RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Mario Saibel hofft auf Regen

Mario Saibel muss auf seine Co-Pilotin Ursula Mayrhofer verzichten, doch mit Ersatzmann Winklhofer war er heuer bereits erfolgreich.

Portrait: Daniel Fessl

Spannend wie schon lange nicht präsentiert sich heuer die Rallye-ÖM: Vorbei scheinen die Zeiten, als Serienstaatsmeister Raimund Baumschlager ein Abo auf den Sieg gebucht hatte. Mittendrin in der Meute der Herausforderer ist auch dessen Teamkollege Mario Saibel: Der 39jährige Pilot des Škoda Fabia S2000 vom Team BRR ist nach zwei Podestplätzen in Folge auch bei der bevorstehenden Wechselland-Rallye am Start. Wenngleich der aktuelle Meisterschaftszweite nicht zum engen Favoritenkreis gehört, hat er auf den 158 Sonderprüfungskilometern rund ums steirische Pingau doch einen Joker im Ärmel: Co-Pilot Pirmin Winklhofer, mit dem er heuer bereits die Schneerosen-Rallye gewinnen konnte.

Rang drei bei der Rebenland, Rang zwei im Lavanttal – geht es nach Mario Saibel, so darf sich dieser klare Aufwärtstrend am kommenden Wochenende gerne fortsetzen. Tatsächlich fährt der 39jährige Wiener mit Aufwärtstendenz: Der Umstieg auf den Škoda Fabia S2000 ist endgültig geschafft, auch die anfängliche Reifenproblematik scheint gelöst. Kein Wunder, dass Saibel, in der Zwischenwertung der Rallye-ÖM aktuell hinter Baumschlager erster Verfolger, mit Zuversicht zur Wechselland-Rallye anreist. "Der Wetterbericht sagt fürs kommende Wochenende unbeständiges Wetter voraus. Und in der Vergangenheit waren wir eigentlich umso stärker, je schwieriger die Bedingungen waren. Wenn ich es schaffe, meinen Speed noch um ein paar Prozent zu steigern, dann könnte das für uns wieder eine gute Rallye werden."

Auf den insgesamt 316 Kilometern des vierten Saisonlaufs – 158 davon werden als Sonderprüfungen gefahren – wird die Wahl des richtigen Reifens entscheidend sein. Doch nicht nur das Material und die eigene Form, auch die Konkurrenz ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Neben Neo-Sieger Gerwald Grössing haben es auch auch Hermann Neubauer und Hannes Danzinger auf den Thron von Raimund Baumschlager abgesehen. Dazu kommen die starken Youngster Chris Brugger aus Salzburg und Henk Lategan aus Südafrika, die beide im selben Team wie Mario Saibel starten.

"Ich bin mir sicher, dass der Hermann Neubauer bei der Wechselland absolut auf Sieg fahren wird und Raimund sehr fordern wird, auch den Hannes Danzinger darf man niemals außer Acht lassen. Aus meiner Sicht ist jedoch Gerwald in seinem Ford Fiesta R5 der absolute Topfavorit", so die Einschätzung des Wieners. Wer auch immer am Ende vorne liegt, fest steht: So viel Spaß hat der Rallyesport in Österreich schon lange nicht mehr gemacht. Saibel: "Fast alle Piloten kennen die Wechselland-Rallye besonders gut, der Kampf um den Sieg wird mit Sicherheit ein Sekundenkrimi. Besonders freue ich mich auf den 32,79 Kilometer langen Rundkurs, der Samstag Nachmittag als SP 10 gefahren wird. Da wird mit Sicherheit die Rallye entschieden."

Ein gutes Omen könnte für Mario Saibel am kommenden Wochenende der Co-Pilot sein: Am heißen Sitz von Ursula Mayrhofer nimmt bei der Wechselland-Rallye ausnahmsweise der Deutsche Pirmin Winklhofer Platz. Gemeinsam mit ihm hat Mario in diesem Jahr bereits die zur ARC zählende Schneerosen-Rallye gewonnen. "Ursula ist zeitgleich mit Hermann Gaßner in der deutschen Meisterschaft im Einsatz, deshalb springt Pirmin für sie ein", erklärt Mario Saibel den fliegenden Wechsel.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Wechselland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

ORM/ARC, ET König Rallye: Zeremonienstart

Heute Abend geht es in Judenburg los!

Mit dem Zeremonienstart wird die ET König Rallye powered by Peter Hopf Erdbau offiziell eröffnet / Morgen und am Samstag regieren die Gasfüße / Das Wetter wird besser und wärmer, aber noch nicht ganz stabil