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ERC: Ypern-Rallye

Nach SP 4: Abbring führt in Ypern

Kevin Abbring liegt bei der Rallye EM in Ypern in Führung, dicht dahinter Freddy Loix. Luca Rossetti auf Platz drei vor dem Skoda-Pilot Esapekka Lappi.

Peugeot hat das Kommando zu Beginn der Ypern-Rallye übernommen: Kevin Abbring markierte Bestzeiten in den ersten drei Prüfungen und schnappte sich die Führung. Die übrigen Fahrer suchten auf den ersten Kilometern ihren Rhythmus.

Freddy Loix, der schon acht Siege in Ypern gefeiert hat, nahm mit seinem Skoda Fabia S2000 an Tempo auf und markierte in WP4 die Bestzeit. Damit liegt Loix vor der ersten Service-Pause elf Sekunden hinter Abbring auf dem zweiten Platz.

Luca Rossetti (Skoda), der im Jahr 2007 in Ypern gewonnen hat, hielt im Spitzenfeld mit und ist mit 13,5 Sekunden Rückstand Dritter. Skoda-Werksfahrer Esapekka Lappi hatte sich zu Mittag für Startplatz eins entschieden, büßte in der ersten Schleife 18,6 Sekunden ein und hält Rang vier. Der Deutsche Sepp Wiegand tastete sich ebenfalls Schritt für Schritt an das Limit heran und hält den achten Platz.

Großes Pech hatte Craig Breen, der den zweiten 208 T16 der Peugeot Akademie fährt. Schon in der ersten Prüfung erlitt der Nordire einen Reifenschaden. Das wiederum beschädigte eine Bremsleitung. Breen ist noch im Wettbewerb, hat aber eineinhalb Minuten verloren. Auf schnellen, engen Asphaltstraßen mit vielen scharfen Abzweigungen entwickelte sich ein spannender Auftakt.

Abbring schnappte sich die Führung mit der Bestzeit in WP1. "Dikkebus 1" war 14.22 Kilometer lang und sorgte gleich für einige Turbulenzen. Breen verlor durch einen Reifenschaden vorne links eine knappe halbe Minute. Bernd Casier kam gar nicht ins Ziel, denn er hatte sich bei einem Unfall ein Vorderrad an seinem Fiesta R5 abgerissen. Rossetti sprach im Ziel ebenfalls von einem Reifenproblem, nachdem er eine Kurve stark geschnitten hatten. Nach WP1 belegten Cherain, Loix und Lappi die Top 4.

Auch in der zweiten Prüfung "Wijtschate 1" über 23,80 Kilometer setzte sich das Bild bei Peugeot fort: Abbring stellte erneut die Bestzeit auf, während Breen wieder Probleme hatte. Diesmal ließen die Bremsen an Breens 208 T16 nach. Das war eine Folge des Reifenschadens. Eine weitere halbe Minute ging verloren. "Durch den Reifenschafen brach eine Bremsleitung. Deswegen habe ich keine Bremswirkung", berichtet der Nordire. Loix fuhr die zweitschnellste Zeit und übernahm damit auch hinter Abbring den zweiten Platz.

Die Fahrer fanden schließlich ihren Rhythmus. Abbring fuhr auch in der dritten Prüfung "Mesen 1" über kurze 7,48 Kilometer die Bestzeit, aber Rossetti war nur um eine Zehntelsekunde langsamer. Damit übernahm der Italiener auch den dritten Platz von Lappi. An der Spitze führte Abbring nach WP3 mit 11,5 Sekunden Vorsprung vor Loix. Abbring drückte dem Vormittag seinen Stempel auf, allerdings steckten in seinen Vorderrädern viel Gras vom Kurvenschneiden. "Fängt es Feuer, dann haben wir ein Problem", spricht der Niederländer die Gefahr an.

Die Vormittagsschleifer wurde schließlich mit der 13,77 Kilometer langen "Langemark"-Prüfung abgeschlossen. Diese Strecke wird bei dieser Rallye ausnahmsweise nur einmal absolviert. Loix markierte seine erste Bestzeit, aber Abbring verteidigte einen Vorsprung von elf Sekunden. Allerdings war der Peugeot vorne rechts etwas eingedrückt. "In der nächsten Schleife muss ich die Kurven weniger schneiden", will Abbring das Risiko minimieren. "Das Auto fühlt sich gut an."

Loix suchte seinen Rhythmus und wurde mit jeder Prüfung schneller. "Es ist nicht so schlecht. Ich fahre aber noch nicht zu 100 Prozent gut, aber es liegt nicht am Auto, es bin ich", merkt der achtfache Ypern-Sieger kritisch an. Mit 13,5 Sekunden Rückstand fuhr Rossetti ins Service. Platz vier hielt Skoda-Werksfahrer Lappi, dem 18,6 Sekunden auf Abbring fehlten. "Es ist nicht so schlecht", sagt der Finne über seine erste Startposition. "Das ist gut für die Zukunft, denn eines Tages muss ich vielleicht das erste Auto auf der Straße sein."

Wiegand hatte die erwartet schwierige erste Schleife. Da der Deutsche im Vorfeld keine Testfahrten hatte, musste er direkt im Wettbewerb wieder ein Gefühl für seinen Fabia finden. "Es ist sehr schön, viele Zuschauer sind hier. Ich muss noch meinen Rhythmus finden und muss an mir arbeiten, damit wir schneller werden", ordnet Wiegand den Rückstand von 54,6 Sekunden ein. "Ich fühle mich besser und besser, aber ich brauche noch mehr Zeit. Vielleicht verändern wir etwas an der Abstimmung. Mir fehlen Kilometer im Auto, aber ich glaube, es ist soweit okay."

Der deutsche Hoffnungsträger beendete die erste Schleife als Achter. Pieter Tsjoen und Vincent Verschuren komplettierten die Top 10. Im Produktionswagen-Cup führt Andy Lefevere (Mitsubishi Lancer Evo X). Bei den 2WD-Autos hat Stephane Lefebvre (Peugeot 208 R2) die Nase vorne. Damit führt der Franzose auch gleichzeitig bei den ERC-Junioren. In der Ladies-Trophy hat Melissa Debackere (Peugeot 207 S2000) die Nase vorne. Am Abend stehen die nächsten drei Prüfungen auf dem Programm.

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