Tag nicht gerade perfekt abgeschlossen. Der zweite Rallyetag hingegen war perfekt und wir haben gesehen, dass wir von den Zeiten mit den beiden schnellsten 2WD-Piloten durchaus mithalten konnten. Wir haben enorm viel gelernt und bewiesen, dass man nicht aufgeben soll, denn abgerechnet wird zum Schluss. Auf der letzten SP war es absolut extrem: die Sicht wurde immer schlechter und wir hatten beinahe null Sicht durch unsere hohe Startnummer. Für die weitere Saison bin ich recht zuversichtlich, dass wir weitere Podestplätze einfahren und für die ein oder andere Top-Platzierung gut sind.”

Teamchef Christian Böhm: “ Der erste Tag war nicht gerade nach unseren Vorstellungen, aber bei dieser Rallye gab es kaum Fahrer die keine Fehler gemacht haben. Selbst arrivierte Piloten sind im Schnee stecken geblieben und leider ausgefallen."

"Michael hat gezeigt, dass er trotz enormer Zeitrückstände immer wieder zugelegt hat und sich wieder bis an die Spitze vorgekämpft hat . Am Samstag hat unser gesamtes Team eine tolle Leistung beboten und Michael und Martin haben das Unmögliche möglich gemacht und zehn Plätze in der 2WD-Wertung aufgeholt. Ich bin echt stolz auf diese Leistung.”

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