RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
DRM: Ostsee-Rallye

Ruben Zeltners siebenter Streich

Mit dem Sieg bei der Ostsee Rallye konnte Ruben Zeltner seinen Tabellenvorsprung in der Deutschen Rallye-Meisterschaft weiter ausbauen.

Foto: ADAC Motorsport

Ruben Zeltner setzte sich bei der Ostsee-Rallye mit Ehefrau Petra am heißen Sitz nach elf Wertungsprüfungen (WPs) über insgesamt 116,8 Kilometer in einem spannenden Kampf durch.

Bei seinem siebenten Sieg in der laufenden Saison profitierte er auch vom Pech der schärfsten Konkurrenten. Der Lokalmatador und Vorjahressieger Jan Becker (Hamburg, Subaru Impreza WRX) schied mit Co-Pilotin Bianca Hutzfeldt zur Halbzeit in Führung liegend nach einem Unfall aus.

Bereits auf der vierten WP musste der ebenfalls als Mitfavorit gehandelte Hermann Gaßner junior (Surheim) mit seiner österreichischen Co-Pilotin Ursula Mayrhofer im Mitsubishi Lancer R4 wegen eines technischen Problems aufgeben. So war es schließlich dessen Vater Hermann Gaßner (Surheim) mit Hermann Brock (Meinerzhagen) im Gruppe-N-Lancer, der als Zweitplatzierter über die Zielrampe in Grömitz rollte.

Als Dritter der DRM-Wertung fuhr Marijan Griebel (Hahnweiler) einen Riesenerfolg für das ADAC Opel Rallye Junior Team ein: Er lieferte mit Co-Pilot Alexander Rath (Trier) im Opel Adam R2 eine blitzsaubere Vorstellung ab und platzierte sich vor vielen PS-stärkeren Fahrzeugen. News, Ergebnisse und Punktestände rund um die DRM gibt es unter www.adac.de/drm im Internet.

Vor dem elften gemeinsamen Saisonlauf von ADAC Rallye Masters und DRM bei der ADAC Litermont Rallye hat sich Ruben Zeltner einen komfortablen Vorsprung erarbeitet. Er hat sich mit 194 Punkten vor Hermann Gaßner (103) und dessen Sohn Hermann junior (93) etabliert.

Entsprechend zufrieden war der Geschäftsführer des Sachsenrings nach der ADAC Ostsee Rallye: "Das war eine Top-Rallye mit traumhaften Prüfungen - für uns ist es die beste Rallye im Norden." Hatte er sich vor dem Start noch skeptisch gezeigt, was seine Chancen auf den Mischprüfungen mit Asphalt- und Schotterbelägen anbelangt, konnte er im Ziel strahlen: Selbst auf den reinen Schotterstrecken hielt sich der Rückstand in Grenzen. Und da mit Hermann Gaßner junior der gefährlichste Konkurrent im Titelkampf ausfiel, wurde der Tabellenführer doppelt belohnt.

"Natürlich nimmt der Ausfall von Hermann Gaßner junior etwas Druck von uns. Aber es ist sehr schade für ihn - gewünscht habe ich ihm das sicher nicht." Auch die Planung für die Restsaison steht nun fest: "Wir fahren jetzt noch zwei Rallyes - und dann schauen wir am Ende was dabei herauskommt. Ich glaube, es könnte ganz gut werden."

Riesenpech für Becker und Gaßner junior

Vorausgegangen war ein sehenswerter Kampf, bei dem zunächst Vorjahressieger Jan Becker alle Trümpfe in der Hand hielt. Der Hamburger fuhr im Subaru Impreza WRX gleich zu Beginn vier WP-Bestzeiten in Folge und war zur Mittagspause mit einem Vorsprung von 9,5 Sekunden in den Servicepark gerollt.

Doch auf der ersten Prüfung des Nachmittags endete die Vorstellung des Hamburgers. Nach einem Dreher rutsche er ins Aus. Die Prüfung musste anschließend neutralisiert werden. Auch Gaßner junior war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden: "Auf WP 5 hatte der Lancer plötzlich keinen Öldruck mehr", erklärt er seinen Ausfall. "Weil wir nicht zu viel riskieren wollten, habe ich das Auto abgestellt."

Dennoch geht er bei der nun anstehenden ADAC Litermont Rallye Saar motiviert an den Start: "An die Meisterschaft hatte ich schon vorher einen Haken gemacht", sagte er nach seinem zweiten Ausfall in der zweiten Saisonhälfte. "Ruben, ist in diesem Jahr einfach nicht zu schlagen. Aber den Vizetitel hätte ich schon gerne - noch haben wir vier Läufe, das müsste noch machbar sein."

Damit bläst er einerseits im familieninternen Gaßner-Duell zum Angriff auf seinen Vater, der zehn Punkte Vorsprung hat. Gleichzeitig muss er in Sachen Meisterschafts-stand aber auch einen Blick in den Rückspiegel werfen, denn der Viertplatzierte Peter Corazza (Oelsnitz, Mitsubishi Lancer Evo 9) konnte an der Ostsee Boden gut machen.

Mit der fünften Position im Gesamtklassement war er erneut stark unterwegs und konnte zudem noch einen Bonuspunkt einstreichen: Für die drittschnellste Zeit auf der als "Powerstage" gewerteten Königsprüfung auf dem Truppenübungsplatz in Putlos erhielt er einen Zusatzzähler. Ruben Zeltner und Hermann Gaßner (sen.) bekamen dort für die schnellste und zweitschnellste Zeit drei bzw. zwei Punkte gutgeschrieben.

ADAC Ostsee Rallye: Endstand nach 11 Wertungsprüfungen

1. Ruben Zeltner / Petra Zeltner (Lichtenstein / Lichtenstein), Porsche 911 GT3, Div. 1 1:03:19,2 Stunden.*
2. Hermann Gaßner / Harald Brock (Surheim / Meinerzhagen) Mitsubishi Lancer, Div. 2 + 1:40,2 Minuten.*
3. Kim Boisen / Claudia Dose (DK / Sprenge), BW M3, Div. 3 + 2:09,9 Minuten.
4. Martin Schütte / Kerstin David (Klein Nordende / Tangstedt), Mitsubishi Lancer Evo 6, Div. 1 + 2:23,0 Minuten.
5. Marijan Griebel / Alex Rath (Hahnweiler / Trier), Opel Adam R2, Div. 5 + 2:27,7 Minuten.*
6. Peter Scharmach / Dennis Zenz (NSL-Christchurch / Klausen), Mitsubishi Lancer Evo7, Div. 1 + 2:31,1 Minuten.
7. Peter Corazza / Christoph Gerlich (Oelsnitz / Niederwiesa), Mitsubishi Lancer Evo 9, Div. 2 + 2:31,2 Minuten.*
8. Fabian Kreim / Michael Kölbach (Fränkisch-Crumbach / Winterwerb), Opel Adam R2, Div. 5 + 3:19,6 Minuten.*
9. Carsten Mohe / Sebastian Walker (Crottendorf / Trittau), Renault Clio R3T, Div. 4 + 3:46,8 Minuten.*
10. 10. Olaf Müller / Jürgen Breuer (Ahlden / Ellgau), BMW 320is, Div. 4 + 4:50,5 Minuten.

DRM - Gesamtstand nach 10 von 14 Läufen

Pos. Team Fahrzeug Div. Punkte
1. Zeltner, R. / Versch. Beifahrer Porsche 997 GT 3 DIV 1 194
2. Gassner, H. / Versch. Beifahrer Mitsubishi Evo X DIV 2 103
3. Gassner j., H. / Mayrhofer, U. Mitsubishi Lancer R4 DIV 1 93
4. Corazza, P. / Gerlich, C Mitsubishi Lancer EVO 9 DIV 2 89
5. Stölzel, M. / Windisch, T Porsche 911 GT 3 DIV 1 52
6. Wallenwein, M. / Kopczyk, S Skoda Fabia S2000 DIV 1 46
7. Griebel, M. / Rath, A Opel Adam R2 DIV 5 43
7. Riebensahm, D. / Schaaf, P Peugeot 207 S2000 DIV 1 43
9. Kreim, F. / Versch. Beifahrer Opel Adam R2 DIV 5 36
10. Mohe, C. / Walker, S Renault Mégane / Clio R3T DIV 3 34

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

DRM: Ostsee-Rallye

Weitere Artikel:

ORM/ARC, OBM Rallye: Zeitplan & Radio

Noch 153,75 SP-Kilometer bis zum Titel

Zwei Prüfungen mehr als zuletzt, Festzelt, After Race Party und eine an Spannung nicht mehr zu überbietende OBM Land der 1000 Hügel Rallye warten ab morgen auf Österreichs Motorsportfans in Krumbach am Wechsel

ORM/ARC, OBM Rallye: Fotos Freitag

Die besten Bilder vom Freitag

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder vom ersten Tag der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye.

WRC Rallye Paraguay 2026: Bericht

Pajari schreibt mit Hattrick Geschichte

Sami Pajari holt nach seinem Premierensieg den dritten Triumph in Folge und sorgt damit für einen neuen WRC-Rekord - Hyundai bringt zwei Fahrzeuge aufs Podest

ORM, OBM Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Fix ist nur, dass noch nix fix ist

Nach dem ersten Tag der OBM Land der 1000 Hügel Rallye ist der Titelkampf noch immer völlig offen / Simon Wagner führt, Favorit Hermann Neubauer folgt ihm nach und Michael Lengauer wirft eine 10-Sekunden-Strafe leicht zurück

ORM/ARC, OBM Rallye: Rallye Radio

Rallye Radio bei der OBM Rallye

Noir Trawniczek ist auch bei der OBM Land der 1.000 Hügel Rallye wieder auf Stimmenfang unterwegs - die Einstiegszeiten vom Samstag.

ORM, OBM Rallye: Nach SP2

Führungs-Quartett in Krumbach

Nach zwei Prüfungen liegen bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye die ersten Vier fast gleichauf / Die erwartete Sekundenschlacht im Titelkampf wurde schon in der Anfangsphase bestätigt / Simon Wagner führt momentan