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Rallye: News

Der Fall Franz – eine never ending Story

Der Fall des Erwin Franz, dessen Wagen eine nicht erlaubte politische Werbung zierte, scheint abgeschlossen zu sein, wenn nicht…

Michael Hintermayer
Foto: Walter Vogler/Weitsicht.cc

Tatort Servicepark. Die Sportkommissare sprechen mit Erwin Franz. Die Mienen sind versteinert, böse Worte fallen. Die Stimmung ist aufgebracht, eine langwierige, hitzige Diskussion über den Tatbestand folgt. Was sich im ersten Moment wie ein Kriminalroman der altehrwürdigen Agatha Christie anhört, passierte letztes Jahr im Zuge der Waldviertel-Rallye.

Zur Sachlage: Erwin Franz wurde bei der Waldviertel-Rallye 2013 zu einer Geldstrafe verurteilt, da eine nicht erlaubte, politische Werbung auf seinem Rennwagen angebracht war - motorline.cc hat berichtet. Zudem ging eine Sachverhaltsdarstellung an das Sportgericht der Obersten Sportkommission, da das Gespräch, bei dem Erwin Franz über die strafbare Handlung informiert wurde, zwischen dem Beschuldigten und den Sportkommissaren in eine Diskussion ausartete, bei der sich der Wortlaut des Erwin Franz „unter der Gürtellinie“ befand. Die Anbringung der politischen Werbung hatte auch eine Ruhestellung der Lizenz zur Folge, doch nun steht das Team auf der Nennliste der Schneerosen-Rallye.

motorline.cc erkundigte sich über den bisherigen Verlauf des Verfahrens. Wie Dietmar Hinteregger, der Vorsitzende des Rallyekollegiums der OSK bestätigt, wurde die erhobene Geldstrafe eingezahlt und die Ruhestellung der Lizenz des Erwin Franz wieder aufgehoben. Damit darf die Anzeige wegen der unkorrekten Werbung, die das Auto zierte, als erledigt angesehen werden. Aus diesem Grund konnte das Team auch eine Nennung für die Schneerosen-Rallye abgeben.

Bleibt nur noch die Sachverhaltsdarstellung, die wegen der „bösen Worte“ des Erwin Franz eingereicht wurde. „Über diese entscheidet der zuständige Sportrichter“, so Kurt Wagner, Sportsekretär der OSK. „Das Ganze kann aber eine Weile dauern, da das Sportgericht im Normalfall die einzelnen Fälle nach und nach bearbeitet.“

Auf die Frage, was denn das weitere Vorgehen des Sportgerichts im diesen Fall sein wird, und wie das mögliche Strafmaß ausfallen könnte, meinte Wagner: „Das kommt nun ganz auf den Richter an. Sollte die Sachlage unklar sein, wird der Beschuldigte zu einer Anhörung geladen. Sollten die Beweise ausreichen, kann er auch ohne seine Anwesenheit verurteilt werden. Über das mögliche Strafmaß kann man nur spekulieren, das entscheidet wie gesagt der Richter. Der Fall könnte zu den Akten gelegt werden, oder es könnte zu einem Urteil kommen. Dies ist vor allem der Fall, wenn das Vergehen mehrmals vorkommt.“

Das macht die Sache wiederum vielleicht doch noch zum erwähnten Kriminalroman, da Erwin Franz gegenüber motorline.cc auf die Frage, ob er die Lackierung nun entfernt habe, trocken antwortete: „Warum? Schauen wir mal. Es gibt auch andere Wege.“

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