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WRC: News

Hembery: "Wir vermissen den Rallye-Sport“

Pirelli kehrt nach vier Jahren in die Rallye-WM zurück und wird dort Privatteams beliefern, auch eine Stärkung nationaler Engagements ist beabsichtigt.

Pirelli zog sich Ende 2010 aus der Rallye-Weltmeisterschaft zurück, um sich ganz dem Formel-1-Engagement zu widmen. Michelin kehrte in die WRC zurück und rüstet seither fast alle World-Rally-Cars aus. Zwischendurch setzte der eine oder andere Fahrer auf DMACK, alle Siege gingen seit 2011 aber an Michelin. Nun wird Pirelli im kommenden Jahr in die Rallye-WM zurückkehren. "Wir vermissen den Rallye-Sport, denn der liegt uns sehr am Herzen", sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery, der damals auch das Rallye-Engagement anführte und jetzt hauptsächlich in der Formel 1 anzutreffen ist.

"Wir sind stark in den nationalen Meisterschaften beteiligt, und wir würden gerne in der Rallye-WM wieder eine Rolle spielen." Ab dem kommenden Jahr werden auch wieder Pirelli-Trucks im Service-Park zu sehen sein. "Wir werden mit Privatteams arbeiten", bestätigt Hembery. Die Werksteams sind mit Michelin glücklich und werden auch in Zukunft auf den französischen Gummi setzen.

"Ich glaube, es gibt ja nur ein Werksteam - Volkswagen. Aber wir konzentrieren uns eher auf europäische Meisterschaften, einige von unseren Kunden werden an Veranstaltungen in der Rallye-WM teilnehmen. Wahrscheinlich werden wir ein paar Kundenteams haben, da bin ich ziemlich sicher", erläutert Hembery die Pläne.

Obwohl mit Hyundai im kommenden Jahr ein weiterer Hersteller in die WRC einsteigt, hat auch diese Motorsportkategorie mit den finanziellen Rahmenbedingungen in Europa zu kämpfen. "Es ist interessant, dass die Teilnehmerzahlen weltweit sinken - nicht nur im Rallye-Sport. Asien ist eine Ausnahme, dort steigen die Zahlen und das Interesse am Motorsport steigt."

"Wir hoffen also, dass wir bald einige wichtigere Meisterschaften in Asien haben. Wir sind an 256 Meisterschaften beteiligt, und die Wirtschaftskrise hat sich in Europa in allen Bereichen auf die Teilnehmerzahlen ausgewirkt." Pirelli sieht das Comeback deshalb als Geschäftsmodell. Da man nicht mit Topteams zusammenarbeiten wird, sind WRC-Gesamtsiege praktisch ausgeschlossen.

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